Bad Rodach
Architektur

Der "Löwe" in Bad Rodach ist jetzt ausgezeichnet

Die Initiative Rodachtal würdigt das Engagement von Matthias Hartwig um den Erhalt wertvoller Bausubstanz mit der Verleihung des Baukulturpreises.
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Matthias Hartwig freut sich über den Baukulturpreis der Initiative Rodachtal, die mit der Verleihung die aufwendige Sanierung des früheren Gasthauses "Zum Goldenen Löwen" am Marktplatz von Bad Rodach würdigte.Rainer Lutz
Matthias Hartwig freut sich über den Baukulturpreis der Initiative Rodachtal, die mit der Verleihung die aufwendige Sanierung des früheren Gasthauses "Zum Goldenen Löwen" am Marktplatz von Bad Rodach würdigte.Rainer Lutz
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Es sei geradezu ein Geschenk für die Stadtgewesen, dass Matthias Hartwig den "Goldenen Löwen" vom Schandfleck zum Schmuckstück am Marktplatz von Bad Rodach gemacht hat, sagte Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD). Nicht nur für Bad Rodach, sondern für die gesamte Region - fand die Initiative Rodachtal und zeichnete Hartwig am Mittwoch mit dem Baukulturpreis aus.

Was die Initiative würdigt, erklärt ihr Vorsitzender, Ahorns Bürgermeister Martin Finzel: "Die Bewertungskategorien sind Siedlungsstruktur, Regionales Bauen, Regionaltypische Gestaltung, Energetisches Bauen und Barrierearmes Bauen." Mit der Sanierung des "Löwen" habe Matthias Hartwig geradezu beispielhaft diese Kategorien erfüllt. Besondere Beachtung fand die Wohnung im Erdgeschoss, die komplett rollstuhlgerecht gestaltet wurde.

Nach seiner gelungenen Sanierung der "Herrgottsmühle" in Rödental, hatte der Denkmalschutz Hartwig auf den "Löwen" aufmerksam gemacht. Von Oktober 2017 bis Oktober 2018 dauerten die Arbeiten. Es entstanden fünf Ferienwohnungen auf 320 Quadratmetern Wohnfläche. "Investiert wurden ungefähr 2500 Euro pro Quadratmeter", sagt Matthias Hartwig.

Eine Investition, die auch dem Tourismus der Badstadt und der Region nutzt. Tatsächlich wird der "Löwe" auch bereits gut von Gästen angenommen.

Mut zu Projekten gemacht

Dr. Christiane Schilling vom Amt für ländliche Entwicklung ermutigt Besitzer alter Immobilien im ländlichen Raum, in die historische Bausubstanz zu investieren. Gerade im Zuge von Dorferneuerungen könne das Amt solche Vorhaben unterstützen.

Weitere Preisträger

Dabei muss es nicht nur um Projekte vom Umfang des "Goldenen Löwen" gehen, dessen Sanierung auch gefördert wurde. Die Initiative Rodachtal würdigte am Mittwoch mit weiteren Preisen als Anerkennung für außergewöhnliche baukulturelle Leistungen eine Investition in der Gemeinde Straufhain. Dort haben in Massenhausen Anja Schöpke und Michael Jendis eine Scheune zu einer Schmuckwerkstatt mit Verkaufsstelle umgebaut.

Die Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach wird für den Umbau eines landwirtschaftlichen Gebäudes in Dietersdorf mit einem Anerkennungspreis bedacht. So wird ein Objekt im Bestand des Ortes wieder einer wirtschaftlichen Nutzung zugeführt.

Ingeborg und Albert Sebald schließlich sanierten ein seit 100 Jahren nicht mehr bewohntes Gebäude in Seßlach. Dadurch haben sie in ehemaligen Hofstrukturen zeitgemäßen Wohnraum geschaffen.

Vom Preisgeld der Raiffeisenbank Lichtenfels-Ebern in Höhe von 2500 Euro spendet Matthias Hartwig 500 Euro an den Buchclub der Jugendpflege.

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