Coburg
Geschäftswelt

Einkaufsstadt Coburg: WMF will rein, Wormser raus

Der Haushaltswarenhersteller WMF findet den Standort Coburg "spannend" und möchte in der Innenstadt eine Filiale eröffnen. Das am Sonntagsanger ansässige BMW-Autohaus Wormser hingegen zieht es aus Platzgründen auf die "grüne Wiese".
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Eine solche Filiale würde WMF gerne auch in Coburg eröffnen.
Eine solche Filiale würde WMF gerne auch in Coburg eröffnen.
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Welche Perspektiven hat die Einkaufsstadt Coburg? Bei der Mitgliederversammlung der Aktionsgemeinschaft Zentrum Coburg wurde in dieser Woche durchaus kontrovers über diese Frage diskutiert. Nicht wenige Händler malen angesichts der enormen Konkurrenz im Internet oder auch der rückläufigen Einwohnerzahlen in der Vestestadt ein eher düsteres Bild. Doch es gibt auch viele, die optimistisch sind - und jetzt auch prompt durch eine interessante Nachricht Bestätigung erhalten: Der Haushaltswarenhersteller WMF plant die Eröffnung einer Filiale in Coburg.

Spitalgasse bevorzugt

Wie eine Sprecherin des Unternehmens am Freitag dem Tageblatt auf Anfrage bestätigte, halte man man den Standort Coburg für "spannend". So habe man unter anderem die zu erwartende Kundenfrequenz untersucht.
Die WMF-Sprecherin betonte allerdings auch, dass sich die geplante Filiale - beziehungsweise der "WMF-Store" - im Idealfall in der Spitalgasse, also in der Haupt-Fußgängerzone, befinden sollte.

WMF, die Abkürzung steht übrigens für Württembergische Metallwarenfabrik, stellt Bestecke, Kochgeschirr, Tafelgeräten, Schneidwaren und Kaffeemaschinen her. Stammsitz des Konzerns ist in Geislingen an der Steige. Im deutschsprachigen Raum unterhält WMF derzeit rund 200 Filialen in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz. In Nordbayern gibt es bislang lediglich in Bamberg, Bayreuth und Hof WMF-Filialen. Im Coburger Raum sind WMF-Produkte bei Kaufhof sowie bei Möbel Schulze in Rödental erhältlich.

Und damit zu einer weiteren Neuigkeit aus der Geschäftswelt: Das BMW-Autohaus Wormser möchte von seinem jetzigen Standort am Sonntagsanger auf die Lauterer Höhe ziehen. Im Visier hat man offensichtlich ein Grundstück in der Niorter Straße. Wie von Geschäftsführer Bernd Nicol zu erfahren ist, sind die begrenzten Erweiterungsmöglichkeiten am Sonntagsanger der Hintergrund. "Wir platzen hier aus allen Nähten", sagte er am Freitag dem Tageblatt.

Zwar hat das Unternehmen, das vor vier Jahren die Firma Pfiffer übernommen hat, vieles versucht: Unter anderem wurde erreicht, dass die Stadt den Abriss des denkmalgeschützten Backsteinhauses Sonntagsanger 16 erlaubt. Doch auch in Absprache mit der BMW-Zentrale in München sei man, wie es Bernd Nicol umschreibt, irgendwann vor der Frage gestanden: "Basteln wir weiter herum - oder bauen wir etwas Neues?"

Neubau soll 2015 stehen

Man habe sich mittlerweile für Letzteres entscheiden - und zwar auch mit Blick auf die Modellpalette von BMW und Mini, die in den nächsten Jahren noch stark wachsen werde. Außerdem wolle man sich im Bereich Elektro-Mobilität positionieren. Bernd Nicol kündigt einen "repräsentativen Neubau" an, der das neue "BMW-Zentrum für Oberfranken-Nord" werde. Bis 2015 soll alles stehen.

Was dann mit dem Areal im Sonntagsanger geschieht, ist noch offen. Ebenso, ob ein neuer Nutzer von der Abrissgenehmigung für das Backsteingebäude Gebrauch machen würde.
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