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Coburg
Weihnachtsfeier

Engel, Majestäten und Broadway

Alle Jahre wieder feiert Coburg "Die Weihnacht der Generationen". In ihrem Jubiläumsjahr durften Queen Victoria und Prinz Albert nicht fehlen.
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Moderator des Nachmittags, Wolfgang Doischer (links) bedankte sich beim königlichen Besuch mit einem herrlichen  Blumenstrauß für Queen Victoria (Lou Leimeister), begleitet von Prinzgemahl Albert (Jerry Paramo). Foto: Manja von Nida
Moderator des Nachmittags, Wolfgang Doischer (links) bedankte sich beim königlichen Besuch mit einem herrlichen Blumenstrauß für Queen Victoria (Lou Leimeister), begleitet von Prinzgemahl Albert (Jerry Paramo). Foto: Manja von Nida
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Die traditionelle "Weihnacht der Generationen" der Stadt Coburg wurde von Coburgs Junggebliebenen dankbar angenommen. Am Samstagnachmittag ließen sich fast fünfhundert Besucher von dieser liebevoll gestalteten Weihnachtsfeier im Kongresshaus auf die immer näher rückende Weihnacht zauberhaft einstimmen.

Heuer präsentierte sich das weihnachtliche Fest wahrlich königlich: Die 200-jährigen Geburtstagskinder, das Traumpaar-Double "Ihre königliche Hoheit Queen Victoria und Ihr Prinzgemahl Albert von Coburg-Sachsen und Gotha", schritten unter musikalischen Klängen der Werkskapelle der SÜC, unter der Leitung von Kapellmeister Manfred Deinhart, anmutig zur Bühne. Denn als Überbringer des deutschen Brauchs habe Prinz Albert einen Weihnachtsbaum in Großbritannien aufstellen lassen, erinnerte Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD). Bilder davon gebe es bei der königlichen Familie bereits seit 1848.

"Die Adventszeit ist also eine Zeit, in der man Zeit hat, darüber nachzudenken, wofür es sich lohnt, sich Zeit zu nehmen", mit diesen lyrischen Worten von Gudrun Kropp begrüßte Thomas Nowak im Namen der Stadt Coburg und des Seniorenbeirats. Die Feier solle Gelegenheit geben, ein bisschen der Alltagshektik zu entfliehen. "Genießen Sie das", wünschte Nowak und dankte allen, die diesen Nachmittag ermöglicht haben: den Ehrenamtlichen des Seniorenbeirats, den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, den Künstlern und Sponsoren. Dann übergab Nowak die Moderation an Wolfgang Doischer vom Seniorenbeirat, der charmant durch den Nachmittag führte.

Das Bürglaß-Tanzstudio mit Leiterin Agnes Mirska-Bihler erfreute mit fröhlich "Getanzten Weihnachtsbildern". Die flinke Frau Holle schüttelte graziös das Kissen und ein sportlicher Nikolaus mit Kugelbauch fegte mit Leichtigkeit über die Bühne. Es wurde aufregend gesteppt, getanzt und gewirbelt. Und der Dampfer schipperte auf seiner Reise alle zum Broadway nach New York. Auch das Ballettstudio Karen Spreitzer-Breyer präsentierte sich mit anmutigen, zauberhaften Beiträgen.

In Mundart, der typischen Coburger Sprache, brachte Heide Braunschmidt vom Seniorenbeirat etwas zum Schmunzeln mit: Die Geschichte vom "Zahn-Schorsch". Das Coburger Christkind (Femke Freya Flessa) verkündete: "Die Geschichten von Engeln ohne Flügel entsprechen der Wahrheit. Engel, die für euch Menschen ihre Flügel, ihren magischen Sternenstaub und ihre Unsterblichkeit aufgegeben haben. Engel, die auf die Erde kamen, um euch Menschen zu helfen".

Es seien Engel, die wie ganz normale Menschen aussehen würden, mit viel, viel Herz, Charakter, Kraft und Ausstrahlung. Engel ohne Flügel gebe es in vielen Variationen: Schutzengel, die aufpassen, Weihnachtsengel, die die Freude und den Zauber von Weihnachten verbreiten, Engel in Uniform und Engel, die immer für einen da seien. "Man kann sie überall treffen, unabhängig von der Weihnachtszeit. Denn es gibt Menschen mit Engelsgaben: Geduld, Freundlichkeit, Achtsamkeit, Hilfsbereitschaft und Herzgefühle".

Kapellmeister Manfred Deinhart leitete nicht nur seine Musiker, sondern beim Singen wohlbekannter Weihnachtslieder den gesamten Saal. Seine Enkelin Annika erfreute und begeisterte mit ihrer Engelsstimme.

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