Laden...
Coburg
Direktor

Der neue Direktor des "Alex" ist ein Kenner der Coburger Gymnasien

Am Donnerstag wurde Stephan Feuerpfeil als Nachfolger von Herbert Brunner am Gymnasium Alexandrinum Coburg eingeführt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Nach dem offiziellen Teil ging es zu einer lockeren Runde über: Oberbürgermeister Norbert Tessmer, Margitta Feuerpfeil, Stephan Feuerpfeil und Ministerialbeauftragter Harald Vorleuter (von links).  Foto: Gabi Arnold
Nach dem offiziellen Teil ging es zu einer lockeren Runde über: Oberbürgermeister Norbert Tessmer, Margitta Feuerpfeil, Stephan Feuerpfeil und Ministerialbeauftragter Harald Vorleuter (von links). Foto: Gabi Arnold
+2 Bilder

Im Gymnasium Alexandrinum sollen sich alle Akteure als Teil einer Gemeinschaft fühlen, angefangen vom Reinigungspersonal bis hin zum Direktor. Dieses Gemeinschaftsleben sieht Stephan Feuerpfeil als eine seiner Aufgaben als neuer Schulleiter an. Feuerpfeil wurde am Donnerstag in sein Amt eingeführt, er tritt die Nachfolge von Herbert Brunner an, der im Februar dieses Jahres in den Ruhestand verabschiedet wurde.

In vollem Bewusstsein, mit Mut, aber auch mit Ehrfurcht, habe er sich um diese Stelle beworben, sagte Feuerpfeil. Seine Rede drehte sich um die rasanten Veränderungen, die in nur einer Generation stattfänden. "Denn nur mit dem Blick auf die Vergangenheit kann man die Schüler auf die Zukunft vorbereiten", ist Feuerpfeil überzeugt. Was die Zukunft an Veränderungen bringe, könne man heute schwer abschätzen. So sei es heute fast unvorstellbar, dass vor 30 Jahren das "World Wide Web" noch nicht erfunden war, Telefone noch am Kabel hingen und Deutschland aufgeteilt war. Eine Schule, so Feuerpfeil, müsse auf die Zukunft vorbereiten, sie müsse fördern und fordern, und zwar über den üblichen Lehrplan hinaus. "Lehrer müssen den Unterricht aus den Augen der Schüler erleben", sagte er. Dazu müsse sich der Pädagoge in der Lebenswelt seiner Schüler bewegen, und das sei heute die digitale Welt. "Wir müssen zwar bewahren, was sich bewährt hat, aber auch offen sein für Neues", so Feuerpfeil. Den Prozess der Stadt Coburg von der Bildungsregion zur digitalen Region wolle das "Alex" deshalb gerne begleiten.

Alexandrinum, Albertinum, Casimirianum und wieder Alexandrinum

Feuerpfeil ist bereits seit sechs Wochen als Schulleiter des "Alex" tätig und hat in dieser Zeit bereits einen Eindruck seiner Arbeit vermittelt. So berichtete der stellvertretende Schulleiter Gerd Flemmig, Stephan Feuerpfeil habe bereits jetzt innovative Ideen gewinnbringend umgesetzt.

Als Schulleiter, so der Ministerialbeauftragte Harald Vorleuter, könne Feuerpfeil nun an der Schulentwicklung maßgeblich mitwirken. Die Berufung zum Schulleiter sei aber auch die konsequente Fortsetzung von Feuerpfeils Laufbahn. In Würzburg geboren und aufgewachsen habe dieser nach dem Abitur Mathematik und Physik studiert, dann in Bamberg und Wunsiedel unterrichtet und sei 2000 als Lehrer an das Gymnasium Alexandrinum und mit Teilunterricht auch ans Albertinum gekommen. Wie Vorleuter berichtete, wurde Feuerpfeil 2017 stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums Casimirianum. Und nun sei er wieder zurück im "Alex" - als Direktor.

Laut Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer trägt die Schule eine große Verantwortung, da sie die Weichen für das Leben stelle. "Unser Rohstoff ist heute das Wissen und die Digitalisierung die größte Revolution." Die Schule breche heute zu neuen Ufern auf und das sei auch dringend notwendig. Die Stadt Coburg verstehe sich längst nicht mehr als Sachaufwandsträger, sondern als Bildungspartner. Herbert Brunner, Schulleiter a.D., bezeichnete seinen Nachfolger als einen begeisterten Mathematiker und Physiker und wünschte Mut, Kraft und alles erdenkliche Glück. Elternbeiratsvorsitzender Tobias Franke hofft auf Offenheit und ein gutes Miteinander. "Wir sollten einen guten Draht anstelle einer langen Leitung zueinander haben." Die Schülersprecherin Fritzi Herrmann signalisierte, dass sich die Schülerschaft jetzt schon gut verstanden und ernst genommen fühle. "Wir sind mit Ihnen zufrieden, die Zusammenarbeit hat bisher Spaß gemacht und war produktiv", sagte sie zum neuen Direktor. Gisela Fuchs, die Personalratsvorsitzende, wünschte Feuerpfeil viel Fingerspitzengefühl bei seiner neuen Aufgabe. Der Mittel- und Oberstufenchor und das Orchester umrahmten die Feier musikalisch.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren