Weischau
Fasching

Faschingstrubel in der "Weischicher City"

Die Narren im kleinen Weischau feierten eine bunte Party. Bissig und frech nahmen sie die Kommunalpolitik aufs Korn.
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Vom CSU-Wagen winkte Landrat Sebastian Straubel als Zirkusdirektor. Foto: Alexandra Kemnitzer
Vom CSU-Wagen winkte Landrat Sebastian Straubel als Zirkusdirektor. Foto: Alexandra Kemnitzer
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Eine Gaudi für Teilnehmer und für Zuschauer war auch heuer wieder der Faschingsumzug im Sonnefelder Ortsteil Weischau. Dieser wurde von der Dorfgemeinschaft zum 13. Mal veranstaltet und hat an seiner Attraktivität nichts verloren. Trotz trüben Wetters herrschte beste Faschingsstimmung in der "Weischicher City".

Damit das närrische Treiben wieder ein Erfolg wird, hatten sich die Verantwortlichen mächtig ins Zeug gelegt: Pünktlich um 13.33 Uhr setzte sich der Gaudiwurm in Bewegung. Viele Besucher hatten sich schon lange vor dem Start einen guten Platz gesichert.

Drei Wochen lang alles vorbereitet

Ein etwa 20-köpfiges Helferteam versorgte die großen und kleinen Jecken mit Bratwürsten, Faschingskrapfen und anderen kulinarischen Schmankerln samt passender Getränke, so dass es sich nach dem Umzug noch lange in Weischau aushalten ließ. "Mit unserer Planung haben wir heuer am 8. Februar begonnen", erzählt Organisator Jörg Faber, der zugleich Weischaus Ortssprecher ist. Rund zehn Gruppen bildeten dann den Festumzug.

Auch in diesem Jahr wurden wieder aktuelle Themen und anstehende Ereignisse als Motto für die Wagen hergenommen. So wurde beispielsweise noch einmal die Landratswahl beleuchtet, wie auch die Situation der Landwirte nach dem Volksbegehren für mehr Artenvielfalt "Rettet die Bienen".

Spekuliert werden durfte über "Weischicher-Kriminalfälle", denn gleich ein ganzer Wagen war voller Ganoven mit schwarzen Masken, die verdächtig viele Zigarettenschachteln mit sich führten und mit dem Slogan "Weischau wird zum Luftkurort - der Zigarettenautomat ist fort!" warben.

Ganz in Gold

Gekonnt wurden die Themenwagen durch ideenreiche Dekorationen und Spruchplakate in Szene gesetzt, darunter "Die Wasserraten werden abkassiert, ob auf der Baustelle auch was passiert?"

"Pro Wagen werden zwischen zehn und 30 Stunden aufgewendet", erklärt Faber, der sich heuer für ein komplett goldenes Outfit entschieden hatte. Kurz bevor sich der Zug in Bewegung setzte, puderte er sogar noch einmal sein goldgeschminktes Gesicht nach. Auch sein Gefährt, mit dem der Zug angeführt wurde, war ganz in Gold gehüllt. Dies hat auch einen bestimmten Grund, denn er durfte den amtierenden Weinkönig Sebastian (Bauersachs) chauffieren, der sonst ebenfalls ein goldenes Auto fährt und während des Umzugs an die Menge Wein ausschenkte.

Neben Bürgermeister Michael Keilich war auch Landrat Sebastian Straubel mit dabei und winkte als Zirkusdirektor den etwa 350 Besuchern zu. Neben den Weischauern nahmen Gruppen aus der Gemeinde Sonnefeld und Untersiemau teil. Erstmals war auch Steinrod mit von der Partie.

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