Coburg
Musik

Festival lockt Hunderte auf den Coburger Albertsplatz

Zahlreichen Chören aus der Stadt und dem Landkreis Coburg wurde beim "Lokalklang" eine tolle Bühne geboten.
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Der Gesangverein Waldeslust 1901 Spittelstein hatte  am Sonntagvormittag den musikalischen Reigen eröffnet.Foto: Oliver Schmidt
Der Gesangverein Waldeslust 1901 Spittelstein hatte am Sonntagvormittag den musikalischen Reigen eröffnet.Foto: Oliver Schmidt
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Das Festival "Lokalklang" in Coburg hat eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. 2014 als eine Idee des bayernweiten Netzwerks "Stadtkultur" ins Leben gerufen, fand es am Sonntag bereits zum sechsten Mal statt - und dabei zum fünften Mal unter der Regie der Sängergruppe "Fränkische Krone".

Jens-Uwe Peter Vorsitzender der Sängergruppe, strahlte mit der Sonne um die Wette: Viele hundert Zuhörer waren bereits am Vormittag auf den Albertsplatz gekommen. Für ihn ist das Festival "Lokalklang" auch ein wichtiger Beitrag, um weiterhin möglichst vielen Menschen Lust auf Chorgesang zu machen. "Nachwuchsprobleme haben alle Vereine", sagt er recht nüchtern, um dann das mögliche Patentrezept zu nennen: "Wir bieten hier heute auch jungen Sängern eine Auftrittsmöglichkeit. Und eine solche Bestätigung ist doch für jeden wichtig, um sich weiter motivieren zu können."

Begonnen hatte das Festival mit einem anglikanischen Gottesdienst - schließlich stand auch dieser Tag im Zeichen der deutsch-britischen Feierlichkeiten zu den 200. Geburtstagen von Prinz Albert und Queen Victoria. Mitwirkende waren deshalb außer dem evangelischen Dekan Stefan Kirchberger noch Bischof Gerhard Meyer und Pfarrer Günther Thomann von der anglikanischen Kirche. Die musikalische Ausgestaltung übernahm Gary O'Conell. Und dann gab's Chormusik satt! Das Repertoire reichte von Beethovens Neunter ("Freude schöner Götterfunken") über Kinderlieder ("Ich wollt' ich wär' ein Huhn") und Heimatlieder ("Tief im Frankenwald") bis zu Modernem ("Conquest of Paradise"). Landrat Sebastian Straubel (CSU) hatte Recht, als er feststellte, dass der "Lokalklang" die ganze Bandbreite der Chöre zeige, die es im Coburger Land gibt. Straubel: "Tolle Veranstaltung, tolle Musik, tolles ehrenamtliches Engagement!"

OB Norbert Tessmer (SPD) schlug einen Bogen von Coburgs reicher Musiktradition (Melchior Frank, Johann Strauß) zur Gegenwart. Er dankte allen Mitwirkenden: "Sie machen heute erlebbar und hörbar, was Coburg musikalisch zu bieten hat." Und Tessmer freute sich noch aus einem anderen Grund: Beim besagten Netzwerk "Stadtkultur", das 2014 den Impuls für "Lokalklang" gab, ist Tessmer seit zehn Jahren Landesvorsitzender.

Mitwirkende: Waldeslust Spittelstein, Chor der Grundschule Creidlitz/Pestalozzischule, Chor Melchior-Franck-Schule/Schulhaus Scheuerfeld, Kinderchor "Die Schmetter-Linge", Chor Lutherschule/Grundschulen Einberg & Bad Rodach, Chor der Grundschule Weitramsdorf und der Heimatringschule/Gesangverein Weitramsdorf, "Just Kids", "Just Girls", Querbläser Sonnefeld, "Die Klangfänger", Vocalensemble Coburg.

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