Neustadt bei Coburg
Bürgerversammlung

Fortschritt hier, Stillstand da - Neustadter befragen ihren Oberbürgermeister

Während sich beim Bahnübergang in der Ketschendorfer Straße in Neustadt gar nichts tut, geht es mit der Sanierung des Rathauses voran.
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Der Bahnübergang in der Ketschenbacher Straße ist durch Halbschranken gesichert. Foto: CT-Archiv
Der Bahnübergang in der Ketschenbacher Straße ist durch Halbschranken gesichert. Foto: CT-Archiv
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Die Welt in der Kernstadt selbst scheint in Ordnung zu sein, denn bei der Bürgerversammlung in der Gastwirtschaft "Eckstein" traten keine allzu großen Probleme zu Tage. Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) meisterte die vorgetragenen Fragen souverän, nachdem er die Bürger aufgefordert hatte, Folgendes mitzuteilen: "Wo klemmt's, wo brennt's?". Bei Frank Schiweck war das das Dauerthema Bahnübergang Ketschenbacher Straße. "Was wird daraus?", wollte Schiweck wissen. "Die Bahn braucht halt ein bisschen länger", war der Kommentar von Rebhan dazu. Die Mühlen der Bürokratie bei der Bahn mahlten langsam, die Stadt habe um ein Gespräch gebeten. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und warten nun auf grünes Licht", sagte Rebhan.

Nachdem er dies erfahren hatte, brachte Frank Schiweck ein weiteres Thema vor. Er forderte den Oberbürgermeister auf, etwas gegen den unansehnlichen Zustand des ehemaligen Bahnhofhotels zu unternehmen. Rebhan meinte dazu, dass dies eine Privatsache sei und die Stadt wenig Einflussmöglichkeit habe.

Wie wäre es mit Gastronomie in der Begegnungsstätte?

Auch Beate Großmann hatte zwei Anliegen. Sie bezeichnete den Hindenburgplatz als katastrophal, im Hinblick auf den bevorstehenden Tag der Franken (am 7. Juli 2019, Anm. der Red.) sei er absolut sanierungsbedürftig. Rebhan versprach, sich dort umzuschauen. Ferner bemängelte die Rednerin, dass in der Thüringisch-Fränkischen Begegnungsstätte keine Gastronomie vorhanden sei. "Das ist für mich als Vorsitzende des Marienvereins bei Veranstaltungen ein Problem", sagte Großmann. Auch hier versprach Rebhan, nach einer Lösung zu suchen, wobei er aber einen Hinweis hatte, den er für sehr wichtig hielt: "Die Stadt will der heimischen Gastronomie keine Konkurrenz machen, da diese ohnehin im Niedergang begriffen ist."

Schließlich bestätigte der Oberbürgermeister Wilfried Rönz, dass in der Arndtstraße keine Baumaßnahmen anstünden und wegen der dortigen Parksituation Schilder aufgestellt worden seien, um unter anderem auch Rettungsfahrzeugen eine zügige Durchfahrt zu gewährleisten.

Vonseiten der Stadtverwaltung informierte Frank Röser über die zahlreichen Tiefbaumaßnahmen, wobei er unter anderem wissen ließ, dass der Ausbau der B 4 Richtung Neustadt im Frühjahr weitergehen werde und dass der Straßenbelag Richtung Siemens-Kreisel - und dieser selbst - erneuert würden.

Mit der Rathaussanierung geht es weiter

Bauamtsleiter Richard Peschel ging ausführlich auf die energetische Sanierung des Rathauses ein, wobei er sich für den Lärm anlässlich des Abfräsens der Beton-Außenhaut des Rathauses entschuldigte. "Das hat die Anlieger viel Nervenkraft gekostet", meinte er. Das Dach sei wieder dicht, teilweise seien neue Fenster eingebaut, die Haustechnik werde derzeit erneuert und der Innenausbau erfolge im Winter. Ende 2019 soll die elf Millionen Euro teure Sanierung, die mit erheblichen staatlichen Fördermitteln bezuschusst wird, fertig sein. Ein Tag der offenen Baustelle ist geplant.

Auch das nächste Großprojekt, die Umgestaltung des Marktplatzes, wurde angesprochen. Drei Bauabschnitte sind vorgesehen. Auch hier fließen erhebliche Fördermittel, wobei die Planung als schwierig, jedoch als gelungen dargestellt wurde. Die Maßnahme soll 2021 abgeschlossen sein. Pkw-Stellplätze wurden an umliegenden Grundstücken gefunden und für Märkte ist die Ausweichstelle Lindenstraße vorgesehen.

Termin für Tag der offenen Tür

Schließlich kündigte Oberbürgermeister Frank Rebhan an, dass am Sonntag, 16. Dezember, in der neu geschaffenen Kulturwerkstadt von 13 bis 17 Uhr ein Tag der offenen Tür stattfinden wird.

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