Ebersdorf
Verkehrsfreigabe

Das Filetstück des Landkreises Coburg

Mit dem obligatorischen Durchschneiden eines Bandes ist die offizielle Verkehrsfreigabe für den "Frankenring" im Gewerbegebiet Ebersdorf West erfolgt.
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Durch Bürgermeister Bernd Reisenweber (Fünfter von rechts) erfolgte die offizielle Verkehrsfreigabe für das letzte Teilstück des Frankenrings im Gewerbegebiet Ebersdorf-West. Foto: Alexandra Kemnitzer
Durch Bürgermeister Bernd Reisenweber (Fünfter von rechts) erfolgte die offizielle Verkehrsfreigabe für das letzte Teilstück des Frankenrings im Gewerbegebiet Ebersdorf-West. Foto: Alexandra Kemnitzer
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Mit der Freigabe des "Frankenrings" ist nun das letzte fehlende Teilstück am Kreuzungsbereich von der Autobahn 73 und der Bundesstraße 303 befahrbar und schnell von den beiden Verkehrsadern aus zu erreichen. Schon Altlandrat Karl Zeitler propagierte, dieses Areal zu einem Filetstück des Landkreises Coburg zu machen.

"Erschließungsstraßen wie der Frankenring erfüllen wichtige Funktionen", führte Bürgermeister Bernd Reisenweber aus. Sie lösten allerdings auch Interessengegensätze aus. Den Anforderungen, die Verkehr und Wirtschaft stellten, stünden manches Mal die Belange des Immissionsschutzes und der Erhaltung von Landschaftsräumen gegenüber. Mit Verhandlungen und im intensiven Dialog sei es gelungen, den jeweiligen Interessen Rechnung zu tragen. Mit dem Gewerbegebiet habe die Gemeinde das gemacht, was ihr im Vorfeld des Autobahnneubaus in den 90er Jahren versprochen worden sei: eine rasante wirtschaftliche Entwicklung rund um den Autobahnanschluss und Platz für neue gewerbliche Ansiedlungen. Damals wollte man diese nicht mitten in der Gemeinde haben.


Reisenweber: Premium-Gewerbegebiet

Bürgermeister Reisenweber hofft, dass die verantwortlichen Behörden, die sich zukünftig mit dem Gewerbegebiet beschäftigen, sich ihrer Verantwortung gegenüber der wirtschaftlichen Entwicklung nicht nur der Gemeinde, sondern auch des Landkreises bewusst sind und dieses Premium-Gewerbegebiet, wie es das Gemeindeoberhaupt bezeichnete, nun auch zum Filet-Stück machen. In diesem Zusammenhang sprach er die Änderungen des Landesentwicklungsprogramms an, wodurch sich einige Voraussetzungen bei Gewerbeansiedlungen geändert hätten. Gerade in der Zeit, in der es der Polstermöbelindustrie schlecht gehe, müsse sich um den südöstlichen Teil des Landkreises gekümmert werden.


Ein Motel ist geplant

Wie erfolgreich dieses Kümmern funktionieren kann, mache gerade der Nachbarlandkreis Lichtenfels vor, führte das Gemeindeoberhaupt weiter aus. Eine gute Verkehrsanbindung gehöre zur Gewerbeansiedlung, wie sie jetzt mit dem kompletten Frankenring auch geboten werde. Erfreut ist der Bürgermeister über genügend Interessenten für das Areal, mit denen man ständig im Gespräch
sei. Konkret gibt es Pläne, im Gewerbegebiet unter anderem ein Motel zu errichten.

Reisenweber dankte allen, die sich für das Projekt eingesetzt hatten sowie an der Planungs- und Bauphase beteiligt waren. Ohne die Weber GmbH als Investor wäre eine komplette Erschließung nicht möglich gewesen. Reibungslos sei die Bauausführung erfolgt. "Ich freue mich, dass das letzte noch fehlende Teilstück jetzt seiner Bestimmung übergeben wird, und wünsche allen, die es künftig nutzen, eine gute und vor allem unfallfreie Fahrt", betonte Bürgermeister Reisenweber.


Einige Daten

Für das Teilgebiet 2 der Bauleitplanung Ebersdorf West wurde bereits im November 2006 der Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans gefasst. Insgesamt wurden mit diesem Plan Flächen von 4,33 Hektar überplant. Für das Teilgebiet 3 wurde die Aufstellung des Bebauungsplans im September 2009 verabschiedet, das sich über eine Fläche von rund 5,83 Hektar erstreckt. Die neuen Erschließungsstraßen sind rund 350 Meter lang und haben eine Fahrbahnbreite von sechseinhalb Metern. Des Weiteren wurden ein einseitiger und zwei Meter breiter Gehweg angelegt, während der begrünte Versorgungsstreifen zweieinhalb Meter breit ist. Ferner wurden 600 Meter
Kanal und 350 Meter Wasserleitung verlegt.


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