Das schönere Dorf

Die Geheimnisse der Bischwinder Schönheit

Der Seßlacher Stadtteil Bischwind hat sich beim Wettbewerb "Das schönere Dorf, die schönere Stadt" auf Coburger Kreisebene durchgesetzt.
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Der Seßlacher Stadtteil Bischwind hat den Kreiswettbewerb von  "Das schönere Dorf, die schönere Stadt" gewonnen.Berthold Köhler
Der Seßlacher Stadtteil Bischwind hat den Kreiswettbewerb von "Das schönere Dorf, die schönere Stadt" gewonnen.Berthold Köhler
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Bischwind ist der Sieger des Kreiswettbewerbs "Das schönere Dorf - die schönere Stadt". Der Seßlacher Stadtteil setzte sich dank seiner Fortschritte während der Laufzeit des Wettbewerbs von 2016 bis 2018 gegen 17 Mitbewerber durch. Die drei platzierten Ortschaften erhielten bei der Siegerehrung in der Domäne einen Geldpreis in Höhe von bis zu 500 Euro für den Erstplatzierten sowie eine Urkunde.

Die Plätze zwei und drei hinter dem 100-Einwohner-Ort Bischwind belegten Untersiemau und Unterelldorf. Darüber hinaus wurden noch drei Sonderpreise vergeben, die mit jeweils 200 Euro dotiert waren. Dabei wurden Rudelsdorf in der Kategorie "Baugestaltung und Entwicklung", Dörfles-Esbach in der Kategorie "Soziales und kulturelles Leben" und Sonnefeld für die Domäne als überregionales Veranstaltungszentrum prämiert.

Die teilnehmenden Gemeinden, die es nicht auf das Siegertreppchen geschafft hatten, erhielten jeweils 100 Euro sowie ein Säckchen mit 100 Narzissenzwiebeln. "Der heutige Abend findet nur statt, weil es euch gibt. Die Veranstaltung soll da sein, um euer Engagement zu würdigen", betonte Christine Heider, Vorsitzende des Kreisbeirats. Drei Tage lang hat sie mit ihrer Kommission gemeinsam die 17 teilnehmenden Dörfer und Städte besucht.

Bewertet wurde der positive Zuwachs der Ortschaften in den Bereichen "Baugestaltung", "Grüngestaltung", "Soziales und kulturelles Leben" sowie "Dorf in der Landschaft". Neben Heider gehörten außerdem Thomas Neder, Reiner Brückner, Gudrun Möckl, Günther Kob, Günter Benning, Claus Höcherich, Ulrich Leicht und Ralf Wöhner zur Bewertungskommission.

In Bischwind hat sich in den letzten Jahren viel getan. "Der Friedhof hat einen barrierefreien Zugang bekommen und die Treppe zur Kirche wurde neu gebaut. Außerdem wurden die Glascontainer aus der Ortsmitte versetzt. Im Ort wurden unter anderem ein Mispelbaum und Rosen gepflanzt. Darüber hinaus wurden gemeinsame Backtage am Dorfbackhaus und eine Feuerlöschteichregatta eranstaltet", zählte Thomas Neder (Fachberater für Gartenbau und Landespflege) während seiner Präsentation einer Fotostrecke zu den teilnehmenden Orten auf. Neder betonte, dass auch hinter der Organisation kleinerer Dinge immer sehr viel Mühe steht.

"Da der positive Zuwachs im Fokus unserer Bewertung steht, hat jeder Ort die Chance ausgezeichnet zu werden und nicht nur die Orte, die historisch am besten aufgestellt sind. In diesem Jahr wurde uns die Bewertung durch die Hitze besonders schwer gemacht", berichtete Heider. Die Entscheidung, wer letztendlich als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgeht, wurde der Kommission nicht leicht gemacht.

In ihrer Ansprache warf die Vorsitzende der auch die Frage auf, inwiefern ein Ort, in dem gerade eine große Baumaßnahme durchgeführt wird, mit einem Ort, in dem lediglich durch ehrenamtlichen Einsatz eine Neuerung vorangebracht wird, verglichen werden könne. "Jede einzelne Maßnahme ist es wert, gewürdigt zu werden. Jede Neuerung bringt die einzelnen Orte voran und hilft so auch, das Gesamtbild des Landkreises zu verbessern", so Heider.

Viele starke Vereine

Landrat Michael Busch (SPD) lobte die Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs "Das schönere Dorf - die schönere Stadt". Der Abend sei ein wirklich schöner Höhepunkt für den Beirat und den Landkreis. "Im Zentrum des Wettbewerbs stehen die Obst- und Gartenbauvereine, die ihre Dörfer lebens- und liebenswert erhalten. Ohne die Zusammenarbeit der Obst- und Gartenbauvereine mit dem anderen Vereinen wäre es nicht möglich, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen", betonte Busch. Derzeit gibt es im Landkreis 69 Obst- und Gartenbauvereine, die insgesamt auf mehr als 10 000 Mitglieder haben.



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