Weitramsdorf
Pläne

Die Bürger in Weitramsdorf sollen mit anpacken

Der Forstgarten in Weitramsdorf soll ansprechender gestaltet werden. In den Kindergärten wird es mehr Krippenplätze geben.
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Bürgermeister Christian Gunsenheimer (rechts) erklärt Karin Brecklein und Manfred Siller vom Obst- und Gartenbauverein Weidach die Pläne für eine neue Gestaltung des Forstgartens. Foto: Kurt Hinner
Bürgermeister Christian Gunsenheimer (rechts) erklärt Karin Brecklein und Manfred Siller vom Obst- und Gartenbauverein Weidach die Pläne für eine neue Gestaltung des Forstgartens. Foto: Kurt Hinner
Weitramsdorf — Viele Monate schon dauern Gespräche mit Weidacher Bürgern, die eine Optimierung des Forstgartens zum Thema machten. Die Diskussion führte nun dazu, dass Landschaftsarchitekt Wirth, die Gemeinde und die beiden Vorstandsmitglieder Karin Brecklein und Manfred Siller vom Obst- und Gartenbauverein ihre Ideen bei der Sitzung des Geeinderats vorstellen konnten.

War die Verlegung des Schäferbrunnens von der Grundschule an den Südrand der großen Grünfläche der erste Schritt, so stellte Bürgermeister Christian Gunsenheimer (FW) anhand von Kartenmaterial nun die Maßnahmen vor die - kräftige Mithilfe der Bevölkerung vorausgesetzt - in einem zweiten Schritt realisiert werden könnten.
Einbezogen wird die gesamte Fläche des Forstgartens, inklusive der Teile, die der Wohnbau GmbH gehören.

Bisherige "Trampelpfade" werden durch ein weiträumiges, gepflastertes Wegenetz
ersetzt, die Gehbreite beträgt 1, 5 Meter und ist "Rol lator-kompatibel". Am Südrand wird ein Abzweig in Richtung Ost- und Westhälfte Weidachs entstehen, es sind Ruheplätze am sechs Meter höher liegenden Nordrand des Forstgarten vorgesehen. Der traditionelle Weihnachtsbaum erhält seinen mit Stromanschluss bestückten Platz. Zusätzliche Parkflächen könnten entstehen. "Die Fläche mit den hässlichen Müllcontainern muss noch verbessert werden, so Gunsenheimer.

Die geschätzten Kosten der Aktion belaufen sich auf etwa 62 000 Euro, Fällung alter Bäume und Nachpflanzungen sind hier bereits eingeschlossen. Unmissverständlich betonte Gunsenheimer, es sei existenziell wichtig, dass mindestens 21 000 Euro der Gesamtsumme über Eigenleistung erbracht würden. Wäre das nicht zu stemmen, müssten unweigerlich Abstriche gemacht werden, zumal die Planungskosten noch nicht berücksichtigt sind.
Den vorgelegten Entwurf nahmen die Räte zur Kenntnis, bei einer Gegenstimme gilt als vereinbart, dass Details in der Feinplanung fixiert werden.
Es war lediglich eine Information, doch sie wird für die Gemeinde mit Sicherheit in den kommenden 18 bis 24 Monaten einen finanziellen Kraftakt bedeuten. So jedenfalls stellte Bürgermeister Christian Gunsenheimer das unbedingt notwendige Projekt vor, den Weitramsdorfer Kindergarten grundsätzlich zu sanieren und um eine Krippengruppe zu erweitern. Ab September wird eine Krippenunterbringung angeboten.
Nach den Worten des Bürgermeisters werden sich Kirchenverwaltung, Regierungsstellen und Fachplaner in Kürze Gedanken machen, wie Funktion, Optik, vorhandene Bausubstanz und der Zeitdruck unter dem geplant werden muss, unter einen Hut zu bringen sind. Diskutiert wird neben einem Abriss und Neubau auch eine Erweiterung und Modernisierung des Kindergartens.
Stefan Gahn, (SPD) fürchtet dass Planer stets der teuersten Variante den Vorzug geben. "Das werden Regierung, kommunaler Prüfungsverband und evangelische Kirche als Träger der Einrichtung schon zu verhindern wissen!", meinte Gunsenheimer. Aktuell betriebsbereit sind derzeit drei Kindergarten - und eine Krippengruppe, die aufgestockt werden muss.
Anke Schäfer (FW) brachte eine überraschende Idee ein, die zwar nicht diskutiert wurde, als Variante jedoch im Raum stehen blieb. Sie kennt - etwa in Bamberg - Kindergärten, welche die Zöglinge das ganze Jahr über - Sommer wie Winter, auch bei Minusgraden - im Wald in Containern betreuen, wobei sich die Gruppen natürlich ablösen können. "Diese Freiluftbetreuung würde uns generell viele Probleme vom Hals schaffen", so Schäfers Schlusswort. Gunsenheimer darauf: "Da haben Eltern und Träger auch noch ein Wörtchen mitzureden!"

Weitramsdorf ist bunt

Bei zwei Gegenstimmen legte der Gemeinderat fest, dass sich Weitramsdorf dem regionalen Netzwerk für Menschenrechte und Demokratie unter dem Schlagwort "Wir sind bunt" anschließen will. Dies verursacht der Kommune zunächst keine Kosten. Falls sie bei Sonderprojekten anfallen sollten, wäre stets einzeln zu beschließen, ob die Gemeinde einen Anteil übernimmt. Einstimmig entschied das Gremium für 25 Jahre, die Sanierung und Errichtung eines Waldorfkindergartens in Eicha finanziell zu unterstützen.

Da die Stadt Coburg es ablehnte, die bestehende Waldorfeinrichtung weiter auszubauen, erklärte sich Ahorn bereit, diese Aufgabe im Kindergarten Ahorn-Eicha zu übernehmen, wenn es durch die Gemeinden des Kreises unterstützt wird, sobald diese den Kindergarten in Eicha nutzen.
Dort besuchen derzeit 24 Krippen- und 50 Kindergartenkinder die Waldorfeinrichtung, aus Weitramsdorf sind es acht, die mit rund je 500 Euro pro Jahr zu Buche schlagen. Der übliche normale Betriebskostenzuschuss ist obendrein zu erbringen.
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