Ebersdorf
Erfolgsbilanz

Ebersdorfer Unternehmen Schumacher Packaging steigert seinen Umsatz

Der Ebersdorfer Verpackungsspezialist Schumacher Packaging hat seinen Jahresumsatz 2018 auf 627 Millionen Euro gesteigert.
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Das Schumacher-Werk im polnischen Myszków hat im März mit der Produktion begonnen. Foto: Julia Schreiber
Das Schumacher-Werk im polnischen Myszków hat im März mit der Produktion begonnen. Foto: Julia Schreiber

Die Schumacher Packaging Gruppe, einer der nach eigenen Angaben größten unabhängigen und familiengeführten Hersteller für Verpackungslösungen aus Well- und Vollpappe hat 2018 ihren Umsatz erneut gesteigert.

Gegenüber dem Vorjahr gab es ein Umsatzwachstum von mehr als sechs Prozent auf jetzt 627 Millionen Euro. Auch die Mitarbeiterzahl kletterte auf mehr als 3300, teilt das Unternehmen mit.

Björn Schumacher, der Geschäftsführer der Schumacher Packaging Gruppe, erklärt allerdings, dass die Umsatzsteigerung gar nicht das zentrale Ziel für das vergangene Jahr gewesen sei: "Die Verpackungsbranche hatte es 2018 wieder mit einem sehr schwierigen Umfeld zu tun - aufgrund steigender Rohstoffkosten für das Papier sanken die Erträge und haben eine große Deckungslücke gerissen. Unser Motto lautete darum ‚Preis vor Menge‘. Natürlich sind wir nicht unzufrieden, dass wir trotzdem ein deutliches Umsatzplus erzielen konnten", so Björn Schumacher weiter.

Sehr erfreuliche Entwicklung im Werk in Greven

Ein Treiber für die gute Umsatzentwicklung im vergangenen Jahr sei die sehr erfreuliche Entwicklung im Wellpappewerk in Greven gewesen. Schumacher Packaging hat die Weichen auf weiteres Wachstum gestellt. "Unsere Investitionsplanung für die nächsten vier Jahre beläuft sich auf 200 Millionen Euro", so Björn Schumacher, "mehr als 50 Millionen davon für dieses Jahr." Ein bedeutender Teil der Summe werde in technologische Innovationen an allen Standorten gehen. Zudem verfolgt das Familienunternehmen mit seinem Investitionsprogramm strategische Ziele. "Besonders wichtig ist uns eine größere Autarkie bei der Rohmaterial-Versorgung", sagt Schumacher.

Im polnischen Myszków hatte die Gruppe Ende 2016 ein Papierwerk übernommen, um es auf recycelte Wellpappenrohpapiere umzustellen. "Im März hat dort die Produktion begonnen, und in einigen Monaten wird unser Werk im ersten Schritt eine Produktionskapazität von rund 150 000 Tonnen, später in einem zweiten Schritt von 300 000 Tonnen pro Jahr erreichen", erläutert Schumacher. Befragt nach seiner wirtschaftlichen Vorhersage für das laufende Jahr, sieht Björn Schumacher für die Verpackungsbranche durchaus Risiken: "Die konjunkturelle Abkühlung ist ein Faktor. Auch der Brexit und seine Folgen könnten uns beschäftigen, ebenso der Handelsstreit mit den USA", so Schumacher.

Ein wachsender Protektionismus beeinträchtige das Geschäft der Kunden und dämpfe so die Nachfrage nach Verpackungen. Dennoch sei die bisherige Entwicklung erfreulich gewesen.



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