Beiersdorf bei Coburg
Rudolf-Steiner-Schule

Die Abiturienten der Waldorfschule Beiersdorf bewiesen viel Gelassenheit

Die Rudolf-Steiner-Schule im Coburger Stadtteil Beiersdorf hat am Montag ihre erfolgreichen Abiturienten gefeiert.
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Die Abiturienten der Rudolf-Steiner-Schule in Coburg-Beiersdorf (von links): Schulleiter Hans-Joachim Döhner, Kilian Suffa, Adrian Schneider, Friedrike Löchte, Noah Gemmer, Lea Fischer und Jonathan Leimeister Foto: Martin Koch
Die Abiturienten der Rudolf-Steiner-Schule in Coburg-Beiersdorf (von links): Schulleiter Hans-Joachim Döhner, Kilian Suffa, Adrian Schneider, Friedrike Löchte, Noah Gemmer, Lea Fischer und Jonathan Leimeister Foto: Martin Koch

Schulleiter Hans-Joachim Döhner wies auf einige Besonderheiten des Bildungsweges in einer Waldorfschule hin. Eine Besonderheit sei, dass bei Waldorf jedem Schüler ein individuelles Lerntempo zugestanden werde. "Das Motto ,Lernen mit Kopf, Herz und Hand‘ eröffnet den Schülern eigene Erfahrungsräume", sagte Döhner.

Er bescheinigte den Abiturienten, eine authentische Klassengemeinschaft gewesen zu sein. Ihre Abiturprüfungen hätten die Waldorfschüler am Gymnasium Albertinum abgelegt. Er bescheinigte seinen ehemaligen Schülern: "Das Maß an Abgeklärtheit und Gelassenheit, das Sie gezeigt haben, ist eher ungewöhnlich und verdient unsere Anerkennung."

Der Schulleiter dankte den Lehrern der Rudolf-Steiner-Schule und des Gymnasiums Albertinum für ihr Engagement, gleichermaßen aber auch den Eltern der Abschlussschüler. "Eine Besonderheit der Waldorfschule ist die enge Zusammenarbeit der Schule mit den Elternhäusern."

"Genetisch programmierte Stalker"

Als Elternsprecher bezeichnete Andreas Schneider sich und die anderen Erziehungsberechtigten selbstironisch als "genetisch programmierte Stalker". Er sagte aber auch mit Blick auf Schüler, Lehrer und Eltern: "Wir sind über die Jahre hinweg zu Weggefährten geworden." Gerade die Waldorf-Atmosphäre, die nicht so gestaltbar und kalkulierbar sei, habe einen besonderen Reiz ausgemacht. "Ihr seid in dieser Gedeihatmosphäre groß geworden", sagte er zu den Absolventen.

Der Lebensweg der Abiturienten sei noch ziemlich am Anfang. "Ihr werdet an Kreuzungen kommen", sagte Schneider weiter. "Ihr werdet vielleicht noch schwierige Entscheidungen treffen müssen."

Lea Fischer als Sprecherin der Abiturienten verglich die Schulzeit mit einem Labyrinth, das jetzt mit der bestandenen Hochschulreife überschaubar sei. Aber, so sagte sie weiter: "Nach dem Abitur beginnt eine neues Labyrinth."

Schüler und Lehrer gestalteten die Abiturfeier mit Musik und Tanz aus. Es erklangen das Konzert Nr. 4 für Violoncello von Georg Eduard Goltermann, außerdem Musik und Lyrik von Jurij Wesnjak, ABBA und Cyndi Lauper. Es wirkten mit Saskia Fruntke (Gesang), Katja Heußel und Irina Grune am Klavier, Adrian Schneider (Gitarre), Helena Ruth Lakemann (Violoncello). Zur Choreografie von Petra Martin tanzten Schüler der Klasse 12 A bei der Abschlussfeier, in Besonderheit Lisa-Marie Bezold, Antonia Greschke und Elian Schmelz.

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