Coburg

Eine starke Truppe: Coburger THW legt beeindruckende Bilanz vor

Die Helfer der Coburger Ortsgruppe im THW leisteten im zu Ende gehenden Jahr 21600 Einsatzstunden. Auch außerhalb des Landkreises Coburg war ihre Hilfe mehrmals gefragt.
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Die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder des THW Coburg stand im Mittelpunkt der Jahresabschlussfeier der Hilfsorganisation. Von links im Uhrzeigersinn: René Göbel, Markus Kunzelmann, Daniel Leicht, Stefan Newcomb, Alexander Niedt, Steffen Engert (THW Regionalstelle Bamberg), stellvertretender Landrat Christian Gunsenheimer, Dörfles-Esbachs Bürgermeister Udo Döhler, Coburgs Dritter Bürgermeister Thomas Nowak, Rüdiger Löer, Leon Kräußlich, Ortsbetreuer Karsten Herold, MdL a.D. Jürgen ...
Die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder des THW Coburg stand im Mittelpunkt der Jahresabschlussfeier der Hilfsorganisation. Von links im Uhrzeigersinn: René Göbel, Markus Kunzelmann, Daniel Leicht, Stefan Newcomb, Alexander Niedt, Steffen Engert (THW Regionalstelle Bamberg), stellvertretender Landrat Christian Gunsenheimer, Dörfles-Esbachs Bürgermeister Udo Döhler, Coburgs Dritter Bürgermeister Thomas Nowak, Rüdiger Löer, Leon Kräußlich, Ortsbetreuer Karsten Herold, MdL a.D. Jürgen W. Heike und Frederik Jakob.Foto: Martin Rebhan

"Unser Land wäre nicht das, was es ist, wenn es die ehrenamtlichen Hilfsdienste wie das Technische Hilfswerk (THW) nicht gäbe." Diese Meinung vertraten einhellig die Ehrengäste der Jahresabschlussfeier der THW Ortsgruppe Coburg. Dass diese Überlegung durchaus begründet ist, war auch dem Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate von THW Ortsbetreuer Karsten Herold zu entnehmen. So schlugen für die 60 Coburger Helfer 21600 Dienststunden zu Buche, was rechnerisch 360 Stunden ehrenamtliche Arbeit für jeden bedeutet. Umgerechnet auf eine 40-Stunden-Woche bedeutet dies, dass jeder Aktive neun Wochen Vollzeitarbeit ohne Bezahlung geleistet hat. "Diese beachtliche Stundenzahl beinhaltet insgesamt 60 Einsätze, technische Hilfeleistungen, Jugendarbeit, Ausbildungsdienste und sonstige Dienstveranstaltungen", ließ Herold wissen.

Klar war, dass er in seinem Bericht nicht auf alle Einsätze eingehen konnte. Er beschränkte sich darauf, besondere Ereignisse näher zu betrachten. So konnte er von einigen Eigentumssicherungen berichten, führte vor Augen, dass man zu etlichen Brandfällen gerufen wurden, dass das THW bei der Bergung eines Sportflugzeuges tätig war, eine Säule der Arkaden am Coburger Schlossplatz gesichert werden musste, die Bergungsgruppe den Absturz von Deckenteilen in einer Coburger Altbauwohnung verhinderte und dass man auch zu einem Arbeitsunfall in einer Bäckerei gerufen wurde.

Besonders in Anspruch genommen wurde die Ortsgruppe von den starken Schneefällen im süddeutschen Raum. Mehrere Tage waren rund 25 Helfer im Einsatz, um Dächer von Schneemassen zu befreien. Hier war auch die Fachgruppe Infrastruktur eingesetzt, um Einsatzkräfte der verschiedensten Organisationen mit neuer Schutzausstattung auszurüsten. Starke Regenfälle im Coburger Raum forderten ebenfalls den Einsatz des THW. Auch wurde das Fachwissen des THW benötigt, als es galt, Bäume von einer Hochspannungsleitung zu entfernen.

Besonders ging Herold auf Einsätze in Bad Staffelstein (Brand von dutzenden Strohballen), Höfles bei Kronach( Großbrand in einem Sägewerk) und Thurnau (Vollbrand eines Bauernhofes) ein. Mit seinen Ausführungen verdeutlichte er eindrucksvoll die Spannbreite der Hilfeleistungen, die dem THW möglich sind.

Dass das Coburger THW auch im Jugendbereich sehr gut aufgestellt ist, ließ Karsten Herold nicht unerwähnt. Derzeit gehören 25 Nachwuchskräfte der Organisation an. Mit einem gewissen Stolz konnte er vermelden, dass fünf Jugendliche sich der Prüfung zum Leistungsabzeichen gestellt haben. "Alle fünf, drei davon mit voller Punktzahl, haben mit Bravour bestanden", ließ der Ortsbetreuer wissen.

Die Feierstunde nutze Herold sich bei allen zu bedanken, die das Coburger THW in ideeller, materieller oder finanzieller Weise unterstützten. Besonderen Dank sagte er Elke Mierzwa, die über sehr viel Jahre hinweg mit viel Herzblut und Hingabe an der Spitze der Jugendgruppe stand. "Sie hat eine hervorragende Jugendarbeit geleistet", betonte Herold. Verantwortung für die Jugendgruppe übernahm Matthias Müller. Nicht unerwähnt ließ Herold, dass das THW dank der Unterstützung durch den Förderverein einen Tieflader anschaffen konnte, mit dem ein schneller Transport des Baggers ermöglicht wird. Der Bund als Sachaufwandsträger hätte nach Worten von Herold dieses Hilfsmittel nicht zur Verfügung gestellt.

In ihren Grußworten lobten der stellvertretende Landrat Christian Gunsenheimer (FW), Dörfles-Esbachs Bürgermeister Udo Döhler, Coburgs Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD) sowie der ehemalige Landtagsabgeordnete Jürgen W. Heike auf ihre Weise den hohen Stellenwert, den das THW in der Gesellschaft einnimmt.

Die Jahresabschlussfeier bildete auch den würdigen Rahmen, um verdiente und langjährige Hilfskräfte auszuzeichnen. Für besondere Verdienste wurden das Helferzeichen in Gold verliehen an: Leon Kräußlich, Daniel Leicht, Stefan Newcomb und Frederik Jakob verliehen. Rüdiger Löer und Alexander Niedt erhielten für ihr außergewöhnliches Engagement das Helferzeichen in Gold mit Kranz.

Christian Gunsenheimer konnte im Namen des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann an Markus Kunzelmann (Lautertal) und René Göbel (Bad Rodach) das Ehrenzeichen am Bande des Freistaates Bayern für ihr 25 jähriges Wirken im THW überreichen.

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