Lautertal
Diebstahl

Firma aus Lautertal vor Beginn der Spielwarenmesse bestohlen

Böse Überraschung für die Lautertaler Firma Eduplay: Noch vor Beginn der Spielwarenmesse in Nürnberg wurden knapp 100 Artikel vom Messestand gestohlen.
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Der Messestand von Eduplay ist eigentlich immer einen Besuch wert. Unser Bild aus dem vergangene Jahr zeigt, wie Geschäftsführer Holger Durst (rechts) Landrat Michael Busch (Mitte) und Wirtschaftsförderer Martin Schmitz begrüßt. Foto: CT-Archiv/Oliver Schmidt
Der Messestand von Eduplay ist eigentlich immer einen Besuch wert. Unser Bild aus dem vergangene Jahr zeigt, wie Geschäftsführer Holger Durst (rechts) Landrat Michael Busch (Mitte) und Wirtschaftsförderer Martin Schmitz begrüßt. Foto: CT-Archiv/Oliver Schmidt
Für Holger Durst ist es schlicht unmöglich, den 90 Quadratmeter großen Stand bei der Spielwarenmesse in Nürnberg an nur einem Tag aufzubauen. "Seit Donnerstag bin ich im Standbau unterwegs. Am Samstag habe ich dann auszustellende Produkte mitgebracht und gebündelt am Messestand aufbewahrt", erzählt der Geschäftsführer der Eduplay Spielwarenfabrik in Lautertal. Als er den Aufbau am Anfang der Woche beenden wollte, erlebte er jedoch eine böse Überraschung.


Der Ehrenkodex gilt nicht mehr

"Die Kartonagen waren alle aufgerissen und es standen schon eingepackt in Mülltüten Artikel, die wollten wohl noch mitgenommen werden", sagt Durst. Am Ende fehlten 100 Artikel im Wert von rund 3000 Euro.

Die Polizei konnte keine Fingerabdrücke feststellen, die Kartons waren schon durch zu viele Hände gegangen.
Die Messeleitung, die Durst ebenfalls informierte, meinte, es wäre schon der dritte Diebstahl dieses Jahr gewesen. Holger Durst hat das in seiner jahrelangen Messezeit noch nie erlebt, er finde das schon fast einen Skandal. "Es gab eigentlich immer einen Ehrenkodex unter den Ausstellern: Einer guckt nach dem anderen." Bisher habe das immer gegolten. "Jetzt wohl nicht mehr", fügt Durst hinzu, der gestern die meisten der gestohlenen Artikel aus dem Lager in Lautertal neu herangefahren hat.

Bis auf zehn oder zwölf Produkte habe er alles wieder ersetzten können, das sei aber nicht so schlimm, die kleinen Dinge könne man den Besuchern auch in den Katalogen zeigen. Am meisten ärgere ihn jedoch, dass die bemalten Handmuster weg sind. "Das sind Unikate, die können wir so auf die Schnelle nicht mehr herstellen", sagt Holger Durst und fügt hinzu: "Wir müssen uns jetzt nothelfen." Ein paar Mädels hat er dafür mitgebracht, die jetzt wenigstens ein paar der Muster nochmal bemalen.

Außerdem wurden unter anderm zwei Teppiche, diverse Holzartikel, Kerzenhalter und Sportartikel wie Bowling- und Badmintonsets gestohlen. "Ich glaube nicht, das die Ware noch gefunden wird", ist Durst realistisch. Auch die Polizei machte ihm keine großen Hoffnungen.


Fürs nächste Jahr gelernt

Die Messeleitung habe nach dem Vorfall die Kontrollen und Sicherheitsvorkehrungen in der Halle verstärkt. Ebenfalls schwierig werde es für ihn, finanziell etwas zurückzuholen, meint Durst, dessen Artikel nicht versichert waren: "Ich gehe seit Jahren auf die Spielwarenmesse. Es ist noch nie was gewesen.

Künftig werde ich das natürlich versichern." Eine Hoffnung habe er aber: "Dadurch, dass der Fall jetzt bekannt geworden ist, hoffe ich, dass mal wieder Hand in Hand gearbeitet wird." Nächstes Jahr werde er seinen Stand mit Kameras ausstatten oder einen Sicherheitsdienst buchen, der dann vor dem Stand sitzt und die Ware bewacht, wie bei manch größeren Ausstellern auf der Messe.

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