Seßlach
Altstadtfest

Doppelpremiere beim Seßlacher Nationalfeiertag

Zwei "Neulinge" haben beim Seßlacher Altstadtfest ihre Feuertaufe bestanden: Bürgermeister Maximilian Neeb und Landrat Sebastian Straubel.
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Es ist geschafft: Bürgermeister Maximilian Neeb hat das Bierfass angestochen, sein Vorgänger Martin Mittag (Mitte) hat ihn dabei unterstützt. Jetzt kann der Probeschluck genossen werden. Foto: Michael Stelzner
Es ist geschafft: Bürgermeister Maximilian Neeb hat das Bierfass angestochen, sein Vorgänger Martin Mittag (Mitte) hat ihn dabei unterstützt. Jetzt kann der Probeschluck genossen werden. Foto: Michael Stelzner
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"Ein tolles Fest", sagte Landrat Sebastian Straubel (CSU/Landvolk) in seinem Grußwort. Und er hatte Recht damit. Denn drei Tage lang wurde in der historischen Altstadt von Seßlach gefeiert. Dem Oberhaupt des Landkreises wurde dieses Jahr eine besondere Ehre zuteil. Straubel wurde von Ritter Heinrich zu Geiersberg auf dem Marktplatz im Beisein von mehreren Hundert Gästen aus nah und fern zum Ritter geschlagen. Der Landrat wurde damit als ehrenwerte Person, die eine besondere Liebe zum Coburger Land hat und sich um das medizinische Wohl in Seßlach kümmert, ausgezeichnet.

"Sebastian zu Lauterburg" ist sein zukünftiger Rittername. Die Ernennungsurkunde wurde von Bürgermeister Maximilian Neeb (FW) verlesen. Nach dem Ritterschlag durfte der neue Ritter einen kräftigen Schluck aus dem Seßlacher Stutzen nehmen, der mit heimischen Bier gefüllt war.

Bürgermeister Maximilian Neeb war froh, dass alles gut gegangen war mit der Reparatur des beschädigten Rothenberger Tors und dass das Altstadtfest somit ohne Einschränkungen stattfinden konnte. Denn es waren wieder Hunderte Gäste aus der nahen und weiteren Umgebung gekommen, um das besondere Flair der Stadt rund um den Marktplatz zu genießen. In seinem Grußwort bedankte sich das Stadtoberhaupt bei allen, die das Tor wieder sicher gemacht hatten. Es war Neebs erster Bieranstich beim Altstadtfest, und er erledigte dies so gekonnt, mit drei Schlägen, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Er schlug schwungvoll den Hahn in das Fass, das feierlich von Mönchen aus dem Brauhaus geholt worden war. An Neebs Seite stand sein Vorgänger, der CSU-Landtagsabgeordnete Martin Mittag, und unterstützte ihn.

Entspanntes Zeltlager

Das Programm war sehr ansprechend, Neeb musste nicht lange darauf aufmerksam machen. Dazu gehörten der Probeschluck am Brauhaus, die Kunstausstellung sowie Stadtführungen. Auch eine Zeitreise mit Bogenschießen und Lagerleben an den Stadttoren war möglich. Daran nahmen viele Gruppierungen aus Franken und sogar aus Westfalen und Norddeutschland teil, etwa 100 Menschen, die besonderen Wert auf Authentizität. Das ganze Wochenende lang lagerten sie mit ihren Zelten in der Stadt. Natürlich waren auch Ritter dabei. Zum Beispiel Ritter Harald aus Staffelstein, der sagte, er wolle mal nach dem Rechten sehen, denn früher habe Seßlach ja zu Staffelstein gehört. Auf dem Lagerplatz wurden auch mittelalterliche und historische Tänze unter der Leitung von Varisha Grebner gezeigt. Grebner erzählte außerdem Märchen zum Mitmachen, für viel Heiterkeit sorgte dabei auch die Handpuppe der Erzählerin, der Fuchs Cuso. Unweit des Lagers konnte mit Pfeil und Bogen geschossen werden. Das Hattersberger Tor wurde von der Bürgerwehr bewacht, gegen einen kleinen Obolus konnte man einen Schluck Seßlacher aus dem Stutzen nehmen.

An allen Festtagen herrschte bis späte in die Nacht hinein reger Betrieb in der Altstadt. Freilich hatte das Fest auch musikalisch und kulinarisch wieder einiges zu bieten. Eine Besonderheit hat der Gitarrenbauer Frank Hebing der Stadt zur Verfügung gestellt. Er hatte aus zwei Fünf-Liter-Bierdosen aus dem Seßlacher Brauhaus zwei Gitarren hergestellt, die auch bespielbar sind. Die Gitarren sollen über Facebook versteigert werden. Das Mindestgebot beträgt 50 Euro. Der Erlös aus dieser Versteigerung soll in die Sanierung der alten Schmiede fließen.

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