Coburg
Wirtschaft

Fahnen Koch in Coburg stellt Insolvenzantrag

Das traditionreiche Unternehmen soll aber gerettet werden. Der vorläufige Insolvenzverwalter sucht deshalb bereits nach einem Investor.
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Fahnen Koch in der Querstraße
Fahnen Koch in der Querstraße
Die traditionsreiche Firma Fahnen Koch in der Coburger Querstraße hat einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Das bestätigte am Montag auf Anfrage der Würzburger Rechtsanwalt Christian Stunz, der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden ist. Wie Stunz erklärte, sei eine Fortführung des Geschäftsbetriebs in der Vestestadt das erklärte Ziel seiner Rettungsbemühungen.

Erste Gespräche mit möglichen Investoren habe es bereits gegeben. "Wir sind auf einem guten Weg", sagte der Anwalt, der sowohl die Motivation der aktuell noch fünf Mitarbeiter lobt als auch die qualitativ hochwertigen Produkte aus dem Hause Fahnen Koch: "Es gibt wenige Hersteller in Deutschland, die dieses Handwerk noch beherrschen ." Zu den möglichen Gründen, warum der Traditionsbetrieb in Schwierigkeiten gekommen ist, konnte und wollte Christian Stunz zunächst noch nichts sagen.

/>Ehemaliger Hoflieferant

Fahnen Koch, 1857 in Sonneberg gegründet und noch im selben Jahr nach Coburg gezogen, war einst Hoflieferant des Coburger Herzogshauses. Die Firma spezialisierte sich anfänglich auf gestickte Fahnen und auf das
textile Kunsthandwerk. In den 1980er Jahren erweiterte sich die Firma um eine Druckerei, 2002 entstand in Eisfeld ein zweiter Betrieb, in dem Fahnen gedruckt werden. Zuletzt beschäftigte Fahnen Koch noch fünf Mitarbeiter.


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