Coburg

Die Zukunft der ambulanten Pflege in Coburg

Der bekannte Pflegekritiker Claus Fussek referiert am Mittwoch, 17. April, in Coburg zum Thema "Wer es nicht selber erlebt hat, kann es nicht nachvollziehen...! - Darüber spricht man nicht! - Überlastung und Überforderung pflegender Angehöriger". Der Vortrag mit Gelegenheit zur Diskussion beginnt um 17.30 Uhr in der Cafeteria des Awo-Mehrgenerationenhauses, Oberer Bürglaß 3. Der Eintritt ist frei.
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Referent Claus Fussek ist selbst pflegender Angehöriger. Foto: privat
Referent Claus Fussek ist selbst pflegender Angehöriger. Foto: privat
Die überwiegende Anzahl der Pflegebedürftigen würden von nahestehenden Personen in der häuslichen Umgebung gepflegt, heißt es in der Einladung. Doch, wie sieht der Alltag der pflegenden Personen aus? Was gibt es für Probleme? Sind Beratungsangebote und ist Hilfestellung durch ambulante Pflegedienste ausreichend? Bestehen Defizite in der Unterstützung? Wie ist die Zukunft der Pflege in Coburg sichergestellt? Diese und weitere Fragen werden Thema der Informations- und Diskussionsveranstaltung sein.


Überlastung und Überforderung


Referent Claus Fussek, bekannt als sachkundiger Kritiker von Defiziten und Missständen in der Pflege und Verfasser vieler Bücher und Aufsätze, stellt die Problematik der oft eintretenden Überlastung und Überforderung pflegender Angehöriger dar, die in Einzelfällen sogar bis zur Gewalt in der häuslichen
Pflege eskalieren könne, wenn es an notwendiger Beratung und Unterstützung mangele, wie es in der Einladung heißt. Fussek kennt die Probleme und Nöte auch aus eigener Erfahrung, da er seit Jahren selbst pflegender Angehöriger ist.


Auf dem Podium auch Bürgermeister Norbert Tessmer


Im Rahmen einer Podiumsdiskussion soll dann die Gegenwart und mögliche Zukunft der ambulanten Pflege in Coburg dargestellt werden. Auf dem Podium werden neben Coburgs Zweitem Bürgermeister Norbert Tessmer (SPD) und Claus Fussek auch der Leiter der Caritas-Sozialstation, Norbert Hartz, Franziska Reil als betroffene pflegende Angehörige sowie Gabriele Hetz, Pflegeberaterin des Pflegestützpunktes Coburg, sitzen. Anschließend stellt Johanna Thomack von der Fachstelle für pflegende Angehörige ein Angebot zur ambulanten dezentralen Betreuung von Menschen mit Demenz vor, das als Modellprojekt im Main-Kinzig-Kreis bereits verwirklicht wurde.

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