Coburg
Abitur 2018

Die Absolventen der Coburger Rudolf-Steiner-Schule gingen einen besonderen Weg

Der Abiturientenjahrgang lobt bei der Abschiedsfeier die genossene Waldorf-Pädagogik, der Schulleiter lobt den Jahrgang 2018.
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Elf Schüler und Schülerinnen der Rudolf-Steiner-Schule in Beiersdorf haben am Donnerstag ihr bestandenes Abitur gefeiert. Foto: Martin Koch
Elf Schüler und Schülerinnen der Rudolf-Steiner-Schule in Beiersdorf haben am Donnerstag ihr bestandenes Abitur gefeiert. Foto: Martin Koch
Die Rudolf-Steiner-Schule im Coburger Stadtteil Beiersdorf ist stolz auf ihre elf Absolventinnen und Absolventen, die jetzt erfolgreich ihr Abitur gemeistert haben. Die Prüfungen zur Allgemeinen Hochschulreife haben sie beim Gymnasium Albertinum abgelegt. "Es ist ein besonderer Weg, der euch von anderen Schülern unterscheidet", betonte Jochen Felix bei der Abiturfeier. Bei einer Waldorf-Schule gehe es eben nicht nur darum, Wissen theoretisch zu vermitteln, sondern auch erlebbar zu machen. "Danke, dass Sie unseren Kindern Wurzeln gegeben haben", wandte sich Felix an die Lehrkräfte der Rudolf-Steiner-Schule.

Mit Blick auf ein Bild von Paul Klee, das verzweigte Haupt- und Nebenwege darstellt, erklärte Schulleiter Hans-Joachim Döhner das Besondere der Waldorf-Pädagogik. Der Hauptweg stehe für das Gemeinsame, Döhner nannte zentrale Schulfächer, wie Deutsch, Mathematik und Englisch. "Auf der Waldorf-Schule versuchen wir, Ihnen auch Nebenwege zu zeigen." Döhner wies auf Fächer wie Werken, Gartenbau, Steinmetzen und Eurythmie hin. Döhner: "Lernen mit Kopf, Herz und Hand - das ist unser Motto." Döhner sagte, die Studien- und Berufswahl sei mittlerweile sehr komplex. Es gebe eine Auswahl an 18 000 Studiengängen und rund 300 Ausbildungsberufen.


"Authentische Persönlichkeiten"

"Lernen mit Herz und Hand formt Sie zu Persönlichkeiten, die selbstständig denken können, die ihren Platz im Leben finden mit all den Kompetenzen, die über die fachliche Ausbildung hinausgehen", sagte der Schulleiter und lobte die Abiturienten als authentische Persönlichkeiten, im Unterricht habe immer eine angenehme Atmosphäre geherrscht. "Uns Lehrern fiel es nicht schwer, Sie zu motivieren."

Im Namen der Abiturienten stellte Jonathan Lüer fest, dass die Klasse gerne und eifrig über viele persönliche und gesellschaftliche Probleme diskutiert habe. "Da hat sich selbst der ruhigste Schüler mit eingebracht", sagte Lüer. Er verteidigte die Vorstellung eines nur temporären jugendlichen Idealismus. "Wir wollen uns auch weiterhin mit dem Durchschnitt nicht zufrieden geben", sagte Jonathan Lüer. "Die 13 Jahre an der Rudolf-Steiner-Schule haben uns nachhaltig geprägt."

Die musikalische Gestaltung der Feier übernahmen der Chor der sechsten und siebten Klassen mit Songs von John Denver und Christian Bruhn/Günter Loose. Eine Eurythmie/Choreographie zur Musik von Bruno Coulais steuerte die Klasse 12 A zur Abiturfeier bei. Die Leitung hatte Isabella Loh, Klavier spielte Christian Reisinger. Sascha Then (11. Klasse) leitete am Klavier mit dem Präludium in C-Dur von Johann Sebastian Bach die Feierstunde ein.

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