Bad Rodach
Leistung

Feuerwehrfrauen hatten eine Übung in Bad Rodach

Die Feuerwehren im Landkreis Coburg haben nur zehn Prozent Frauen. Die Landkreisführung würde dies gerne ändern, zum Beispiel mit spannenden Übungen.
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Genaue Anweisungen gab Einsatzleiter Diana Schultheiß (rechts). Da auch eine Türöffnung im Raum stand, musste eine Axt mit "ran".  Foto: Martin Rebhan
Genaue Anweisungen gab Einsatzleiter Diana Schultheiß (rechts). Da auch eine Türöffnung im Raum stand, musste eine Axt mit "ran". Foto: Martin Rebhan
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Ein nettes und charmantes Beiwerk sind sie schon lange nicht mehr. Vielmehr haben sie sich zu tragenden Säulen entwickelt: Frauen in den Feuerwehren. Im Oktober 1966 wurde vom Freistaat Bayern offiziell besiegelt, dass Frauen in den Feuerwehren aufgenommen werden dürfen. Im Landkreis Coburg ist die Quote der weiblichen Dienstleistenden auf zehn Prozent gestiegen. "Das ist zu wenig", meinte Kreisbrandrat Manfred Lorenz am Samstagnachmittag in Bad Rodach. "Es muss gelingen, noch mehr Frauen für den Feuerwehrdienst nicht nur zu begeistern, sondern ihnen auch die Angst vor dem Feuerwehrdienst zu nehmen", ergänzte Lorenz.

Ein Weg dahin soll über gemeinsame Übungen verschiedener Wehren führen, an denen bis auf wenige Ausnahmen nur Frauen teilnehmen. Eine solche Übung fand am Samstag in Bad Rodach statt. Um 16.20 Uhr schrillten in der Grund- und Hauptschule der Kurstadt die Sirenen und über den Lautsprecher wurde aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Angenommen wurde ein Brand in einem Klassenzimmer im zweiten Stock. Nur wenige Minuten später waren die etwa 20 weiblichen Einsatzkräfte aus der Kurstadt sowie aus Rossach, Niederfüllbach und Gestungshausen vor Ort, um eingeschlossene Personen zu retten und den Brand zu löschen. Die Einsatzleitung hatte Diana Schulheiß inne, die sich ruhig und sachlich mit der Situation auseinandersetzte, ihre Anweisungen gab und immer die Übersicht behielt, auch wenn sie die Örtlichkeiten und ihre Kameradinnen nicht kannte.

Keine Höhenangst

Dass hier unterschiedliche Wehren zusammenarbeiten mussten, stellte sich für den Betrachter als kein Hindernis dar. Ganz im Gegenteil. Die Damen zeigten nicht nur, dass sie das Handwerk beherrschen, sondern bewiesen auch, dass ihnen das Zusammenwirken alles andere als fremd ist. So war es kein Wunder, dass die zu rettenden Personen schnell gefunden und in Sicherheit gebracht wurden. Auch zeigten die Feuerwehrfrauen, dass sie keine Angst vor großen Höhen hatten, als es galt, das imaginäre Feuer auch über die ausgefahrene Drehleiter zu bekämpfen.

Die gelungene Übung sah sich nicht nur die Riege der Feuerwehr-Landkreisführung an, auch Landrat Sebastian Straubel sowie Bürgermeister Tobias Ehrlicher und sein Stellvertreter Ernst-Wilhelm Geiling ließen es nicht nehmen, sich von der Leistungsfähigkeit der Feuerwehrfrauen zu überzeugen. Allesamt zollten sie den Übungsteilnehmerinnen ihren höchsten Respekt.

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