Coburg
Fußball

FC Coburg gewinnt enges Derby

280 Zuschauer sahen ein packendes Spiel mit hohem Unterhaltungswert: Es gab zehn Verwarnungen und es fielen fünf Tore.
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Der Sturmlauf in der Schlussphase brachte den Spielern des FC Lichtenfels (weiße Trikots) nicht mehr den erhofften 3:3-Ausgleich. In dieser Szene nimmt Maximilian Pfadenhauer den Ball an um ihn an seinen Mitspieler Dennis Schunke (Nummer 11) zu passen. Coburgs Mannschaftskapitän Daniel Kimmel bleibt eng dran, greift aber nicht entscheidend ein. Hartmut Guhling und Gunther Czepera
Der Sturmlauf in der Schlussphase brachte den Spielern des FC Lichtenfels (weiße Trikots) nicht mehr den erhofften 3:3-Ausgleich. In dieser Szene nimmt Maximilian Pfadenhauer den Ball an um ihn an seinen Mitspieler Dennis Schunke (Nummer 11) zu passen. Coburgs Mannschaftskapitän Daniel Kimmel bleibt eng dran, greift aber nicht entscheidend ein. Hartmut Guhling und Gunther Czepera
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Ein äußerst umkämpftes und bis zum Schluss enges Landesligaderby haben sich der FC Lichtenfels und der FC Coburg geliefert. Mit 3:2 das bessere Ende für sich hatte der FCC, der erstmals eine Landesligapartie in der Korbstadt gewinnen konnte.

Wie verbissen beide Teams zu Werke gingen, dokumentieren zehn gelbe und eine gelbrote Karte. Und angesichts des Spielverlaufs konnte Lichtenfels-Trainer Oliver Müller ebenso mit einiger Berechtigung beklagten, dass seine Mannschaft "einen Punkt verdient gehabt hätte", wie sich FCC-Coach Lars Scheler zu Recht über einen "verdienten Sieg" freuen durfte. Seine Vestekicker haben damit auch ihr zweites Auswärtsspiel gewonnen und nun schon ebenso oft in der Fremde obsiegt wie in der gesamten Vorsaison.

Lichtenfels hingegen hat den Rundenstart komplett in den Sand gesetzt und rangiert vorerst punktlos auf dem letzten Tabellenplatz.

FC Lichtenfels - FC Coburg 2:3 (1:1)

Beide Mannschaften gingen mit erheblichen Personalproblemen in die Partie. Doch während die Verunsicherung der Gastgeber förmlich mit Händen zu greifen war, agierte Coburg - von der deftigen 0:4-Heimschlappe gegen Geesdorf vor Wochenfrist scheinbar unbeeindruckt - sofort überlegen und mit schnellen Kombinationen. Aus einer solchen resultierte der frühe Führungstreffer durch Marlon Schad, der auf Vorlage des angriffslustigen Rechtsverteidigers Lars Teuchert aus 14 Metern überlegt einnetzte (7.).

Aber der FCC verpasste es nachzusetzen, und Lichtenfels fightete sich mit langen Bällen vor allem auf den wieselflinken Christopher Schaller zurück ins Spiel. Der Linksaußen bereitete auch den Ausgleich vor, den Dennis Schunke nach zu kurzer Faustabwehr von FCC-Keeper Oleks Churilov volley erzielte (37.). Die Heimelf war dem Führungstreffer nun mehrfach nahe, aber Maximilian Pfadenhauer, Schaller, Schunke und Tobias Zollnhofer scheiterten vor und nach der Halbzeit knapp.

Vestekicker bekommen die Kurve

Dann aber neigte sich die Waagschale wieder dem FCC zu, und dies final: Teucherts flache Hereingabe von rechts verfehlte Adrian Guhling, doch Ricardo König stand goldrichtig und schoss seine Elf aus zehn Metern wieder in Front (59.). Und als der von Mittelfeldstratege Eric Heinze klug angespielte Guhling seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung versetzte und mit links via Innenpfosten ins lange Eck zum 1:3 traf (67.), war die Entscheidung gefallen.

Aber Coburg musste Bekanntschaft mit der geänderten Regelhandhabung machen, und es wurde nochmals knapp: Erst wurde im Sechzehner der Arm des sich wegdrehenden Teuchert angeschossen, und Zollnhofer verwandelte den Elfer eiskalt (74.). Dann sah der vom konsequent pfeifenden Referee Götz wegen Ballfesthaltens schon nach elf Minuten gelbverwarnte Rene Knie wegen eines Foulspiels Gelbrot (84.).

Aber auch in Unterzahl ließen die aufopferungsvoll verteidigenden Vestekicker, bei denen Davide Dilauro nach elf Monaten Verletzungspause sein Punktspiel-Comeback feierte, trotz vieler Standards keine echte Torchance mehr zu.

Diese konzentrierte Abwehrleistung in der Schlussphase hob Scheler besonders hervor: "Es ist überragend für unser Selbstbewusstsein, dass wir endlich einmal einen knappen Sieg über die Zeit gebracht haben." Ansonsten sah er Licht und Schatten: "Beginn und Schluss waren richtig gut, zwischenzeitlich haben wir uns aber leider etwas den Schneid abkaufen lassen und die Stabilität verloren."

Sein Gegenüber Müller trauerte den vergebenen Gelegenheiten nach: "Wir hätten vor der Halbzeit in Führung gehen können, gleich nach der Pause wurde uns zudem ein klarer Elfer verweigert. Unser Ziel, schnell in der Liga Fuß zu fassen und gut in die Saison zu starten, haben wir damit leider verfehlt."

Am Freitag gegen VfL Frohnlach

Für Coburg steht am Freitag um 19 Uhr mit dem Heimspiel gegen den VfL Frohnlach das nächste Derby-Highlight an, während Lichtenfels beim strauchelnden Titelaspiranten SV Alemannia Haibach endlich punkten will.

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