Heldritt
Premiere

Ein Märchen aus Spiel, Tanz und Gesang auf der Waldbühne Heldritt

Die "Fröschkönig"-Vorstellungen auf der Waldbühne Heldritt haben begonnen. Zuvor hatte es noch einige Aufregung gegeben.
Artikel drucken Artikel einbetten
Premiere des Märchens "Froschkönig" auf der Waldbühne Heldritt Foto: Gabi Bertram
Premiere des Märchens "Froschkönig" auf der Waldbühne Heldritt Foto: Gabi Bertram
+15 Bilder

Die Waldbühne Heldritt feierte am Samstag die grandiose Premiere des Märchens "Der Froschkönig", frisch, witzig und wunderschön inszeniert von der Regisseurin Delia-Sophie Schneider. Und alles lief wie am Schnürchen.

Dabei hatte es genau vor einer Woche noch ganz anders ausgesehen. Ein Unwetter hatte Steine und Schlamm vom Hang auf die Bühne gespült und auch zahlreiche Kulissen bitterböse in Mitleidenschaft gezogen. So hatten die Akteure vom Heimatverein gar keine Zeit für Aufregung und Lampenfieber. Vereinsvorsitzender Friedhelm Wölfert dankte vor Beginn der Premiere am Nachmittag allen Helfern, den Mitarbeitern des Bauhofes und der Firma Fladt, die kräftig mit angepackt hatten, damit sich der Vorhang zur Premiere pünktlich heben konnte. Das gab schon mal den ersten großen Applaus vom Publikum im vollen Haus.

Alle waren in ihren Rollen brillant

Regisseurin Delia Schneider gab sich erwartungsfroh, aber gelassen. Die Proben waren vorzüglich gelaufen. Wahrscheinlich hatte sie sich aber auch von einem Frosch küssen lassen, denn was da Delia Schneider aus dem im Prinzip schnell erzählten Märchen "Froschkönig" gezaubert hat, ist ein wahrer Augenschmaus und sorgte für große Anerkennung, viel Lob und Begeisterung. Die jungen Akteure auf der Bühne gaben ihr Bestes und waren in ihren Rollen ohne Übertreibung ganz einfach brillant. Pauline Wagner als Froschkönig hatte mit Witz und Charme schnell die Herzen der kleinen und großen Gäste gewonnen und letztlich das Herz der schönen Prinzessin erweicht. Pauline erhielt einen Riesenapplaus für ihren Song "Bereit fürs Essen". Und Amelie Künstler hat ihre Rolle als Prinzessin Helene meisterhaft gespielt und sichtlich genossen. Die Rolle des Königs hatte Paul Krämer übernommen, und das war für ihn maßgeschneidert. Auch Anna Morgenroth und Jette Wagner als hochnäsige Gräfinnen, Julia Wittmann als beflissene Zofe oder Martin Heinz als Grand Dame am Königshof, alle sind einfach witzig und liebenswert, spielen in Mimik und Gestik beeindruckend temperamentvoll.

Das gilt auch für die Neulinge auf der Bühne: Robert Notzke als Prinz und Fyn Strobel als der lustige Hofnarr mit seinen frechen Witzen auf den Lippen.

Sehr gut eingebunden

Das Zusammenspiel zwischen den Schauspieleleven und den Tänzerinnen des Ballettstudios am Ketschentor wird auch immer vollkommener. Die Ballettmäuse sind mit ins Spiel eingebunden, mal als Frösche, mal als Zauberfeen, als Bedienstete oder als das Volk. So verschmelzen Spiel, Tanz und Gesang zu einem wunderschönen Märchenspiel. Für die zauberhaften Kostüme hat wieder Dagmar Bär gesorgt, und nur Andrea Wölfert als Souffleuse war am Premierentag praktisch arbeitslos.

Weitere Aufführungstermine des Märchens sowie Kartenbestellungen unter www.waldbuehne-heldritt.de.

Schon am kommenden Samstag steht die nächste Premiere auf der Waldbühne an: Dann ist um 19.30 Uhr in die verrückte "Pension Schöller" eingeladen.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren