Coburg
Workshop

Die Coburger ergründen, wie sie sich ihre Itz als Erlebnisraum wünschen

Die Itz wollten schon viele "erlebbar machen". Nun sind die Coburger aufgerufen, bei der künftigen Gestaltung der Freiräume in der Stadt ihre Ideen einzubringen.
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Blick von der Dammbrücke auf die ItzWolfgang Desombre
Blick von der Dammbrücke auf die ItzWolfgang Desombre
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Zur ersten Bürgerwerkstatt hatte Coburgs Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber eingeladen und viele Coburger kamen. Die Stadt Coburg möchte sich verstärkt der Itz zuwenden und holt nun ihre Einwohner mit ins Boot, sich für ein Coburg an der Itz zu engagieren,ihre Ideen und ihr Wissen einzubringen.

Das Gewässer soll wieder spürbar, sichtbar und zugänglich gemacht werden. Attraktive Grünanlagen und idyllische Plätze sollen den Coburgern wieder Raum für Sport und Spiel geben. Die wertvolle Stadtnatur und gefahrenfreie Wege entlang der Itz sollen dazu beitragen. Die Baureferentin informierte über das Starterprojekt Funpark an der CoJe mit Klettermöglichkeiten und Skaterbahn sowie an den geplanten Hotelneubau im Sonntagsanger mit einer Außenterrasse zur Itzseite.

Zudem werde bereits daran gedacht, bei der Sanierung der Mohrenbrücke ein Terrassen-Café zu schaffen.

Die "Werkgemeinschaft Freiraum Landschaftsarchitektur" in Nürnberg hat von der Stadt Coburg den Auftrag erhalten, die Rahmenplanung für die It zauen zu erstellen. Gerd Aufmkolk stimmte am Mittwochabend mit Fotos von "Wasser in der Stadt" die Teilnehmer der Bürgerwerkstatt ein. Man will an der Itz versteckte Ecken wieder sichtbar machen.

In den letzten 20 Jahren seien die Flüsse sauber geworden und wieder zum Baden geeignet. Flüsse wurden in einen naturnahen Zustand versetzt, damit sie sich dynamisch entwickeln können, sagte der Landschaftsarchitekt. Die "1-A-Lage" am Wasser sei gefragt. Deshalb sehe er erhebliche Chancen für die Gestaltung der Itzauen, falls man auch den Willen dazu habe, die Pläne zu verwirklichen.

Die letzten Reserven an Grün sollten genutzt werden, um Wege dort anzulegen und kleine Nischen freizumachen.

Ein Flusspark zum Sitzen und Verweilen ohne große Flächen zu benötigen, aber mit einem "Kunstgriff" zu gestalten, sei gefragt. Das alles trage dazu bei die Stadt zu verschönern, sie aufzuwerten und eine Klimawandelvorsorge zu erreichen.

Auf einen Ausflug entlang der Itz vom Hahnflusswehr im Norden bis zum Bahnübergang Creidlitz im Süden, nahm Sigrid Ziesel (WGF Landschaft Landschaftsarchitekten GmbH) die Besucher mit: Freizeitaktivitäten sollen am Fluss ermöglicht werden.

Die Itzauen, so Ziesel, böten wertvollen Lebensraum für Pflanzen und Tiere, bänden und regulierten die Temperaturen. Es bedürfe eines Kraftakts, um deutliche Verbesserungen zu erreichen, aber der lohne sich. Deshalb sollten die Besucher der Bürgerwerkstatt und alle übrigen Coburger einfach Gedanken sammeln, ohne dabei die Kosten oder die Machbarkeit zu berücksichtigen. Dieses Ergebnis sei eine wichtige Hilfe für weitere Planungen.

In drei Workshops machten sich die Besucher Gedanken darüber, was unbedingt geändert werden muss. Die Ergebnisse wird Landschaftsarchitekt Gerd Aufmkolk zeitnah präsentieren. Mit der Werkstatt startete die projektbegleitende Online-Beteiligung www.mypinion-coburg.de für den Bereich der Itzaue in der Stadt Coburg.

Online-Beteiligung

MYPINION steht für Meinung und Verortung von Positionen. Dieses Bürgerbeteiligungstool basiert auf einem interaktiven Stadtplan, in dem Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung durch Markierungen deutlich machen können.

Hierzu gibt es verschiedenfarbige Pins. Grüne Pins stehen für "Das gefällt mir", rote Pins stehen für kritische Anmerkungen. Die Einträge sind dann für alle Besucher sichtbar. Mit einem Klick auf den jeweiligen Pin öffnet sich der eingestellte Beitrag.

Registrierte Nutzer können die vorhandenen Einträge anderer Nutzer auch kommentieren. Hierdurch können vielfältige Diskussionen und Gespräche angeregt werden.

MYPINION lebt vom Wissensschatz und Meinungen der Bürgerinnen und Bürger.

Alle können mitmachen, auch wenn sie nicht in Coburg wohnen. Denn jeder Beitrag zählt und unterstützt die Erarbeitung der Rahmenplanung. Bis zum 28. August 2019 kann jeder Beiträge und Kommentare unter www.mypinion-coburg.de hinterlassen.

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