Meeder
Heimat

Der Sagenweg in Meeder hat eine weitere Figur bekommen

Der Poltergeist von Meeder wurde nun in einer Figur des Sagenwegs verewigt. Weitere Gestalten aus mysteriösen Geschichten sollen folgen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die neue Sagenwegfigur enthüllte Bürgermeister Bernd Höfer zusammen mit dem Gemeindemitarbeiter Hartmut Sollmann. Zahlreiche Anwohner kamen zur Enthüllung an die Nerde. Foto: Karin Günther
Die neue Sagenwegfigur enthüllte Bürgermeister Bernd Höfer zusammen mit dem Gemeindemitarbeiter Hartmut Sollmann. Zahlreiche Anwohner kamen zur Enthüllung an die Nerde. Foto: Karin Günther
+2 Bilder

Im sogenannten Lunapark in Meeder wurde eine weitere Holzschnittfigur für den Sagenweg aufgestellt und den Gemeindemitgliedern präsentiert. Der Lunapark war in den Kriegsjahren um 1940 ein Treffpunkt der Jugend. Heute verbringen am Bach der Nerde bei schönem Wetter Arbeiter von umliegenden Firmen ihre Mittagspause. Allerdings ist der Park in keinem gepflegten Zustand. Das soll sich ändern, wenn die sogenannte Hochbergers-Brücke voraussichtlich im kommenden Jahr erneuert wird.

Am Kirchweihsonntag enthüllte Bürgermeister Bernd Höfer die Figur, die einen Pöpel, also einen Spukgeist, darstellt. Die Geschichte handelt von einem Poltergeist, der in einem nahe gelegenen Gebäude in der Bahnhofstraße seinen Schabernack trieb. Der Besitzer riss das alte Gebäude ab und baute ein neues, um den Pöpel zu vertreiben. Leider vergebens, der Poltergeist zog mit ins neue Haus ein. Der Mann holte sich Hilfe bei einem Mönch aus Würzburg. Dieser soll den Pöpel in einen geweihten Sack gesteckt und nach Rottenbach gebracht und dort angebunden haben. Seit dieser Zeit kehrte im Haus wieder Ruhe ein.

Es wird noch weitere Figuren geben

Der Sagenweg durch die Gemeinde Meeder wird noch erweitert werden. Begonnen wurde dieser in Moggenbrunn. In der Kastanienallee ist die Figur "Elsbeth" zu sehen, am Schafhaus in der Meederer Flur ein Schäfer und seine Schafe, am Friedhof in Ottowind ein Totengräber, in Mirsdorf nahe der Alexandrinenhütte ein kopfloser Reiter, in Großwalbur die Hexengestalt "Hullewaatsch", an der Gabelung Birkenmoor/Kleinwalbur die "drei Raben" und nun der "treue Pöpel" an der Brücke im Lunapark am Ortseingang von Meeder. Bei jeder Figur steht eine Tafel, auf der die überlieferten Sagen nachzulesen sind, die bis ins Mittelalter zurückreichen und in den "Lichtstuben" immer wieder erzählt wurden. Viele der Sagen stammen aus der Sammlung "Koburger Sagen" von Friedrich Mihm aus Schleusingen um 1845.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren