Dörfles-Esbach
Gemeinderat

Eine schwere Geburt und eine gute Nachricht in Dörfles-Esbach

Die Gemeinderäte von Dörfles-Esbach beschließen mehr Komfort für Radfahrer und mehr Sicherheit für Schulkinder.
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Fahrradfahrer sollen ihre Räder in Boxen an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs parken können. Die Gemeinde Dörfles-Esbach will fünf Fahrradboxen anschaffen. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Fahrradfahrer sollen ihre Räder in Boxen an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs parken können. Die Gemeinde Dörfles-Esbach will fünf Fahrradboxen anschaffen. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Es sollen fünf Fahrradboxen für den Bahnhof in Dörfles-Esbach angeschafft werden. Das beschloss der Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung und er schließt sich somit dem Projekt Anschaffung von Fahrradboxen für Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs von Stadt und Landkreis an. Allerdings wurde die Entscheidung davon abhängig gemacht, dass ein staatlicher Zuschuss von 75 Prozent pro Stellplatz fließt. Immerhin belaufen sich die Kosten pro Box auf knappe 1800 Euro.

Das Projekt wird gemeindeübergreifend von den Nahverkehrsbeauftragten für Stadt und Landkreis Coburg betreut. Das Bayerische Staatsministerium für Wohnbau, Bau und Verkehr hat neuerdings die Anschaffung der Radboxen als förderwürdig eingestuft, verbunden mit der Aufforderung, zeitnah einen Förderantrag zu stellen, was seitens der Gemeinde Dörfles-Esbach über den Landkreis erfolgen soll. Allerdings steht noch nicht fest, welcher Typ der Boxen angeschafft werden soll, da ein geeignetes Schließsystem, das für alle Nutzer barrierefrei zur Verfügung stehen soll, noch nicht gefunden ist.

Entlang der Martin-Luther-Straße am Schulsportplatz auf Höhe der Parkplätze wird ein Gehweg angelegt, der insbesondere von Schülern genutzt werden soll. Die Kosten betragen 17 800 Euro. Es erfolgt eine Pflasterung und der Zaun ist zu versetzen. Das Spielfeld wird nicht beeinträchtigt. "Das soll uns die Sicherheit der Kinder wert sein", meinte Zweiter Bürgermeister Stephan Valtin (UBV).


Wer macht den Datenschutzbeauftragten?

Es war im Gemeinderat eine schwere Geburt, einen Datenschutzbeauftragten, der nach einer neuen EU-Verordnung für die Gemeinde erforderlich ist, zu finden. Die Gespräche mit dem Landratsamt, einen externen Datenschutzbeauftragten für alle Gemeinden zu benennen oder auch zusammen mit der Stadt Coburg im Rahmen einer Zweckvereinbarung einen zu finden, sind noch nicht abgeschlossen. Da die Zeit drängt - ab 27.Mai muss der Posten besetzt sein - wurde im Gemeinderat beschlossen, Geschäftsleiter Ingo Seydel kommissarisch mit der Aufgabe zunächst zu betrauen, bis eine endgültige Lösung gefunden ist.

Das Pappelwäldchen zwischen Meininger und Bertelsdorfer Straße bereitet Probleme, wie Bürgermeister Udo Döhler (UBV) wissen ließ. In letzter Zeit sind einige Bäume umgefallen und bei anderen die Kronen weggebrochen. "Wir sollten uns Gedanken machen, vor allem im äußeren Bereich zu den Straßen hin", meinte Döhler. Die Bäume stehen in einem Feuchtgebiet, auf Dauer seien sie nicht zu halten, stellte er fest.

Ferner hatte Döhler eine gute Nachricht für die Bewohner der Sonnenleite: Die Schläge, die die Züge auf den naheliegenden Schienen der Bahnstrecke verursachten, sind abgestellt. Auf nicht nachlassenden Druck der Gemeinde hin seien die Schweißstellen geschliffen worden, so dass weniger Lärm erzeugt wird.


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