Herreth
Wetter

Es brannte im Wald zwischen den Landkreisen Coburg und Lichtenfels

Ein Brand am Montag zwischen Herreth und Draisdorf hat wohl mit dem ungewöhnlich trockenen Februar zu tun. Auslöser war ein sogenanntes Nutzfeuer.
Artikel drucken Artikel einbetten
40 Rettungskräfte waren am Montag zwischen Draisdorf und Herreth unterwegs, um das Feuer im Wald zu löschen. Foto: Michael Stelzner
40 Rettungskräfte waren am Montag zwischen Draisdorf und Herreth unterwegs, um das Feuer im Wald zu löschen. Foto: Michael Stelzner
+4 Bilder

Der Februar war ein wenig wie der vergangene Sommer: viel zu trocken. An der Wetterstation Bad Staffelstein wurde seit dem 12. Februar kein Niederschlag mehr aufgezeichnet, bis auf eine winzige Menge von 0,2 Litern pro Quadratmeter am 19. Februar. Deutschlandweit kamen im Schnitt 30 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen, was auch schon deutlich unter dem sonst üblichen Schnitt von 49 Litern liegt. Doch in Bad Staffelstein war es noch einmal deutlich trockener. Nur 14,5 Liter fielen pro Quadratmeter.

Für Waldarbeiten ist ein trockener Boden günstig, sinken Arbeitsgeräte und Fahrzeuge doch nicht so tief ein. Am Montag kam es zwischen Herreth und Draisdorf zu einem Waldbrand. Vermutlich nutzen die Waldbesitzer die bis gestern Mittag herrschende Trockenheit für Arbeiten im Forst und entfachten dabei ein sogenanntes Nutzfeuer. Holzreste werden dabei - ganz legal - verbrannt. Eines dieser Feuer ist wohl noch einmal aufgeflammt. Der starke Wind mit stürmischen Böen sorgte dafür, dass sich die Glut verteilte, die auf dem trockenen Boden viel Nahrung in Form von Laub und trockenem Holz fand.

40 Mann bekämpften das Feuer

Die Feuerwehren aus Herreth, Kaltenbrunn und Bad Staffelstein rückten aus. Dazu war ein Radlader vor Ort und ein Krankenwagen, falls Feuerwehrleute bei dem Einsatz verletzt werden würden. Etwa 40 Mann bekämpften das Feuer. Der Brand war schnell unter Kontrolle, doch es dauerte rund zwei Stunden, bis alles abgelöscht war.

Im Winter fällt es nicht so schnell auf wie im Sommer, wenn das Wetter deutlich in Extreme abdriftet. Denn die durchschnittliche Temperatur von 2,3 Grad im Monat Februar erscheint einem immer noch niedrig, da fällt es kaum auf, dass der Wert fast zwei Grad über dem langjährigen Mittel von 0,4 Grad liegt. Deutschlandweit gemittelt war es sogar noch etwas wärmer. 3,9 Grad verzeichneten die Meteorologen.

So früh gesät wie nie zuvor

"Wir haben noch keine Vegetationsperiode, doch man merkt sehr, wie viel Wasser auf den Feldern fehlt", sagt BBV-Geschäftsführer Hans-Jürgen Rebelein. Die Bauern könnten schon früh mit einigen Arbeiten beginnen, die sonst später anstanden: "Weil der Boden so trocken ist, habe ich schon mit dem Aussäen angefangen. Seit 1987 betreibe ich Landwirtschaft und noch nie konnte ich damit so früh beginnen wie in diesem Jahr."

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren