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Coburg
Tierschutz

Erschossene Taube in Coburg - jetzt schaltet sich Peta ein

Der Tod einer Coburger Stadttaube soll nicht ungesühnt bleiben. Die Tierrechtsorganisation Peta bittet wie die Polizei um Zeugenhinweise.
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Stadttauben sind oftmals nicht gerne gesehen. Foto: Arne Bänsch/dpa
Stadttauben sind oftmals nicht gerne gesehen. Foto: Arne Bänsch/dpa

Am späten Sonntagvormittag fanden Beamten der Polizeiinspektion Coburg eine Taube in der Löwenstraße, die ganz offensichtlich erschossen worden war. Eine Anwohnerin in der Badgasse hatte der Polizei gemeldet, sie habe zwei Schüsse gehört. Während die Polizei derzeit den Täter ermittelt, hat sich am Mittwoch die Tierrechtsorganisation Peta gemeldet. In einer Pressemitteilung heißt es: "Um die Tat aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die den Tierquäler überführen."

Was dahinter steckt, erläutert Judith Pein im Namen von Peta: "Der Unbekannte, der die Taube erschossen hat, muss gefunden werden, bevor noch weitere Tiere oder Menschen verletzt werden. Auch Vögel müssen vor derartigen Übergriffen geschützt werden. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Suche nach dem Täter unterstützen und Menschen für das Thema Tierquälerei sensibilisieren. Funde von weiteren erschossenen Tauben sollten unbedingt bei der Polizei angezeigt werden. Wer Tiere zum Spaß quält, schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten an Menschen zurück."

Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes, und könne mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Zudem seien sich Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: "Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält."

Peta nimmt Hinweise auf den Täter telefonisch unter 0711/8605910 oder per E-Mail an whistleblower@peta.de entgegen - auch anonym. Die Polizeiinspektion Coburg bittet um Hinweise unter der Nummer 09561/6450.