Unterlauter
Investition

Domizil des TSV Unterlauter soll bald in neuem Glanz erstrahlen

Der TSV Unterlauter hat sich zur Sanierung seines Geländes und des Kultursaals entschlossen. Der Verein muss Zuschüsse aber erst einmal zwischenfinanzieren.
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Der TSV Unterlauter hat sich zur Sanierung seines Geländes und des Kultursaals entschlossen. Mit den Bauarbeiten soll es schon im ersten Quartal 2019 losgehen. Es wird Zuschüsse geben, der Verein muss aber erst einmal in Vorleistung gehen.  Foto: Rainer Lutz
Der TSV Unterlauter hat sich zur Sanierung seines Geländes und des Kultursaals entschlossen. Mit den Bauarbeiten soll es schon im ersten Quartal 2019 losgehen. Es wird Zuschüsse geben, der Verein muss aber erst einmal in Vorleistung gehen. Foto: Rainer Lutz

Eine Investition in die Zukunft steht beim TSV Unterlauter an. Nachdem die Beleuchtung des Trainingsgeländes und des Kultursaals nicht nur hohe Kosten verursachen, sondern auch Quecksilberdampflampen ausgefallen sind, die auf "legalem" Weg nicht mehr zu beschaffen sind, hat sich der Vorstand für eine Generalsanierung entschlossen. Für den TSV Unterlauter ein großer finanzieller Brocken. Die neue Flutlichtanlage schlägt mit über 32 000 Euro zu Buche, für die Beleuchtung des Kultursaals müssen über 16 000 Euro aufgewendet werden.

Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung erläuterte Zweiter Vorsitzender Matthias Scholz den vielen Anwesenden die Notwendigkeit dieser Maßnahmen. Seitens des Vorstandes geht man davon aus, dass nach der Umsetzung des Projektes rund 70 Prozent der dort entstanden Energiekosten eingespart werden können. Alleine muss der TSV die Investitionssumme von rund 48 500 Euro nicht stemmen. Der Bayerische Landessportverband schießt 6400 Euro zu, vom Bundesumweltministerium soll ein Zuschuss von über 16 000 Euro kommen. Die Gemeinde Lautertal beteiligt sich mit rund 8600 Euro an der Maßnahme. Somit verbleiben für den TSV Unterlauter noch rund 17 000 Euro.

Versammlung gibt "grünes Licht"

Die Krux an der Sache ist, dass die Auszahlung der Zuschüsse von BLSV und Ministerium erst im Jahr 2020 erfolgt. Die Gemeinde zahlt nach Fertigstellung. Somit muss der TSV Unterlauter die Zuschüsse zwischenfinanzieren. Hierfür benötigte der Vorstand die Zustimmung der Mitglieder. Einstimmig wurde von der Versammlung "grünes Licht" gegeben.

Wie Matthias Scholz erläuterte, soll die Maßnahme im ersten Quartal des kommenden Jahres umgesetzt werden. Der Vorstand gab den Anwesenden aber gleich noch eine Kröte zum Schlucken. Steigende Kosten für Strom, Wasser, Abwasser, Lizenzgebühren und notwendige Investitionen machen es aus Sicht des Vorstandes notwendig, die Mitgliedsbeiträge zu erhöhen. Wie der designierte Vorsitzende, Ralf Jurk, den Mitgliedern deutlich vor Augen führte, ist der TSV ein kleines Wirtschaftsunternehmen, das auf ein betriebswirtschaftlich positives Ergebnis schauen muss.

Diskutiert wurde über die Beiträge für die Gruppe der Schüler (0 - 13 Jahre). Rainer Probst regte an, die Grenze zwischen Jugendlichen und Schülern fallen zu lassen und nur noch einen Jugendlichen-Beitrag zu erheben. Probst verwies darauf, dass Eltern, die ihre Kinder zum Tischtennis bringen, davon ausgingen, dass es sich bei dem Jahresbeitrag um den Monatsbeitrag handelt. "Auch dies wäre akzeptiert worden", betonte Probst und untermauerte damit seinen Vorschlag.

Aus der Versammlung wurde die Befürchtung geäußert, dass dann vor allem fußballspielende Schüler zum benachbarten TSV Oberlauter abwandern könnten, da hier die Beiträge niedriger seien. Im Tischtennisbereich hätte man damit sicher keine Probleme, da in Oberlauter diese Sportart nicht angeboten wird. Ralf Jurk führte vor Augen, dass die Beitragsstruktur auch auf den Familienbeitrag abgestimmt sei. Ein Wegfall des Schülerbeitrages würde zu einer Verzerrung führen. Bei drei Gegenstimmen folgte die Versammlung dem Vorschlag des Vorstandes.

Um das Sportheim müssen sich alle kümmern

Auch wenn im Moment kein Nachfolger für den jetzigen Pächter der Vereinsgaststätte in Sicht ist, räumte Jurk ein Gerücht aus dem Weg: "Wir werden nicht schließen", betonte er eindringlich. Damit das Sportheim auf eine erfolgreiche wirtschaftliche Basis gestellt werden kann, sei Folgendes Pflicht: "Die Mitglieder sind aufgefordert, das Sportheim zu erhalten". Er verwies darauf, dass es in der Vergangenheit die Vereinsangehörigen gewesen seien, die die Gaststätte am wenigsten frequentierten. "Ist das die Zukunft?", fragte Jurk mit scharfer Stimme.

Beiträge TSV Unterlauter

Jahresbeitrag ab 1. Januar 2019 Erwachsene: 68 Euro (bisher 50 Euro), Jugendliche: 42 Euro (30 Euro), Schüler: 36 Euro (24 Euro), Paare und Lebensgemeinschaften: 118 Euro (84 Euro), Familienbeitrag incl. Kinder unter 18 Jahren: 140 Euro (108 Euro), Schüler, Studenten und Auszubildende über 18: 42 Euro (30 Euro), Schiedsrichter: 24 Euro (18 Euro); Bundesfreiwilligendienstleistende sind von Beiträgen befreit.



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