Bad Rodach
Familientriathlon

Fast wie bei den European Championships: Familientriathlon in Bad Rodach

Zum Mekka für Spaß-, Sport- und Sonnenhungrige wurde wieder einmal das Waldbad in Bad Rodach.
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Für die Schwimmer waren die ersten Meter die schwierigsten. Foto: Martin Rebhan
Für die Schwimmer waren die ersten Meter die schwierigsten. Foto: Martin Rebhan
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Was einst als "Haba-Triathlon" ins Leben gerufen worden war, avancierte in den vergangenen Jahren zum Familien-Spiel- und Bewegungstag", zu dem der Landkreis Coburg, die Stadt Bad Rodach und die Haba-Firmengruppe eingeladen hatten. Im Mittelpunkt des 14. Familientages stand wiederum der
Triathlon, bei dem es galt, 150 Meter schwimmend zurückzulegen, fünf Kilometer auf dem Fahrrad zu bewältigen und 1500 Meter auf Schusters Rappen dem Ziel entgegenzueilen. Das Konzept ging auf. Nicht nur eine große Zahl an Freizeitsportlern ging an den Start, sondern auch viele Familien ließen sich durch die zahlreichen Angebote im und auf dem Wasser sowie auf dem Gelände verwöhnen.

Erfreut zeigten sich Landrat Michael Busch und Bürgermeister Tobias Ehrlicher darüber, dass vor allem der sportliche Teil auf eine große Resonanz stieß. So gingen in diesem Jahr 35 Einzelstarter, 40 Familienstaffeln und 15 gemischte Staffeln an den Start. Als eine "tolle Sache" bezeichnete es Tobias
Ehrlicher, dass die Haba-Firmenfamilie im Rahmen ihres Projekts "80 Jahre, 80 gute Taten" für jeden sportlich zurückgelegten Kilometer einen Euro für die kommunale Kinder- und Jugendarbeit des Landkreises Coburg spendet. Michael Busch erläuterte hierzu, dass das Geld dafür verwendet werde, Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an Freizeiten zu ermöglichen, die sonst aus finanziellen Gründen zu Hause bleiben müssten. Er dankte Heike Habermaaß für dieses soziale Engagement.


Busch schickt Sportler los

Kurz nach zwölf Uhr war es dann soweit. Landrat Busch schickte die erste Gruppe der Schwimmer mit
dem üblich Kommando "Auf die Plätze, fertig, los!" auf die Strecke. Auch Heike Habermaaß ließ es sich nicht nehmen, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Mit ihren Kollegen Jonas Wenzel und Christoph Kirchner ging sie als Läuferin im Mix-Wettbewerb an den Start. Dass am Ende der Sieg heraussprang, war eine hervorragende Teamarbeit.

Für alle Teilnehmer galt aber eines: Teilnahme ist wichtiger als Sieg. So sah es auch die 13-jährige Anna Mitzel aus Weidach, die zusammen mit ihrer Schwester Sofia und Mia Werner ebenfalls im Mix-Wettbewerb startete. Auch wenn "der olympische Gedanke" im Vordergrund stand, fieberte sie als Läuferin darauf, dass sie endlich auf die Strecke durfte. "Ich bin ganz schön aufgeregt", gab sie unumwunden zu. Ihr Gesichtsausdruck erhellte sich deutlich, als sie Mia Werner auf dem Fahrrad
auf sich zukommen sah. Angesichts des anhaltenden Hochsommerwetters gab es für die Schwimmer "nichts zu meckern". Die Wassertemperatur ist mild. "Altgediente" erinnerten sich aber auch daran, dass das Wasser schon einmal unangenehme 13 Grad hatte.


Abwechslungsreiches Rahmenprogramm

Neben dem Sport konnten sich die zahlreichen Gäste den Tag sehr gut vertreiben. Ein abwechslungsreiches Spiele- und Bewegungsprogramm sorgte dafür, dass keine Langeweile aufkam. Besonders hatte es den Besuchern des Aktionstages die Schaumkanone des Thermalbades angetan. Viele ließen sich gerne von oben bis unten "einseifen". Auf dem Wasser standen Kajaks und sogenannte Aquazorbs (große, durchsichtige mit Luft gefüllte Plastikbälle) zur Verfügung. Letztere zeigten den großen und kleinen Benutzern auf elegante Weise, dass Wasser keine Balken hat. Weiter konnte man beim Bullriding beweisen, dass man gut im Sattel sitzt. Für Spaß sorgten auch die Riesenrutsche und ein "Bungee Run".


Früher Dienstbeginn

Mit der Resonanz zeigte sich Landrat Michael Busch äußerst zufrieden. Das Ziel, einen Tag für die gesamte Familie zu schaffen, sei voll und ganz erreicht worden. Busch versäumte es nicht, sich bei den zahlreichen Helfern zu bedanken. Sie machten durch ihren unermüdlichen Einsatz das Ereignis erst möglich. Welcher organisatorische Kraftakt hinter dem Projekt steht, wurde deutlich, als Nathalie Dikomey (Familienbüro Landratsamt) berichtete, dass für die Mitarbeiter aus dem Landratsamt am Sonntag um 6.30 Uhr schon "Dienstbeginn" gewesen sei.


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