Rödental
Stadtratssitzung

Feierstunde im Stadtrat Rödental

Der Mediziner Wolfgang Hasselkus und Blutspender wurden geehrt. Weiterhin ging es um die verkaufsoffenen Sonntage.
Artikel drucken Artikel einbetten
Dr. Wolfgang Hasselkus (links) wurde der Verdienstorden des FreistaatesBayern verliehen. Bürgermeister Marco Steiner würdigte die Verdienste des Mediziners im Rahmen der jüngsten Stadtratssitzung. Foto: Martin Rebhan
Dr. Wolfgang Hasselkus (links) wurde der Verdienstorden des FreistaatesBayern verliehen. Bürgermeister Marco Steiner würdigte die Verdienste des Mediziners im Rahmen der jüngsten Stadtratssitzung. Foto: Martin Rebhan
+2 Bilder
Von einer besonderen Ehrung konnte der Rödentaler Bürgermeister Marco Steiner in der Stadtratssitzung am Montag informieren. Dr. Wolfgang Hasselkus wurde durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder der Verdienstorden des Freistaates Bayern verliehen. Steiner
erinnerte daran, dass nur 2000 lebende Personen in Bayern diesen Orden tragen dürften. In der Stadtratssitzung würdigte Steiner das Wirken von Wolfgang Hasselkus, indem er die offizielle Laudatio verlas und ihm die Glückwünsche der Stadt aussprach.

In einer Pressemitteilung der Bayerischen Staatskanzlei heißt es: "Dr. Hasselkus praktiziert seit mehr als 37 Jahren als Arzt für Allgemeinmedizin in Rödental und begibt sich darüber hinaus seit mehr als drei Jahrzehnten mehrmals jährlich zu einem jeweils ca. vierwöchigen humanitären Hilfseinsatz für die Not leidende Bevölkerung der Karen in der Grenzregion zwischen Myanmar und Thailand, die sich auf der Flucht vor Terror und Gewalt durch die Truppen des in Myanmar herrschenden Militärregimes befindet. Herr Dr. Hasselkus leistet unter schwierigsten Bedingungen zum Teil in ihm fremden Fachbereichen ärztliche Hilfe und unterweist die Einheimischen in medizinischer Selbstversorgung. Im Laufe der Jahre hat er elf kleine mobile Kliniken und drei mobile Optikerwerkstätten zur Behandlung von Fehlsichtigkeit zur Verfügung gestellt, in denen jährlich ca. 60.000 Patienten behandelt werden. Herr Dr. Hasselkus schult vor Ort einheimische Mitarbeiter in Kriegschirurgie, Erster Hilfe bei Minenverletzungen und beim Aufbau von kleinen Projekten zur Produktion einheimischer Erzeugnisse. Darüber hinaus engagiert sich Herr Dr. Hasselkus vorbildlich für die Verbesserung der Lebenssituation hochbetagter Menschen in der Stadt Rödental sowie im Landkreis Coburg und im kommunalpolitischen Bereich als Stadtrat der Stadt Rödental und als Mitglied des Kreistags Coburg. Herr Dr. Wolfgang Hasselkus hat sich durch seine medizinischen und humanitären Hilfseinsätze für die Not leidende Bevölkerung der Karen und durch seinen selbstlosen unermüdlichen Einsatz für alte und pflegebedürftige Menschen in seiner Heimatstadt Rödental und im Coburger Land in hohem Maße um das allgemeine Wohl verdient gemacht und das Ansehen Bayerns und des bayerischen Volkes in Beispiel gebender Weise gemehrt. Herr Dr. Hasselkus hat sich mit seinem diversifizierten ehrenamtlichen Engagement hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und seine Bürgerinnen und Bürger erworben, die als Dank und Anerkennung mit dem Bayerischen Verdienstorden gewürdigt werden."

Zur guten Tradition gehört es in Rödental auch, Blutspender im Rahmen der Stadtratssitzung öffentlich zu ehren. Die Auszeichnungen konnten Andreas Müller für 25 Blutspenden, Kerstin Anlauft, Romuald Hartig, Silvia Evelyn Rauschert (50 Spenden) und Ulrich Wolf für seine 100 Blutspenden entgegennehmen. Nicht Anwesend waren Christian Weiß, Vanessa Greiner und Benjamin Kross, die 25 mal Blut gespendet haben.

In Rödental besteht eine Satzung, die die verkaufsoffenen Sonntage regelt. Nachdem diese "in die Tage" gekommen ist, beschäftigte sich der Stadtrat mit einer Neufassung. Nachdem verkaufsoffene Sonntage an Veranstaltungen mit überörtlicher Bedeutung gebunden sind, drohte in Rödental das Aus für den verkaufsoffenen Kirchweihsonntag. Grund dafür war, dass der Gewerbemarkt als eine
Veranstaltung mit überörtlicher Bedeutung abgesagt wurde. Ordnungsamtsleiterin Christine Weiß hatte eine Lösung. Sie informierte das Gremium darüber, dass die Rödentaler Hummel Manufaktur GmbH für den Kirchweihsonntag eine überregionale Messe plane, die dann wiederum ermögliche, einen verkaufsoffenen Sonntag zu gestatten. In diesem Zusammenhang verwies Christine Weiß darauf, dass der Ostermarkt und der damit verbundene verkaufsoffene Sonntag auf den Ostersonntag fallen könnten. Sie schlug daher vor, die Satzung entsprechend zu ändern, so dass die Veranstaltungen dann zwei Wochen vor dem Osterfest stattfinden.


Franke ist dagegen

Christoph Franke (SPD) sprach sich generell gegen verkaufsoffene Sonntage aus, da diese nur eine Verzerrung des Einkaufsverhaltens darstellten. Dem widersprach Bürgermeister Steiner (FW). Er verwies auf Gespräche mit teilnehmenden Firmen, die einen positiven Effekt der verkaufsoffenen Sonntage bezeugten. Mit einer Gegenstimme (Franke) wurde die Satzungsänderung angenommen.

Einstimmig beschloss der Stadtrat, dem Rechtsschutz-Gruppenversicherungsvertrag des Bayerischen Gemeindetages beizutreten. Auf Nachfrage von Thomas Lesch (SPD) erklärte Kämmerin Karin Beier, dass die Versicherung alle Bereiche bis auf das Verkehrsrecht abdecke.

Cathrin Minderlein (FW) machte darauf aufmerksam, dass am Friedhof in Einberg statt fünf nur noch drei Parkplätze zur Verfügung stehen. Sie regte an, wenigstes vier Parkplätze auszuweisen. Weiter machte sie auf die Verkehrssituation im Mühlweg aufmerksam. Hier müssten ihrer Meinung nach Parkplätze entfernt werden, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Ob es in Ordnung sei, dass in Oberwohlsbach ein Zirkus gastiert, wollte Ingrid Ott (CSU) wissen. Bauamtsleiter Günter Benning verwies darauf, dass der Zirkus auf einem Privatgelände seine Zelte aufgeschlagen habe. Nachgehen wolle man dem Hinweis, dass der Zirkusbetreiber "Haussammlungen" durchführt.


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren