Neustadt bei Coburg
Seniorenbeirat

Der Seniorenbeirat Neustadt hofft auf junge Mitglieder

Im November wird der Seniorenbeirat Neustadt nach vier Jahren neu gewählt. Können sich vielleicht auch junge Menschen um die Anliegen von Senioren kümmern?
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Renate Gretzbach, 1. Sprecherin des Seniorenbeirats Neustadt, hält die Infobroschüre für Senioren der Stadt in der Hand. Die Broschüre soll im Laufe der nächsten Legislaturperiode überarbeitet werden. Foto: Cindy Dötschel
Renate Gretzbach, 1. Sprecherin des Seniorenbeirats Neustadt, hält die Infobroschüre für Senioren der Stadt in der Hand. Die Broschüre soll im Laufe der nächsten Legislaturperiode überarbeitet werden. Foto: Cindy Dötschel

Die Neuwahl des Seniorenbeirats im November steht kurz bevor. "Jeder ab einem Alter von 60 Jahren wird ab dem 12. November von der Stadt angeschrieben und erhält Briefwahlunterlagen, diese müssen bis zum 30. November an die Stadtverwaltung zurückgesendet werden. Bald sollen auch Plakate, auf denen die einzelnen Kandidaten vorgestellt werden, in Neustadt aufgehängt werden", berichtet Renate Gretzbach. Der Seniorenbeirat, der sich nach den Neuwahlen aus 13 Mitgliedern zusammensetzen wird, ist unabhängig vom Stadtrat und kümmert sich, wie der Name bereits erahnen lässt, ausschließlich um die Belange der Senioren. Das Ziel ist es, deren Alltag leichter zu gestalten.

Hoffnung auf andere Sichtweisen

Im Gegensatz zu der letzten Neuwahl des Beirats gibt es in diesem Jahr eine entscheidende Neuerung. "Bislang durfte man erst ab einem Alter von 60 Jahren als Beiratsmitglied kandidieren, mit der neuen Wahl darf sich nun jeder ab einem Alter von 18 Jahren zur Wahl aufstellen lassen", berichtet Gretzbach, die als Sprecherin des Beirats regelmäßig Tagungen und Fortbildung des Landesseniorenverbandes Bayern besucht. "Bei einigen Tagungen hat sich gezeigt, dass sich mittlerweile auch viele junge Menschen in Seniorenbeiräten engagieren. Jeder wird einmal alt und so können junge Menschen jetzt bereits etwas für ihre eigene Zukunft mitgestalten", sagt Gretzbach. Sie hofft, dass sich auch in Neustadt jüngere Menschen finden, die andere Sichtweisen und gute Ideen mit in die Arbeit des Seniorenbeirats einbringen möchten.

"Unser Beirat setzt sich aus sechs freigewählten Mitgliedern, dem Seniorenbeauftragten der Stadt Neustadt und weiteren sechs Abgeordneten lokaler Vereine und Organisationen zusammen", zählt Gretzbach auf. Zu den Organisationen, die einen Abgeordneten stellen, zählen der Marienverein, der ASB, die Awo und die evangelische sowie die katholische Kirche. Mit der Neuwahl stößt nun auch ein Abgeordneter des VdK zum Beirat dazu. Für die Beiratsmitglieder stünden, je nach Anliegen, sechs bis acht Treffen pro Jahr an. Dann gebe es noch das jährliche Kaffeetrinken für Senioren Ende September und ansonsten keine weiteren festen Termine, erklärt die Neustadterin die Anforderungen.

Alle vier Jahre Neuwahlen

Neu gewählt wird der Seniorenbeirat Neustadt alle vier Jahre. "Wenn jemand vor Ablauf der Wahlperiode ausscheiden möchte oder muss, ist das kein Problem. In dem Fall wird ein Nachrücker in den Beirat aufgenommen", erklärt Gretzbach. Sie selbst ist seit 2014 Mitglied des Seniorenbeirats. "Nach über 20 Jahren im Neustadter Stadtrat war es Zeit für etwas anderes. Ich mag alte Leute und bin bereits seit vielen Jahren Mitglied beim Roten Kreuz und dem Marienverein. In meinen Augen ist es wichtig, dass Senioren ohne Angehörige vor Ort einen Ansprechpartner haben", sagt sie.

Da der Seniorenbeirat eng mit der Stadt Neustadt zusammenarbeitet und viel Unterstützung durch den Oberbürgermeister Frank Rebhan sowie den Demografiebeauftragten Detlef Heerlein erfährt, gibt es in Neustadt zahlreiche Möglichkeiten, etwas zugunsten der Senioren zu bewegen. "Wir haben unter anderem das Mitspracherecht bei bevorstehenden Bauvorhaben der Stadt. So setzen wir uns beispielsweise dafür ein, dass öffentliche Gebäude barrierefrei gestaltet werden oder Bürgersteige abgesenkt werden", zählt Gretzbach auf. In der kommenden Wahlperiode steht unter anderem die Neugestaltung der Informationsbroschüre für Senioren an.

Der Seniorenbeirat sucht noch Kandidaten für die kommende Wahl. Wer als Beiratsmitglied kandidieren möchte, kann sich mit Renate Gretzbach (Telefon 09568/5495) oder Gabriele Amend (09568/81-110) in Verbindung setzen.



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