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Wildenheid
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Evangelische Kinder machen in Wildenheid bei den Sternsingern mit

In Wildenheid wird die Ökumene praktiziert. Deshalb gehen dort evangelische Kinder als Sternsinger von Haus zu Haus, bitten um eine Spende und bringen den Segen "Christus mansionem benedicat".
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Lara Roschlau, Manuela Kotschenreuther, Talida Reumschüssel und Isabel Fleischmann besuchen hier die Vertrauensfrau des Kirchenvorstands, Eva Grempel.  Foto: Manja von Nida
Lara Roschlau, Manuela Kotschenreuther, Talida Reumschüssel und Isabel Fleischmann besuchen hier die Vertrauensfrau des Kirchenvorstands, Eva Grempel. Foto: Manja von Nida
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"Ihr bringt Segen und ihr seid ein Segen", mit diesen Worten wurden 20 Mädchen und Jungen sowie ihre erwachsenen Begleiter nach dem Aussendungsgottesdienst in der Friedenskirche als Sternsinger in drei Gruppen auf den Weg geschickt. Lara Roschlau, Isabel Fleischmann und Talida Reumschüssel steuerten mit Manuela Kotschenreuther, die sich beim Kindergottesdienst sowie in der kirchlichen Kinderarbeit engagiert, gleich die ersten Häuser am Waldfriedensee an. "Das Kindlein hat uns angelacht, es kam als Licht in unsere Nacht. Dieses Licht wollen wir zu euch bringen. Wir ziehen von Haus zu Haus und rufen seine Botschaft aus. Darum helft mit, fangt an zu teilen, dann werden viele Wunden heilen.
Diesem Hause Gottes Segen, Glück auf allen euren Wegen", sangen und dichteten sie.

Auch bei Familie Grempel schauten die Dreikönigskinder vorbei und schrieben mit Kreise an die Tür "20*C+M+B+16" (Christus segne dieses Haus - Christus mansionem benedicat).
Während die zwölfjährige Isabell als Sternträgerin erstmals dabei war, trug Lara, neun Jahre, die Sammeldose. "Ich mache dieses Jahr schon zum dritten Mal mit und es macht mir wirklich richtig Spaß. Aber ich muss heute einen Ferientag dafür opfern. Aber dafür helfen wir anderen Kindern und dann ist das nicht so schlimm", flüsterte Lara.


Spende und süße Wegzehrung

Talida zog heuer das zweite Mal mit und es machte ihr richtig Spaß, dabei zu sein. "Die Leute warten schon auf uns und sind sehr freundlich." Das gefiel der zwölfjährigen Talida. Wie Eva Grempel, so füllten auch viele Bewohner die Sammeldosen und reichten den Kindern eine süße Wegzehrung dazu.

Wie einst die drei Weisen aus dem Morgenland dem Stern von Bethlehem folgten, zogen in diesen Tagen bundesweit rund 330 000 Sternsinger durch die Straßen ihrer Gemeinden und brachten den Menschen Gottes Segen. Seit fast 60 Jahren findet die Aktion "Dreikönigssingen" weltweit statt, deren Träger das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der "Bund der Deutschen Katholischen Jugend" sind. Bei dieser inzwischen weltweit größten Kinder-Solidaritätsaktion bitten Kinder, als Heilige Drei Könige verkleidet, um Spenden für benachteiligte Altersgenossen. Mit dem Erlös werden weltweit Projekte auf den Gebieten der Bildung, Gesundheit, Ernährung, Nothilfe, sozialen Integration und Seelsorge gefördert.


Schon die 19. Teilnahme

Auch in der evangelischen Kirchengemeinde (KG) Wildenheid-Meilschnitz machten sich am Dreikönigstag bereits zum 19. Mal Sternsinger-Kinder auf den Weg durch Wildenheid und Meilschnitz. Obgleich der humanitäre Brauch zunächst in katholischen Pfarrgemeinden erfolgte, war der Kirchenvorstand (KV) von Wildenheid-Meilschnitz begeistert mitzuwirken, zumal in Neustadt die Ökumene gelebt wird. Unter dem damaligen Pfarrer Stefan Lipfert nahm der KV die Sternsinger-Aktion 1997 in sein Jahresprogramm auf. Vertrauensfrau des KV Eva Grempel zählte schon damals zum Gründungsgremium. "Wir hatten damals überlegt, dass wir als evangelische Kirchengemeinde auch mitmachen könnten."

Der Erlös wird auch in diesem Jahr wieder der Igumbilo-Mädchenschule in Chimala zukommen, dem Partnerdekanat des Dekanats Coburg, und zwar für die Errichtung einer Bibliothek.
Viel Lob erhielten die Kinder bei der Andacht zuvor von den Lektorinnen für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Sterne zählten in der alten Zeit zu den Gotteszeichen, hörten die Kinder in der Kirche. Die Bedeutung sei: Gott wolle sich mit den Menschen versöhnen und ihnen nahe sein.

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