Ebersdorf
Gemeinderatssitzung

Foodtrucks, Mitfahrgelegenheiten und viele weitere Ideen für Ebersdorf bei Coburg

Über das Bahnhofsumfeld diskutierten die Ebersdorfer Räte erneut - bis der Bürgermeister dazwischenfunkte. Und Rainer Mattern hätte gerne einen Foodtruck.
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So einen Foodtruck - oder noch besser mehrere - könnte sich Rainer Mattern für Ebersdorf bei Coburg vorstellen. Ob etwas daraus wird? Foto: Barbara Herbst
So einen Foodtruck - oder noch besser mehrere - könnte sich Rainer Mattern für Ebersdorf bei Coburg vorstellen. Ob etwas daraus wird? Foto: Barbara Herbst
Das Ebersdorfer Bahnhofsgelände soll völlig neu gestaltet werden. Der planerische Endspurt ist bei der Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes und des Umsteigeparkplatzes am Bahnhof eingeläutet. Unter der Devise "Was lange währt, wird endlich gut" gab der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung grünes Licht und stimmte der von Diplomingenieur Jürgen Kittner vorgetragenen Planung zu. Nun sollen bei der Regierung von Oberfranken die entsprechenden Bewilligungsanträge gestellt werden, nachdem die Vorplanung bereits in Bayreuth abgesegnet wurde.

Es geht immerhin um Kosten von 1,042 Millionen Euro, worauf ein Zuschuss von 60 Prozent im Rahmen des Bund/Länder-Städtebauförderungsprogrammes Stadtumbau West zugesagt ist. Obendrein kann die Gemeinde Zuwendungen des Freistaates Bayern für den öffentlichen Personennahverkehr erhalten. Kittner sprach dabei von einem Betrag von 252 000 Euro, wobei 85 Prozent Zuschuss der förderfähigen Kosten erwartet werden. Die Planung sieht eine völlige Neugestaltung des Geländes vor, wobei Parkplätze angelegt, Rad- und Gehwege gebaut werden, Straßen vorgesehen sind und Gebäude errichtet werden. Da immer wieder Änderungswünsche aus dem Gremium kamen, musste Bürgermeister Bernd Reisenweber (BG) fast ärgerlich eingreifen: "Nur so wie vorgelegt genehmigt es die Regierung von Oberfranken und seien wir froh, dass es endlich ins Laufen kommt." Zwei Gegenstimmen gab es.


Warten auf der Bank

"Es soll erst mal ein Probelauf sein", meinte Gemeinderat Bernd Carl (BG), der Initiator des Konzeptes "Mitfahrbänke". Beschlossen hat der Gemeinderat das Konzept einstimmig, wobei die genauen Standorte der Mitfahrbänke noch zu ermitteln und festzulegen sind. Die Koordination soll die Sozialpädagogin der Gemeinde, Danica Faber, übernehmen. So sollen an mehreren Standorten im Gemeindegebiet diese Bänke stehen, farblich gekennzeichnet werden und Richtungsschilder mit häufigen Fahrtzielen haben. Mitfahrer geben ihren Fahrtwunsch mit Hilfe der Schilder an und warten auf der Bank. Hält ein freiwilliger Fahrer an, kann dieser zur kostenlosen Mitfahrt einladen. Die Anbindung der kleineren Ortsteile ist im Sinne des Vorhabens. Aus versicherungstechnischen Gründen steht einer gelegentlichen Mitnahme Fremder nichts im Wege.


Mobiler Biergarten statt Food-Truck

Die Anfrage von Gemeinderat Rainer Mattern (CSU) für eine Food-Truck-Veranstaltung ist wohl nicht so leicht in die Tat umzusetzen. Erst ist beim Veranstalter Rücksprache zu nehmen. Ein konkreter Terminwunsch im Rahmen einer vorhandenen Veranstaltung ist vorzugeben. Die Kostenfrage ist zu klären. Die Gemeinde kann weder dies personell stemmen noch darf sie gewerblich tätig sein, so dass voraussichtlich Derartiges nicht zustande kommt. Der alternative Vorschlag des Bürgermeisters war ein mobiler Biergarten, allerdings verbunden mit der Frage: "Wer macht es?"

Eine ganze Reihe baurechtlicher Beschlüsse waren zu fassen: Nach Würdigung der eingegangenen Stellungnahmen zum Bebauungsplan "Am Weinberg" in Frohnlach wurde die 2. Änderung als Satzung beschlossen. Zur Änderung des Flächennutzungsplanes "Großgarnstadt Biogasanlage" wurde der Vorentwurf gebilligt, ebenso zur Änderung des Bebauungsplanes. Als Satzung wurde der Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes "Schweinehaltung Carl" in Großgarnstadt beschlossen, wobei der Gemeinderat den Umweltbericht billigte.
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