Coburg
Bilanz

Fieberhaftes arbeiten wie im Rausch: 1. Coburger Hackathon CO:DE Rush

Gold Nuggets, Saloon und Countrymusik - am 23. und 24. November verwandelte sich die alte Pakethalle der Hauptpost in den wilden Westen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: Archiv
Foto: Archiv
+1 Bild

Die Digitalisierungsinitiative Zukunft.Coburg.Digital hatte zum 1. Coburger Hackathon unter dem Namen CO:DE Rush eingeladen. Dabei verfielen die Teilnehmer allerdings nicht dem Goldrausch wie im Amerika des 19. Jahrhunderts, sondern begaben sich auf die Suche nach einer kreativen und innovativen digitalen Lösung für Aufgabenstellungen, die von drei Unternehmen aus der Region gestellt wurden. Die enthusiastische Stimmung, das fieberhafte Arbeiten und die energiegeladene Atmosphäre während der zwei Tage war jedoch durchaus mit dem historischen Goldfieber vergleichbar.

Für die Aufgaben (sogenannte Challenges) stellten die HUK-Coburg, die Haba-Firmenfamilie aus Bad Rodach sowie die Firma Empiriecom aus Weismain den Teilnehmern des Hackathons unveröffentlichte Daten für kreative Ideen zur Verfügung. Doch nicht nur das: Neben den Daten brachten sie auch pro Challenge 2000 Euro Preisgeld für die jeweiligen Gewinner mit. Der Veranstalter dankt den drei Partnerunternehmen für ihre finanzielle und inhaltliche Unterstützung, ohne die der Hackathon nicht möglich gewesen wäre.

"Der Hackathon war eine supercoole Veranstaltung! Hervorragend organisiert, stimmiges Konzept, atmosphärische Umgebung. Von den Ergebnissen sind wir sehr beeindruckt. Wir stehen mit den Teams in weiterem Kontakt und wollen nächstes Jahr unbedingt wieder mit dabei sein!", sagte Alexander Sahler von der Haba-Firmengruppe.

Nachdem die Unternehmen am Freitagmittag ihre Themen vorgestellt hatten, formierten sich zehn Teams - einige hatten sich schon gemeinsam angemeldet, andere wiederum fanden sich als neu gemixtes Team aus Programmierern und Kreativen zusammen.

Ausgestattet mit Pinnwänden, Flipcharts, Laptops, Alexas, VR-Brillen, Tablets und Co. wurde von Freitagnachmittag bis Samstagabend diskutiert, konzipiert, gezeichnet, gecodet und gerendert - zum Teil die ganze Nacht hindurch. Einige nutzten die vom Veranstalter vorbereiteten Feldbetten und gönnten sich eine Mütze Schlaf im Schlafsack. Unterstützend zur Seite standen den Teilnehmern nicht nur Experten aus den Challenge-Firmen für fachliche Fragen, sondern auch die Startup-Coaches Natascha Naumann und Andreas Roppel aus München, die sowohl konzeptionellen Input gaben als auch die Teilnehmer gegen Ende bei der Erstellung ihrer Präsentation für den öffentlichen Pitch-Abend unterstützt haben.

Für Verschnaufpausen während der langen Arbeitsphasen sorgten das Yogastudio Yogate und die Medauschule mit Lockerungs- und Yogaübungen, eine Xbox mit VR-Brille für 3D-Spiele. Zur Stärkung lockte die Verpflegung mit Büfetts mittags und abends vom Hessenhof, ein Frühstück am Samstagmorgen und Backwaren zu den Kaffeezeiten der Bäckerei Feiler. Ganztägig standen Obstkörbe, süße Snacks, Wasser, Limonade, Engerydrinks und natürlich viel heißer Kaffee bereit.

"Der Hackathon hat mich durch seine gute Organisation und die interessanten Themenstellungen überzeugt. Trotz des Wettbewerbgedankens war die Stimmung sehr entspannt, so dass der Austausch mit anderen Teilnehmern - auch aus anderen Teams - offen und produktiv war. Nebenbei konnte ich daher auch neue Kontakte knüpfen und generell meine Arbeit im Team verbessern", sagte Sarem Seitz ein Teilnehmer.

Samstagabend um acht war Schluss - alle Finger weg von der Rechner-Tastatur. Den aktuellen Stand ihrer Idee stellten die Teams dem Publikum, der Konkurrenz und der Fachjury, bestehend aus einem Unternehmensvertreter der jeweiligen Challenge, Jochen Flohrschütz (Innovationsmanager Brose) und Prof. Christian Zagel (Innovationsmanager Adidas / Hochschule Coburg) vor. In ihren Pitches hatten sie fünf Minuten Zeit, um die Jury von der eigenen Idee zu überzeugen. Die Moderation übernahm Constantin Hirsch-Roppelt von Radio Eins, der mit viel technischem Sachverstand launig durch den Abend führte.

Das Thema der HUK-Coburg "Schaffe Kundennutzen aus Paymentdaten" bearbeiteten vier Teams - die "HUKCARES", die "Kaffeetrinker", das "Team Rocket" sowie ein Team des Coburger Hacker-Vereins Hackzogtum. Letzteres überzeugte die Jury am meisten und konnte die 2000 Euro mit nach Hause nehmen.

Bei der Haba-Challenge um virtuelle Raumerlebnisse trat das tech-orientierte Team "Sloughterin" gegen die kreativen Wilden von "Room-Boom" an. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Ansätze schien da eine Auswahl fast unmöglich, so dass Haba spontan zusätzliche 500 Euro für die Zweitplatzierten auslobte. Der Jurypreis ging am Ende an das Kreativteam mit seiner zielgruppengerechten Ausgestaltung der virtuellen Raumerlebnisse von Wehrfritz.

Bei der empiriecom-Challenge ("Spreche mit dem Onlineshop") präsentierten drei Teams "GOOGLE HOMEies", das Team MAC:RUSH und der Gewinner DAFFD ihre Ergebnisse. Sie gewannen mit ihrer Alexa-Programmierung für den Baur-Onlineshop nicht nur den Challenge-Preis, sondern auch den Publikumspreis. Ihnen spendete das Auditorium den meisten Applaus unter allen Teams und sie gewannen zusätzlich zu den 2000 Euro als Challengesieger auch noch drei kostenlose Monate im Coworking Space von Zukunft.Coburg.Digital in der Villa am Alten Schlachthof.

"Der Hackathon hat super Spaß gemacht und wir hatten ein mega Team! Verschiedene Persönlichkeiten und Fähigkeiten kamen zusammen und haben an den beiden Tagen toll zusammengearbeitet. Nächstes Jahr gerne wieder!", sagte Paulina Pilarzyk eine Teilnehmerin.

Nach der beeindruckenden Resonanz bei Teilnehmern und Partnern kündigte der Veranstalter Zukunft.Coburg.Digital noch am Veranstaltungsabend an, im nächsten Jahr wiederum einen Hackathon zu organisieren.

www.code-rush.de

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren