Coburg
Jahresbericht

Elterntalk in Coburg Stadt und Land zieht Bilanz

Wie der Erziehungsauftrag der Familien gelingen kann, darum geht es schon seit 2005 bei Elterntalk, einem Angebot in Stadt und Landkreis Coburg.
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Martin Präßler von Elterntalk übergibt Landrat Sebastian Straubel (links) und Thomas Nowak, dem Dritten Bürgermeister von Coburg, die aktuellen Unterlagen.  Foto: Nathalie Dikomey
Martin Präßler von Elterntalk übergibt Landrat Sebastian Straubel (links) und Thomas Nowak, dem Dritten Bürgermeister von Coburg, die aktuellen Unterlagen. Foto: Nathalie Dikomey

Elterntalk ist einer Pressemitteilung zufolge ein Erfolgsmodel, wenn es um die Unterstützung der Eltern bei Erziehungsfragen geht. Welche Bedürfnisse haben die Kinder und welche Angebote können Familien in der Wohngemeinde nutzen? Diese und viele Fragen zu Themen wie Internet, Computer- und Konsolenspielen, TV, Alkohol, Suchtprävention, Pubertät und gesundem Aufwachsen werden in den Gesprächsrunden aufgegriffen und besprochen. Ob es nun um die seelischen Bedürfnisse der Kinder geht oder darum, was Eltern brauchen, diese Aufgabe zu erfüllen, da setzt die Initiative der Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Bayern an. Diese ist vertreten durch Martin Präßler vom Referat Elterntalk, angesiedelt im Fachbereich Jugend, Familie und Senioren im Landratsamt Coburg.

Themenschwerpunkte 2018 waren Suchtvorbeugung, Übergänge im Leben, gesundes Aufwachsen in der Familie, Medien, Konsum, Erziehung.

Geeignet für Zuwanderer

Das Grundkonzept von Elterntalk eigne sich auch vorbildlich für die Arbeit mit zugewanderten Familien, heißt es in der Mitteilung. Die Gesprächsrunden brächten Familien mit unterschiedlicher Herkunft zusammen. Dabei würden Familien nicht nur in Erziehungsfragen unterstützt, sondern es entstünden ganz neue Perspektiven und Ansätze.

Die Elterntalkrunden finden in einem geschützten Rahmen statt und lassen Vertrauen und Offenheit entstehen. Dies schafft die Basis, um sich auch in Belastungssituationen auszutauschen und sich gegenseitig aufzufangen. Die Teilnehmer werden gleichzeitig im Umgang mit anderen Kulturen sowie mit den Lebensbedingungen und Anforderungen in Deutschland vertrauter und sicherer.

Schon seit 2005

Elterntalk gibt es in der Region Coburg seit 2005 unter Federführung des Landkreises Coburg. Es ist laut Mitteilung gelungen, in den letzten zwei Jahren den Standort Coburg dank der Förderung der Aktion Jugendschutz und der höheren finanziellen Beteiligung der Stadt Coburg auszubauen. Das Projekt soll weiter entwickelt und etabliert werden.

Damit das Projekt vielen Familien zuteilwerden kann, wird der Landkreis Coburg in zwei Regionen wachsen. Neben den Regionalbeauftragten Roza Koch und Gülcan Tunakan hat Sonja Wild-Aumeier als zusätzliche Regionalbeauftragte im Landkreis Coburg diese Aufgabe übernommen.

Landrat Sebastian Straubel sagte bei der Jahresveranstaltung von Elterntalk, bei der auch Daten aus der Statistik bekannt gegeben wurden: "Bereits in der Gemeinde Lautertal habe ich als Bürgermeister feststellen müssen, dass zum Teil angestoßene Projekte nicht immer ausreichend durchgeführt werden können, da Moderatorinnen und Ressourcen fehlen. Das erkennen wir auch daran, wenn Elterntalk im Rahmen der Familienstützpunkte in Bad Rodach angeboten wird und eine ehrenamtliche Moderatorin aus Ebersdorf den Weg auf sich nehmen muss. Die Lösung ist naheliegend: Wir brauchen ehrenamtliche Moderatorinnen vor Ort, die Angebote und Menschen in der Gemeinde kennen. Daher werden wir das Projekt großflächig im Landkreis Coburg ausbauen. Das ist nur mit der Unterstützung und zusätzlichen Förderung der Aktion Jugendschutz möglich."

In privatem Rahmen wird den Eltern die Möglichkeit geboten, sich auszutauschen und durch eigene Erfahrung Lösungen für vorhandene Probleme zu finden. Die Moderatorinnen - selbst alle Mütter und in besagten Themen geschult - begleiten die Gesprächsrunden und fördern die Kommunikation. Das Team vom Elterntalk in Stadt und Landkreis Coburg umfasst mittlerweile 17 Personen.

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