Coburg

Ein heißer Tag in Coburg

Ottmar Renner ist auf ausreichend Schatten für sich und seine Pflanzen bedacht, sein Obst und seine Pflanzen schützt er mit Marktschirmen vor der Sonne.
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Marktbeschicker Ottmar Renner  sitzt im Schatten des Prinz-Albert-Denkmals, um eine Pause zu machen. Cindy Dötschel
Marktbeschicker Ottmar Renner sitzt im Schatten des Prinz-Albert-Denkmals, um eine Pause zu machen. Cindy Dötschel
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Ein schattiges Plätzchen ist bei Temperaturen über 30 Grad am wichtigsten - nicht nur für Menschen. "Wir schützen die Pflanzen, das Obst und das Gemüse durch Marktschirme vor der Sonne" sagt Marktbeschicker Ottmar Renner. Sich selbst schützt er während seines Arbeitstags auf dem Marktplatz mit einem Strohhut: "Ich habe für jede Witterung eine passende Kopfbedeckung, wenn es regnet trage ich einen Filzhut." Außerdem versucht er, die Sonne soweit es geht zu meiden.

Wenn es so heiß ist, arbeitet Renner oft bis in die späten Abendstunden: "Gestern habe ich in der Gärtnerei bis halb zehn meine Pflanzen gegossen. Wie die Südländer versuche ich, die Arbeit auf früh und abends zu verlagern." Seiner Einschätzung nach ist es am besten, die Pflanzen zu gießen, solange es grün ist. "Die Südländer arbeiten auch früh oder abends und kaltes Wasser ist für aufgeheizte Pflanzen nicht gut."

Erdbeeren und Kirschen beliebt

Die Hitze wirkt sich auch auf den Verkauf aus. Erdbeeren, Kirschen und anderes Obst gehen derzeit wesentlich besser, wie Renner berichtet. "Dafür werden deutlich weniger Pflanzen gekauft, höchstens zum Schließen von Pflanzlücken."

Über Coburg nach Königgratz

Die historischen Darsteller Evan Jarvis, Matt Somma und Brent Mikulak stört die Hitze auf ihrem Weg über den Coburger Marktplatz kaum. "Wir kommen aus Virginia und sind solche Temperaturen gewohnt, für uns sind mehr als 30 Grad normal", sagt Mikulak. Er und seine Kollegen sind als Soldaten des 1. Preußischen Garderegiments zu Fuß auf dem Weg nach Königgrätz, wo die Schlacht von 1866 nachgestellt wird. "Wegen der hohen Temperaturen in Virginia schwitzen wir in den Kostümen nicht sehr", erzählt Mikulak.

Wenige Meter vom Marktplatz entfernt kühlt sich Kurt Speidel am Sturmsbrunnen in der Ketschengasse ab. "Ich warte hier, solange meine Frau einkaufen ist", sagt der Weidhäuser. Während er nur seine Hand unter den Wasserstrahl hält, sind die Vorschulkinder des Kindergartens Park 3 bereits völlig durchnässt: "Zum Abschluss der Kindergartenzeit gehen wir mit den Vorschulkindern Eis essen. Wegen der Hitze sind wir heute extra früher gestartet als in den letzten Jahren", berichtet Erzieher Alexander Klehr.

Auf dem Albertsplatz durften sich die Kinder vor dem Besuch in der Eisdiele noch kurz abkühlen. Diejenigen, denen ein Brunnen zur Erfrischung nicht ausreicht, machen sich auf den Weg ins Freibad.

Personal ist gewappnet

"Ins Aquaria passen insgesamt 6000 Leute", sagt Betriebsleiter Jörn Pakoßnick-Kirchner - was theoretisch gemeint ist. Denn bei einer solchen Auslastung würden " Mallorca-Verhältnisse" herrschen, jeder Badegast hätte dann einen Quadratmeter Liegefläche! Als "voll" gilt das Aquaria bereits mit 2000 Besuchern, die unter der Woche jetzt auch erreicht werden dürften. Am Samstag lockt noch dazu der Wassertag von YouCo ins Aquaria (siehe Seite 11). Damit der Ansturm gemeistert werden kann, hat das Aquaria Vorbereitungen getroffen: "Wir haben die Arbeitszeiten unseres Teams ausgedehnt und alle verfügbaren Arbeitskräfte eingeteilt", erklärt Pakoßnick-Kirchner.

Generell ist der Betriebsleiter froh, über die Hitze, auch wenn mehr gegossen werden muss. "Der heiße Juni macht den schlechten Mai wieder wett. Bis Ende des Monats rechnen wir mit bis zu 20 000 Besuchern." Im letzten Jahr sei der Juni ein schlechter und der Mai dafür ein guter Monat gewesen.

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