Coburg
Handball

Das Comeback beim HSC 2000 Coburg

Nach Gesprächen mit Vorstandssprecher Stefan Apfel und Geschäftsführer Michael Häfner steht einer Beratertätigkeit von Norbert Kastner nichts im Weg.
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Schon vor 18 Jahren sprach Norbert Kastner von "professionellen Handball-Strukturen in Coburg". Das Gründungsmitglied des HSC 2000 wurde für seine Aussage, dass er eines Tages mit dem HSC in der 1. Handball-Bundesliga spielen will, anfangs von vielen belächelt. Jetzt steht der langjährige Coburger Oberbürgermeister vor seinem Comeback bei den Vestestädtern. Foto: CT-Archiv/Hagen Lehmann (2004)
Schon vor 18 Jahren sprach Norbert Kastner von "professionellen Handball-Strukturen in Coburg". Das Gründungsmitglied des HSC 2000 wurde für seine Aussage, dass er eines Tages mit dem HSC in der 1. Handball-Bundesliga spielen will, anfangs von vielen belächelt. Jetzt steht der langjährige Coburger Oberbürgermeister vor seinem Comeback bei den Vestestädtern. Foto: CT-Archiv/Hagen Lehmann (2004)

Obwohl es offiziell noch keinen Titel oder ein Amt für ihn gibt - es ist schon jetzt das Comeback des Jahres! Norbert Kastner, Gründungsmitglied und Ehrenpräsident des HSC 2000 Coburg, wird bei den Handballern wieder mit anpacken. Das bestätigte sowohl der handballbegeisterte Ex-Oberbürgermeister, als auch HSC-Vorstandssprecher Stefan Apfel dem Tageblatt auf Anfrage.

"Ich glaube, dass ich den Jungs an der einen oder anderen Stelle ganz gut helfen", ist Kastner sicher. Sein genauer Tätigkeitsbereich ist noch nicht abgesteckt, aber Kastner kann sich zum Beispiel gut vorstellen, dass er für den HSC Coburg die eine oder andere Tagung der Handball Bundesliga (HBL) besucht und dort die Interessen der Vestestädter vertritt.

Ohne finanzielle Entschädigung

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Kastner, der für sein Engagement keine finanzielle Entschädigung will, war dem HSC immer eng verbunden und besucht nahezu jedes Heimspiel in der HUK-Coburg Arena. Dass der "Coburger Sporttempel", der eng mit dem Aufschwung des Handballs verbunden ist, überhaupt gebaut wurde, ist zweifelsohne ein Verdienst des ehemaligen Coburger Stadtoberhauptes.

Überraschender Rücktritt 2009

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Obwohl er im November 2009, also vor fast neun Jahren für viele völlig überraschend und freiwillig von seinem Amt als Präsident des HSC zurücktrat, blieb er dem Sport immer eng verbunden. Kastner arbeitete mit Spielerberatern eng zusammen und baute sich so ein gut funktionierendes Netzwerk in der Handballszene auf. Davon könnte der Zweitligist ab sofort wieder profitieren.

Stefan Apfel, Vorstandssprecher des HSC 2000 Coburg, der den Kontakt zu Kastner in den letzten Jahren stets pflegte und sich auch öfters mal mit dem Ehrenpräsidenten austauscht, kann sich eine engere Zusammenarbeit mit Kastner gut vorstellen:

Zwei Treffen mit Apfel und Häfner

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"Norbert Kastner, Geschäftsführer Michael Häfner und ich hatten bereits zwei gute Gespräche. Dabei ging es um unsere Zusammenarbeit. Eine offizielle Funktion gibt es für Norbert Kastner aber bei uns noch nicht."

Fundierte Manpower ist beim HSC aber dringender gefragt denn je. Erst recht, weil Steffen Ramer, der zweite Geschäftsführer im Verein, bereits seit einiger Zeit aus gesundheitlichen Gründen ausfällt und wohl auch noch länger nicht zur Verfügung steht. Die Arbeit beim ambitionierten Zweitligisten wird wenige Tage vor dem Start in die Saison also keineswegs weniger.

"Eine tolle Mannschaft"

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Einig sind sich alle Beteiligten, dass das aktuelle Management um den Trainer und Sportlichen Leiter Jan Gorr im Vorfeld der Serie einen guten Job gemacht hat: "Die neue Mannschaft ist eindeutig stärker als im letzten Jahr, vor allem in spielerischer Hinsicht. Da wurden richtig gute Spieler verpflichtet, Respekt. Ich freue mich jetzt wieder auf die Heimspiele", lobt Kastner die Personalpolitik "seines" HSC Coburg...



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