LKR Coburg
Vereidigung

"Fast-jugendlich", dieser neue Coburger Landrat

Was Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz dem neuen Coburger Landrat, Sebastian Straubel (CSU/Landvolk), mit auf den Weg gegeben hat.
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Kreistags-Alterspräsident Jürgen Petrautzki (rechts) vereidigt Sebastian Straubel als neuen Coburger Landrat. - Foto: Berthold Köhler
Kreistags-Alterspräsident Jürgen Petrautzki (rechts) vereidigt Sebastian Straubel als neuen Coburger Landrat. - Foto: Berthold Köhler
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Acht Arbeitstage, zwei Sitzungen von Kreisausschüssen und etliche anderweitige Gespräche hat er schon hinter sich - aber seit gestern, kurz vor halb eins, ist Sebastian Straubel (CSU/Landvolk) so richtig drin im Amt des Coburger Landrates. Vereidigt wurde der Nachfolger von Michael Busch (SPD) von seinem Parteikollegen Jürgen Petrautzki, mit 75 Jahren ältestes anwesendes Mitglied des Coburger Kreistages.

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Der ungewöhnliche Zeitpunkt - 12.06 Uhr war es, als Straubel die Sitzung des Kreistages eröffnete - der Vereidigung war dem Ehrengast geschuldet: Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz wollte es sich nicht nehmen lassen, zur Amtsführung des neuen Coburger Landrates persönlich zu sprechen. Dem Zeitplan der Regierungspräsidentin angepasst, fand deshalb die Kreistagssitzung zur Mittagsstunde statt.

Eine Feststellung, die bereits bei der Verabschiedung von Michael Busch im vergangenen Jahr getroffen wurde, war Piwernetz auch gestern wichtig: "Der Landrat ist eines der schönsten Ämter, die es in der bayerischen Politik und Verwaltung gibt." Nirgendwo anders seien die Möglichkeiten, aktiv etwas zu gestalten, so groß wie an der Spitze einer Landkreisverwaltung. Natürlich war auch das "fast-jugendliche Alter", das Heidrun Piwertz dem neuen Landrat attestierte, ein Thema für die Regierungspräsidentin. Der jüngste Landrat Bayerns, wusste Piwernetz, ist der 35-Jährige damit nicht: Der Traunsteiner Landrat, Siegfried Walch (CSU), ist ein Jahr jünger. Dennoch zeigte sich die Regierungspräsidentin überzeugt davon, dass Sebastian Straubel "gut vorbereitet" in sein neues Amt geht. Vier Jahre als Bürgermeister in Lautertal und die im Herbst erfolgte Wahl in den Bezirkstag seien eine gute Basis.

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In seiner kurzen Antrittsrede betonte Sebastian Straubel seinen parteiübergreifenden Ansatz - nicht nur, indem er seinen Mitbewerbern noch einmal für einen fairen Wahlkampf dankte. Alle, die sich für das Amt des Landrates bewarben, habe geeint: "Wir wollen auch in Zukunft das Beste für die Region und die Menschen im Landkreis Coburg erreichen." Dazu gehöre es auch, die Ehrenamtlichen in allen gesellschaftlichen Bereichen zu stärken. Denn die seien, betonte der Landrat, "der soziale Kitt unserer Gesellschaft". Als weitere große Herausforderungen, die auf den Landkreis zukommen, bezeichnete Sebastian Straubel die Zukunft der Gesundheitsversorgung, Digitalisierung und Infrastruktur sowie den Öffentlichen Nahverkehr.

Der Landkreis steht ganz gut da

Der neue Landrat ließ durchblicken, dass er nach einer seit dem Zweiten Weltkrieg währenden SPD-Ära den Landkreis offensichtlich nicht komplett umkrempeln will. Es sei wahrlich nicht alles schlecht gelaufen in den vergangenen Jahren, betonte Straubel: "Der Landkreis Coburg steht an vielen Stellen blendend da."

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