Coburg
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Faszination Oldtimer: Dixi-Treffen in Coburg

Zum Dixi-Treffen reisten am Wochenende 17 Automobile aus den 1920er Jahren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich nach Coburg an.
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Dixi-Treffen in CoburgFoto: Wolfgang Desombre
Dixi-Treffen in CoburgFoto: Wolfgang Desombre
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Der Dixi-Club München veranstaltete sein traditionelles Jahrestreffen diesmal in der Vestestadt Coburg. Dazu reisetn 17 dieser "Schnauferl" aus den 1920er Jahren aus ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich an.

Organisiert hatte die Ausfahrt der Coburger Konditormeister Wolfgang Schubart. Horst Frank hatte die Strecken ausgewählt.

Wolfgang Schubart ist ein Liebhaber von Oldtimern, und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass er auch einen solchen Dixi sein Eigen nennen kann.

Alle Farben und Facetten waren bei diesem Treffen dabei, und jedes Auto unterscheidet sich vom anderen. Es gebe so gut wie keine zwei baugleichen Fahrzeuge, erzählte Schubart. Bei der Motorleistung sei eine Strecke von 100 Kilometer schon eine Herausforderung. "Kommen wir überhaupt an?"

Für die Fahrt zum Dampflokmuseum nach Meiningen waren gut drei Stunden eingeplant, denn die mit einem 15 PS Motor ausgestatteten Dixis hatten mit der Strecke durch den Thüringer Wald bei langen Steigungen schon mal leichte Probleme.

Am Samstag stand eine Ausfahrt durch das Coburg Land auf dem Programm, und dabei konnten die Oldtimer am Vormittag auch bei einer Durchfahrtskontrolle auf dem Seßlacher Marktplatz bestaunt werden.

Zum Ende der Ausfahrt präsentierten die Teilnehmer ihre Schätzchen auf dem Coburger Schlossplatz. Bedingt durch die Unwetterwarnung war hier der Aufenthalt aber nur kurz, ehe die Besitzer ihre Schätze lieber in Sicherheit brachten.

Der Malermeister Andreas Camer aus Mühlhausen ist Besitzer von gleich fünf Dixis. Zum Teil aus Schrottfahrzeugen hat er im Laufe der letzten 40 Jahre sich die prächtigen Oldtimer zugelegt. Um Ersatzteile zu bekommen, müsse er durch ganz Deutschland reisen, erzählte er. Nur bei besonderen Anlässen, so Andreas Camer, würde er diese Schätzchen noch aus der Garage holen.

1896 wurde die "Fahrzeugfabrik Eisenach" eröffnet, und seitdem wird die thüringische Stadt mit den Markennamen Dixi, BMW, EMW, Ifa , Wartburg und Opel in Verbindung gebracht. Die Autofabrik wurde 1928 von BMW übernommen, nach dem Zweiten Weltkrieg planwirtschaftlich verstaatlicht und erhielt 1953 den endgültigen Namen - der VEB Automobilwerk Eisenach. Die Gründerjahre des Autoindustriestandorts werden auch "Dixi-Ära" bezeichnet oder das Werk liebevoll "Dixi-Werke" genannt.

Die ersten Modelle wurden 1904 gebaut und die letzten zwischen 1928 und 1929. Das bekannteste Modell war der Dixi 3/15, ein Lizenzbau des englischen Kleinwagens Austin 7. Um die Linkssteuerung zu ermöglichen, wurde der Dixi komplett seitenverkehrt nachgebaut, inklusive des Motors. Nach Übernahme durch BMW im Jahre 1929 wurde das Modell zur Limousine weiterentwickelt und in Berlin endmontiert. Als BMW Wartburg wurde der Dixi unverändert in Eisenach weitergebaut.


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