Coburg
Vorbereitung

Endspurt zur Eröffnung der Markthalle

Eine "spannende Mischung" aus regionalen Produkten und Mode will die Coburger Markthalle anbieten. Am Freitag, 8. September, wird sie eröffnet.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bei der Bäckerei, gleich nach dem Eingang zur Markthalle, werden die Kaffeevollautomaten installiert und die Vitrine geputzt.  Foto: Ulrike Nauer
Bei der Bäckerei, gleich nach dem Eingang zur Markthalle, werden die Kaffeevollautomaten installiert und die Vitrine geputzt. Foto: Ulrike Nauer
+6 Bilder
Noch sind drei Tage Zeit, bis die Geschäfte in der nagelneuen Coburger Markthalle ihren regulären Betrieb aufnehmen. Aber die weit offene Tür am Albertsplatz erlaubt auch schon am Montag einen kurzen Blick in Coburgs neue Einkaufsattraktion. Handwerker wuseln bunt durcheinander: Der eine schraubt an der Decke, zwei andere sind mit dem Einbau einer Verkaufstheke beschäftigt. Bei der Bäckerei, gleich links nach dem Eingang, stehen bereits die Kaffeevollautomaten. Eine Mitarbeiterin bringt die lange Glasvitrine auf Hochglanz. Überall türmen sich Pappkartons und Plastikfolien.
Am Freitag, Punkt 9 Uhr, muss alles fertig sein, denn dann wird Werner Häfele, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Markthalle Coburg GmbH, zur offiziellen Eröffnung schreiten. Was erwartet die Coburger in der neuen Markthalle? Eine "spannende Mischung aus Genuss und Mode" verspricht der Betreiber. Auf rund 1200 Quadratmetern werden mitten in der Stadt Obst und Gemüse, Käse, Säfte und Brände, Pralinen und Schokolade, Brot und Brötchen, Eis, Sushi und viele weitere Köstlichkeiten von Lebensmittelhandwerkern, Feinkosthändlern und regionalen Produzenten aus der Genussregion Coburger Land angeboten. Ergänzt wird das kulinarische Angebot durch individuelle Mode und Lifestyle-Produkte für Damen und Herren.
In der Markthalle Coburg lassen sich die Vorteile eines Wochenmarktes mit der Behaglichkeit und Übersichtlichkeit eines Tante-Emma-Ladens kombinieren - alles im Trockenen und unter einem Dach. Wer nach dem Einkauf eine Verschnaufpause braucht, dem stehen Sitzmöglichkeiten direkt unter dem Glasdach zur Verfügung.
Mit dem Angebot regionaler Produkte aus dem Erzeuger-Netzwerk "Genussregion Coburger Land" gebe es erstmals die Möglichkeit, Produkte unterschiedlicher Produzenten nicht nur beim Erzeuger-Markt jeden Samstag im Steinweg, sondern immer frisch an einem Ort zu kaufen und sich kompetent beraten zu lassen, fasst Regionalmanager Stefan Hinterleitner zusammen. Das Netzwerk plane regelmäßige Verköstigungen und Sonderaktionen mit Erzeugern in der Markthalle.
Zum Markthallen-Konzept gehören auch vielfältige Veranstaltungen rund um Kulinarik, Mode und Kultur. Schon einen Tag nach der offiziellen Eröffnung, am Samstag, 9. September, beteiligen sich die Markthallen-Anbieter zum Beispiel an der Coburger Museumsnacht. Zaubergeiger Giakomo wird auf seiner von innen beleuchteten Glasvioline mit Laser-Handschuhen Ausschnitte seines Programms "Future Violin" zum Besten geben.


Flexible Einteilung möglich

Die Großzügigkeit der Hauptfläche lässt eine flexible Standeinteilung zu. Durch den Einbau einer Trennwand mit 34 Glaselementen können die einzelnen "Stände" voneinander unabhängig öffnen. Handel und Gastronomie sind deshalb - jeweils unabhängig voneinander - von 6 Uhr morgens bis 23 Uhr abends für ihre Kunden und Gäste da.
2015 hatte der Coburger Stadtrat die Weichen für die Entwicklung der Gewerbefläche am Albertsplatz zu einer Markhalle gestellt. Eine Betreibergesellschaft wurde gegründet und Werner Häfele zum Geschäftsführer bestimmt. Häfele betreibt selbst erfolgreich 17 Metzgereien im Raum Stuttgart und eine Markthalle in Winnenden bei Stuttgart, kennt also das Geschäft von Grund auf.
Zusammen mit der Stadtentwicklungsgesellschaft Coburg hatten wichtige Partner und Unterstützer wie die Stadt Coburg, die IHK und die Stadt und Land aktiv GmbH an der Entwicklung einer Markthalle gearbeitet. "Wir haben damit gemeinsam einen mutigen, wenn auch nicht einfachen Weg zur weiteren, impulsgebenden Innenstadtentwicklung eingeschlagen", sagt Christian Meyer, Geschäftsführer der Wohnbau Stadt Coburg. "Nun freuen wir uns, nach mehrjähriger Planungszeit und Ausbauphase einen attraktiven Einkaufsort und künftigen Treffpunkt für Genießer eröffnen zu können."

Die Coburger Markthalle im Überblick

Gebäude Die Markthalle erstreckt sich über den Komplex Albertsplatz 2, 3 und 4. Das Gebäude Zinkenwehr 1 gehört ebenso dazu und beherbergt seit Juli die Chocolaterie "Liaison au Chocolat".

Anbieter Backhaus Nahrstedt, Destillerie Möbus, Feinkostgeschäft "Genussreich" (Käsehandwerk Wall), Modehaus Jasmin Franz, Chocolaterie "Liaison au Chocolat", Sushi-Restaurant "Michido" und der Eisshop "San Geladona" .

Parken In der Tiefgarage Albertsplatz stehen den Besuchern der Markthalle 176 Stellplätze auf zwei Ebenen zur Verfügung - mit direktem Zugang zur Gewerbefläche, so dass die Kunden trockenen Fußes ihre Einkäufe zum Auto bringen können. Weitere Parkplätze bietet das Parkhaus Zinkenwehr, etwa 100 Meter entfernt. Über die Bushaltestelle am Albertsplatz ist die Markthalle auch an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.

Albertsplatz Er soll im kommenden Frühjahr mit in das Markthallenkonzept eingebunden werden. Sitzmöglichkeiten gibt es dann am Albertsplatz, entlang der sanierten Fassaden und in der Kuhgasse. uso
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
6 Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren