Grub am Forst
Umbau

Ein weiteres Krabblerparadies in Grub am Forst

Ins Obergeschoss des Kindergartens sind die "Sonnenwichtel" eingezogen. Damit kann die Gemeinde Grub am Forst erst mal den Bedarf an Krippenplätzen decken.
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Kinderpflegerin Anna Hofbauer ist als Kinderpflegerin in der zusätzlichen Krippengruppe "Sonnenwichtel" tätig, die im Gebäude des evangelischen Kindergartens eingerichtet wurde.  Foto: Alexandra Kemnitzer
Kinderpflegerin Anna Hofbauer ist als Kinderpflegerin in der zusätzlichen Krippengruppe "Sonnenwichtel" tätig, die im Gebäude des evangelischen Kindergartens eingerichtet wurde. Foto: Alexandra Kemnitzer
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Im September 2011 wurde der separate Neubau der Kinderkrippe, die sich in der Nachbarschaft des evangelischen Kindergartens Grub am Forst befindet, eingeweiht. Nachdem diese an ihre Kapazitätsgrenze gelangt ist und dort keine Erweiterungsmöglichkeiten bestehen, wurde nun die zusätzliche Krippengruppe "Sonnenwichtel" eingerichtet. Zwölf Kleinkinder werden in dieser im Obergeschoss des Kindergartens betreut. Damit wurde auf den schon länger bestehenden Bedarf reagiert. Das Gebäude beherbergt nun drei Regel-, eine Kleinkind- und die Krippengruppe. Offiziell wird sie am Mittwoch, 29. Mai, ab 9 Uhr mit geladenen Gästen mit einer Andacht sowie Grußworten und der musikalischen Umrahmung durch den Kindergartenchor eröffnet.

"Für die neue Krippengruppe sind wir mit einer Regelgruppe von oben nach unten ins Gebäude gezogen", erklärt Leiterin Kerstin Freitag. Der Umbau erfolgte während des Betriebes. Die oberste Etage steht den Jüngsten zur Verfügung. Sie werden von Erzieherin Christine Knauer und Kinderpflegerin Anna Hofbauer betreut. Dort sind ein Aufenthalts- und ein Schlafraum, der mit zwölf Babykuschelbetten ausgestattet ist, sowie Toiletten mit Wickelmöglichkeit untergebracht. "Der Betrieb in der zusätzlichen Krippengruppe ist gut angelaufen", freut sich Pfarrerin Auguste Zeiß-Horbach über das positive Echo. Analog zur bereits bestehenden Krippe werden auch bei den "Sonnenwichteln" Kinder ab einem Jahr aufgenommen.

Brandschutz machte es teurer

Die genehmigten Kosten dieser weiteren Krippengruppe belaufen sich auf 72 000 Euro und werden aus 7200 Euro Eigenmitteln der Kirchengemeinde, 61 200 Euro der Gemeinde Grub am Forst sowie 3600 Euro der Landeskirche finanziert. "Mit einer Ausnahme konnten wir die Kosten auch einhalten", betont der Leiter des Kirchengemeindeamts Coburg, Diakon Rainer Mattern. Was er damit meint: Für die neue Krippengruppe wurde nämlich als Fluchtweg im Sinne des Brandschutzes ein separater Ausgang notwendig, der ins Freigelände führt. Die Mehrkosten von rund 2700 Euro hat die Gemeinde Grub am Forst übernommen. Die Baumaßnahme wurde in wenigen Wochen und teilweise in den Ferien durchgeführt.

Eng und konstruktiv arbeiteten vom Kirchengemeindeamt Rainer Mattern und Steffen Fischer mit der Gemeindeverwaltung, dem Architekten Roland Schultheiß und den Fachfirmen zusammen. Für die Zukunft ist eine Generalsanierung beziehungsweise ein Ersatzneubau geplant, aber bisher noch nicht absehbar. Für ein VgV-Verfahren (Vergabeverordnung) wurden bereits entsprechende Gutachten sowie diverse Machbarkeitsstudien und Untersuchungen durchgeführt.

Die Vertreter des Kirchengemeindeamtes sagen, sie seien froh, dass sie mit Bürgermeister Jürgen Wittmann und Geschäftsleiter Michael Hess kommunale Partner hätten, die mit ihnen konzentriert und stringent die Maßnahme vorantrieben. Zwischenzeitlich hat die Regierung von Oberfranken "grünes Licht" für einen Neubau gegeben. Gemeinderat und Kirchenvorstand werden nun entsprechende Beschlüsse fassen und sich zu einer gemeinsamen Sitzung treffen.

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