Dörfles-Esbach
Sitzung

Eine gefährliche Stelle in Dörfles-Esbach?

Der Gemeinderat von Dörfles-Esbach hatte am Donnerstag viele Verkehrsprobleme zu besprechen. Für einige konnten Lösungen gefunden werden.
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Hier ist der Bürgersteig ziemlich schmal: Mit der Neugestaltung des Einmündungsbereichs "Gartenäcker" in die Von-Werthern-Straße und der Regelung für Fußgänger will sich der Gemeinderat noch beschäftigen. Foto: Lothar Weidner
Hier ist der Bürgersteig ziemlich schmal: Mit der Neugestaltung des Einmündungsbereichs "Gartenäcker" in die Von-Werthern-Straße und der Regelung für Fußgänger will sich der Gemeinderat noch beschäftigen. Foto: Lothar Weidner

Fast die ganze Sitzungszeit am Donnerstag verbrachte der Gemeinderat mit der Lösung von Verkehrsproblemen. Die Umgestaltung der Von-Werthern-Straße im Einmündungsbereich "Gartenäcker" war wieder einmal ein Thema - und wird es weiter bleiben.

In der Juli-Sitzung hatte der Gemeinderat die Anordnung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h im Bereich Schloss bis zur Einmündung Rosenauer Straße abgelehnt. Auch für den schmalen Bürgersteig auf östlicher Seite wurde noch keine Lösung gefunden. Angedacht wurde auch ein Neubau auf westlicher Seite, der jedoch mit erheblichen Problemen (Grunderwerb und Beiträge) verbunden wäre.

Nun platzte der Antrag eines Bürgers in die Sitzung, der den schmalen Bürgersteig als bedrohlich ansieht. Dem pflichtete Gemeinderat Torsten Dohnalek (UBV) bei. Er denkt, die Situation für Fußgänger könnte sich durch das anliegende Neubaugebiet "Gartenäcker" verschärfen. Der Vorschlag des Antragstellers, den Einmündungsbereich in das Gebiet "Gartenäcker" mit einem anderen Straßenbelag zu versehen, um Autofahrer dazu zu bringen, vom Gas zu gehen, fand im Gremium keine Gegenliebe. "Dies ist nicht sinnvoll, da es zu mehr Lärmbelästigung führt", entgegnete Bürgermeister Udo Döhler (UBV), der ferner in den Raum stellte, dass weitere Maßnahmen noch besprochen würden.

Zu viel Trubel am Grüngutcontainer

Es lag eine Beschwerde einer Anwohnerin aus der Straße "Am Grund" vor. Der Verkehr zum Wertstoffhof behindere sie an ihrer Grundstücksausfahrt, heißt es darin. Die Dame hatte bereits Pflastersteine und Warndreiecke auf öffentlichem Grund aufgestellt, was das Gremium gar nicht gut fand. Von Udo Döhler kam sogar ein Konter: Die zwei Meter hohe Hecke am Grundstücksrand behindere die Sicht bei der Ausfahrt aus dem Grundstück und sei ein privates Hindernis. Allerdings stimmten die Gemeinderäte der Bürgerin dahingehend zu, dass der Verkehr zum Wertstoffhof wirklich stark sei. Die Frau hatte täglich bis zu 300 Fahrten gezählt. Und sie kamen der Bürgerin entgegen, denn sie beschlossen, die Einwurfzeiten für den Grünabfallcontainer von bisher werktäglich 7 bis 19 Uhr auf 8 bis 12 und 14 bis 19 Uhr zu beschränken. Außerdem soll eine elektronische Warntafel mit Geschwindigkeitsanzeige installiert werden.

Es kommt eine Einbahnstraße

Eine Unterschriftenliste aus den Bereichen "Wiesenstraße" und "Am Rottenbach" lag vor. Hier wurde eine Einbahnstraßenregelung gefordert mit der Begründung, dass es aufgrund der Parksituation zu Problemen beim Begegnungsverkehr komme. Dietmar Baumgärtner (SPD) sah hier keine Probleme, Stephan Valtin (UBV) meinte, es gebe in diesem Bereich zwei gefährliche Stellen. Schließlich wurde einstimmig schlossen, in Ost-West-Richtung eine Einbahnstraße auszuweisen. Ferner legten die Gemeinderäte fest, dass der Fahrradverkehr entgegen der Fahrtrichtung ermöglicht werden soll. Weiterhin soll eine Tempo-30-Zone für die Bereiche Wiesenstraße, Am Rottenbach und einen Teilbereich der Straße Am Sportplatz) für mehr Sicherheit der Radfahrer eingerichtet werden. Bürgermeister Udo Döhler teilte mit, dass die Ausschreibungen für den Umbau des ehemaligen katholischen Gemeindehauses zum Bürgerhaus begännen, obwohl die Baugenehmigung des Landratsamtes noch nicht vorliege. Ferner ließ das Gemeindeoberhaupt wissen, dass der Ersteller des gemeindlichen Mitteilungsblattes eine Preiserhöhung vornehme.

Die Kriminaldelikte in der Gemeinde seien zurückgegangen, von 167 auf 145 Straftaten im Jahr 2018, wobei das Hauptdelikt bei Ladendiebstählen zu suchen sei, berichtete Döhler.

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