Coburg
1. Volleyball-Bundesliga

Düren war für die VSG eine Nummer zu groß

Die VSG Coburg/Grub verlor das Heimspiel vor 1150 Fans in vier Sätzen. Das Maric-Team begann sehr stark, doch im dritten und vierten Satz fehlte das notwendige Stehvermögen. Nach 108 Minuten war Schluss.
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Die treuen Fans der "Grünen" feuerten ihr Team lautstark an. Fotos: Timo Geldner
Die treuen Fans der "Grünen" feuerten ihr Team lautstark an. Fotos: Timo Geldner
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Im ersten Bundesliga-Heimspiel des Jahres 2014 bot die VSG Coburg/Grub Düren in den ersten beiden Sätzen richtig Paroli, doch dann setzten sich die favorisierten Gäste in den Sätzen 3 und 4 durch.
"Es war ein hartes Stück Arbeit", sagte Dürens Trainer Mücke nach dem Match, und weiter: "Es ist uns gelungen, den Gegner niederzukämpfen." So die Einschätzung des Gästetrainers in der mit 1150 Zuschauern besuchten HUK-Coburg-Arena am Samstagabend.

VSG Coburg/Grub gegen
TV Eviro Düren 1:3
(26:28, 25:18, 21:25, 17:25)

Im ersten Satz gab es anfangs ein ausgeglichenes Spiel, der Block stand, und Lohrisch sowie Foyer brachten einige gute Bälle in das gegnerische Feld. Nach dem 13:16 zur zweiten technischen Auszeit hatte Merten Krüger, sehr souverän in dieser Phase, eine gute Aufschlagserie, obwohl seine Bälle nicht extrem scharf kamen.

Im Ergebnis ging die VSG unter dem Jubel der knapp 1150 Fans mit 19:18 in Führung, und der Satz wurde zum Krimi. Kellermann brachte die "Hammerschmiede" mit 20:19 und dann 22:21 in Front. Foyer glich dann bei 23:24 aus, machte dann den Punkt zum 26:25, die Fans waren happy. Doch dann hatten die die Dürener zweimal Glück und sicherten sich den Satz, in dem auch die VSG drei Satzbälle hatte, doch noch mit 28:26.
Auch im zweiten Satz war es eng bis zur ersten technischen Auszeit, Düren führte 7:8. Nach dem 7:9 kam wieder Krüger zum Aufschlag, hatte eine Super-Serie bis zum 16:10, als der Block Malescha/Kellermann goldrichtig stand. Foyer erhöhte dann auf 17:10 und nach dem 19:14 machten Malescha und anschließend Foyer die wohl wichtigsten Punkte in diesem Satz. Die VSG führte, die Fans klatschten stehend Beifall (22:14). Kellermann machte schließlich den Sack mit dem 25:18 zu und es stand 1:1.
Nach diesem klaren Satzgewinn keimte echte Hoffnung auf einen unerwarteten Sieg auf.
Die Tanzgruppe aus Ebersdorf verkürzte die Pause und die Dürener tankten in der Kabine neue Kraft, kamen hochmotiviert zurück auf das Spielfeld.

Mit der Ebersdorfer Tanzgarde

Sie hatten sich wieder gefangen, die Top-Spieler Gevert, Zachring und Nally kamen anschließend richtig in Fahrt. Obwohl die VSG im dritten Satz zur ersten technischen Auszeit noch mit 8:6 vorne lag, drehten die nun sehr aggressiv zu Werke gehenden Dürener das Spiel, führten zur zweiten technischen Auszeit mit 13:16.
Doch die VSG kämpfte sich nochmals heran, Lohrisch machten den Anschlußpunkt zum 19:20. Als beim Stand von 20:22 Merten Krüger einen Ball über den gegnerischen Block lupfte, gaben die Schiedsrichter den Punkt an die Gäste, da Krüger über das Netz gegriffen hätte. Statt 21:22 stand es plötzlich 20:23 und der Satz ging mit 21:25 an die Gäste aus Düren.
Bereits jetzt, aber besonders in der zweiten Hälfte des vierten Satzes merkte man den Spielern von Milan Maric an, dass sie noch das Spiel in Berlin vom Donnerstag und die nächtliche Heimfahrt, Freitag früh gegen 4 Uhr waren die Spieler daheim, in den Knochen hatten. Beim Stand von 16:22 gelang zwar Hansi Nürnberger noch ein Punkt, aber dann setzte sich die Routine der Dürener durch und brachten gleich den ersten Matchball unter.

Trainer Maric trotzde zufrieden

Milan Maric schätze nach dem Spiel ein: "Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Uns fehlte lediglich etwas Glück. Wir haben drei Sätze gegen ein Top-Team auf Augenhöhe gespielt. Das Spiel nächste Woche in Friedrichshafen wird für uns ein Vorbereitungsspiel. Sollten wir dort einen Satz gewinnen, wäre das mehr als zu erwarten ist. Dann kommt der VC Mitteldeutschland. Dies ist der Tabellennachbar und es wird an uns liegen, ob wie am Samstag, 15. Februar den ersten Heimsieg feiern können. Aber ich mahne zur Vorsicht, auch diese Mannschaft spielt gut Volleyball und dann dürfte die Tagesform entscheidend sein."
Vielleicht war der Jubel nach dem Gewinnsatz gegen Düren die Generalprobe für die erste Siegesfeier in der HUK-Arena.
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