Laden...
Coburg
Rundgang

Firma Kapp: 60 Jahre auf einen Blick

Rechtzeitig zum Jubiläum der Firma Kapp sind drei neu Hallen auf dem Gelände in der Callenberger Straße fertig geworden. Sie stecken voll mit moderner Technologie und weisen somit den Weg in die Zukunft.
Artikel drucken Artikel einbetten
Geschäftsführer Helmut Nüssle (links) und geschäftsführender Gesellschafter Martin Kapp bekamen von ihrer Belegschaft ein ganz besonderes Geschenk überreicht. Foto: Edwin Meißinger
Geschäftsführer Helmut Nüssle (links) und geschäftsführender Gesellschafter Martin Kapp bekamen von ihrer Belegschaft ein ganz besonderes Geschenk überreicht. Foto: Edwin Meißinger
+6 Bilder
Ein Geschenk sagt manchmal mehr als tausend Worte - beziehungsweise: ein einziges Geschenk kann manchmal 60 Jahre Firmengeschichte veranschaulichen. So begann 1953 bei der Firma Kapp alles mit einer Holzbearbeitungsmaschine; inzwischen hat längst die moderne Lasertechnik Einzug gehalten.


Die Belegschaft hatte diese beiden Eckpunkte miteinander verbunden und ein ganz besonders Jubiläumsgeschenk angefertigt: eine Metalltafel, auf der Holzplatten angebracht sind, in die wiederum eine Auswahl der von Kapp produzierten Maschinentypen eingelasert wurden.


Der geschäftsführende Gesellschafter Martin Kapp und Geschäftsführer Helmut Nüssle zeigten sich sehr erfreut über das Präsent, das von Klaus Weber, dem Leiter der mechanischen Montage, überreicht wurde.
Im Gegenzug wurden auch alle Mitarbeiter sowie deren Angehörige "beschenkt": mit einem Familientag auf dem Firmengelände in der Callenberger Straße.


Außer einem bunten Programm wurde auch viel Technik geboten sowie allen voran ein Blick in die neu erstellten Hallen 1 bis 3 gewährt. Die Herstellung von Maschinen und Werkzeugen für die Verzahnungs- und Profilbearbeitung sind Aufgabenbereiche von Kapp Niles.

Mini-Mini-Zahnräder

Das Coburger Stammwerk ist auf derartige Systemlösungen spezialisiert und ermöglicht seinen Kunden, beispielsweise Zahnräder bis zu einer Größe von 600 Millimetern zu bearbeiten; in Berlin ist dies bis zu einem Durchmesser von 8000 Millimetern möglich. Kunden aus aller Welt kommen zu der Coburger Firma, berichteten bei einem Rundgang Carola Rehder, bei Kapp zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Qualitätsmanagement, sowie Markus Kunzelmann, der Leiter Zentrale Werksplanung und Standortentwicklung. "Die Maschinen werden nur in Deutschland hergestellt", erklärten die beiden.

Ölnebel wird abgesaugt

In den neuen Hallen 1 bis 3 findet die mechanische Fertigung sowie die An- und Auslieferung statt. Begeistert beobachteten die Besucher beim Familientag einige Demoproduktionen. Sie staunten über die Größe der Maschinen und bewunderten ein schier unübersichtliches Röhrenwerk. Die neuen Hallen wurden auf höchstem energetischem Standard gebaut. So sind die Schleif- und Fräsmaschinen an eine zentrale Kühlschmierstoffversorgung angeschlossen. Darüber hinaus besitzen die Maschinen eine zentrale Ölnebel-Absaugung, die pro Stunde 20   000 Kubikmeter des Ölnebels absaugen kann. Die Späne, die bei der Produktion entstehen, werden ausgesondert. Die Kaltwasserversorgung einer 300 Kilowatt Kältemaschine, kühlt die Schmiermittel für den weiteren Betrieb wieder ab.



Darüber hinaus wird die Hallenbelüftung mit einem gut durchdachten System eingestellt. Durch den Betrieb der Maschinen heizt sich die Luft auf weit über 25 Grad Celsius auf. Diese Luft wird angesaugt und in einem so genannten Kreuzverfahren mit der gekühlten Frisch- und Außenluft vermengt und so auf etwa 16 Grad Celsius herunter gekühlt. Die Gesamtflächen der neuen Hallen betragen insgesamt 3000 Quadratmeter.


850 Mitarbeiter - und der Nachwuchs kann dual studieren


Geschichte Gegründet wurde die Firma Kapp Werkzeugmaschinen im Jahr 1953 von Bernhard Kapp. In Coburg hat Kapp heute zwei Standorte: die Werkzeugmaschinen GmbH in der Callenberger Straße 52 (Werk 1) und die Technologie GmbH in der Gärtnersleite 2 (Werk 2). Seit 1997 ist Kapp mit der Berliner Maschinenbaufirma Niles vereint und trägt deshalb den Namen Kapp Niles.
Mitarbeiter Kapp Niles ist ein weltweit führender Hersteller von Maschinen und Werkzeugen zur Feinbearbeitung von Verzahnungen und Profilen. Von den weltweit 850 Mitarbeitern sind etwa 400 im Coburger Werk 1, etwa 160 im Coburger Werk 2 sowie rund 180 in Berlin tätig. Die anderen Mitarbeiter sind an den Auslandsstandorten USA, Brasilien, China und als Joint Venture in Japan.
Expansion Von Januar bis Dezember 2012 wurden auf dem kapp-Gelände in der Callenberger Straße drei neue Hallen errichtet.

Ausbildung Bei Kapp Niles sind duale Studiengänge im Bereich Elektrotechnik und Maschinenbau möglich. Hier verbinden sich Berufsausbildung und ein entsprechendes Fachstudium an der Hochschule. em

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren