Ketschendorf
Fußball

Die Kreisliga-Keeper und ihre Marotten

Heiko Brückner vom SV Ketschendorf, kassierte erst 13 Tore - ob es daran liegt, dass er den linken, dann den rechten Pfosten und die Latte streichelt?
Artikel drucken Artikel einbetten
Steht oft im Blickpunkt: Heiko Brückner - Torwart des Kreisliga-Tabellenführers SV Ketschendorf. Der Schlussmann kassierte bisher erst 13 Gegentore und gilt als einer der besten Keeper in der Liga. Foto: CT-Archiv
Steht oft im Blickpunkt: Heiko Brückner - Torwart des Kreisliga-Tabellenführers SV Ketschendorf. Der Schlussmann kassierte bisher erst 13 Gegentore und gilt als einer der besten Keeper in der Liga. Foto: CT-Archiv

Am letzten Spieltag vor der Winterpause spielt der Wettergott anscheinend gut mit und im Normalfall sollten alle Spiele stattfinden. In der Kreisliga sind die acht Partien auf dem Papier meist klare Angelegenheiten. Die ersten Drei der Tabelle haben allesamt Gegner von Rang zehn abwärts.

Dennoch ist Vorsichtig geboten, denn viele Vereine gehen personell auf dem Zahnfleisch. Entscheidender Faktor ist dann oft der Keeper. Wir haben drei Torleute aus der höchsten Spielklasse des Kreises unter die Lupe genommen.

Schon die Definition in Wikipedia verrät, dass der Torwart (Torhüter, Torwächter, Torsteher, Tormann oder Torspieler, auch: Schlussmann, Keeper oder Goalie) ein Mitspieler in Ballsportarten ist. Er ist der defensivste Spieler seiner Mannschaft und seine Hauptaufgabe besteht darin zu verhindern, dass das Spielgerät (beispielsweise ein Ball) ins Tor der eigenen Mannschaft gelangt. Viele Torhüter waren mit der Aufgabe nicht ausgelastet und so verließen sie entweder den Strafraum um Tore zu erzielen, um Tore vorzubereiten oder auch um Enten (in Anlehnung an Sepp Meier) zu fangen. Und auch unsere Kreisliga-Keeper haben so durchaus ihre eigenen Angewohnheiten:

Heiko Brückner

;

(SV Ketschendorf - 13 Gegentore) - Die Nummer eins unter den Einsen. Beste Abwehr und mit acht Spielen zu Null auch die häufigste "weiße Weste" der Liga. Zudem ist Heiko Brückner für seine perfekten Abschläge bekannt.

Stärken: "Mit meinen Jahren bin ich ruhiger geworden und strahle mehr Sicherheit aus, dass hilft, denk ich mal, meinen Vorderleuten am meisten.

Marotte: "Vor dem Anpfiff berühre ich je ein Mal den linken und rechten Pfosten und die Latte.

Erinnerung: "Irgendwie erinnere ich mich noch oft an meinen einzigen Platzverweis. Ich habe einen langen Ball abgefangen mit der Hand, dann kam ein Pfiff und ich realisierte, dass ich außerhalb des Sechzehners stand."

Dominik Rädlein

;

(TSG Niederfüllbach - 24 Gegentore) - Die achte Saison ist er bereits Stammtorwart in Niederfüllbach, machte die Aufstiege bis in die Bezirksliga mit und auch beim kuriosen Klassenerhalt im Vorjahr war er eine tragende Säule.

Stärken: Auf der Linie und im Eins-gegen-Eins hat er seine Vorteile.

Marotte: Beim Einlaufen ein kurzer Sprint am Kapitän vorbei - dann kann es losgehen.

Erinnerung: "Beim Aufstiegsspiel in Grub gegen Ebersdorf unter Flutlicht vor über 1400 Zuschauern, das war mein Highlight und wird mir immer in Erinnerung bleiben".

Eray Tunc

;

(SV Bosporus Coburg - 32 Gegentore) - Der Bosporus-Keeper präsentierte sich in den letzten Wochen in überragender Form.

Markenzeichen: Handschuhe feucht machen, dann mit dem Ball in der Hand drei Mal hochspringen.

Stärken: In der Fußabwehr und bei kurzen Reflexen extrem stark.

Erinnerung: "Obwohl wir letzte Woche 1:2 gegen Pfarrweisach verloren haben, habe ich bestimmt 14 Topchancen vereitelt. Genau da will ich auch gegen Ketschendorf anknüpfen und vielleicht können wir dann was Zählbares dort mitnehmen.

Junge Keeper mit Perspektiven

;

In der Kreisliga gibt es aber noch weitere starke Keeper. Zum Beispiel Fabian Engel vom TSV Heldritt. Der Kapitän des Aufsteigers ist ein bärenstarker Rückhalt. Erst 19 Mal musste er in 18 Spielen hinter sich greifen und dabei stand auch sechs Mal die Null.

Oder Nico Bonczek und Christian Heubner, die sich beim VfB Einberg die Spiele teilen und bisher zusammen 23 Mal hinter sich greifen mussten. Coach Thomas Schulz ist mit beiden zufrieden und schenkte dem Nachwuchsmann Bonczek schon sieben Mal das Vertrauen.

Nicht zu vergessen Marcel Matthes von den Coburg Locals.

Kurios: der Vorletzte der Liga hat mit 26 Gegentreffer nur 1,5 Treffer im Schnitt kassiert und daran hat Marcel Matthes einen großen Anteil.nh



Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren