Oberlauter
Vertrauensbeweis

CSU Lautertal setzt auf Martin Flohrschütz als Bürgermeisterkandidat

Der CSU-Ortsverband Lautertal nominierte Martin Flohrschütz als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl. Er soll Nachfolger von Sebastian Straubel werden.
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Der CSU-Ortsverband Lautertal hat Martin Flohrschütz (rechts) als Nachfolger von Sebastian Straubel (links) nominiert. Foto: Gabi Arnold
Der CSU-Ortsverband Lautertal hat Martin Flohrschütz (rechts) als Nachfolger von Sebastian Straubel (links) nominiert. Foto: Gabi Arnold

Der CSU-Ortsverband Lautertal hat am Dienstagabend im Sportheim Oberlauter Martin Flohrschütz als Bürgermeisterkandidaten nominiert. Überraschend kam das nicht, denn Flohrschütz wurde bereits im Vorfeld als Favorit um die Nachfolge von Sebastian Straubel (CSU) gehandelt. Da Straubel zum neuen Landrat gewählt wurde, muss in der Gemeinde Lautertal ein neuer Bürgermeister gewählt werden. Dies geschieht im Rahmen der Europawahl am 26. Mai.

Martin Flohrschütz tritt gegen Karl Kolb von der Überparteilichen Wählergemeinschaft Lautertal (ÜPW) an. Die SPD schickt keinen eigenen Kandidaten ins Rennen.

Flohrschütz ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und wohnt im Lautertaler Gemeindeteil Tremersdorf, wo er einen landwirtschaftlichen Betrieb im Nebenerwerb betreibt. Hauptberuflich arbeitet er als Erntemaschinenspezialist.

"Nah am Bürger sein"

Bekannt ist Martin Flohrschütz in seiner Funktion als Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, die er seit zwei Jahren ausübt. Nun möchte der 46-Jährige, der seit dem Jahr 2008 im Lautertaler Gemeinderat sitzt, an die Spitze der Gemeinde gewählt werden.

"Ich möchte ein Bürgermeister für alle Generationen werden", sagte er. Dazu gehören für Flohrschütz Baumöglichkeiten für junge Familien ebenso wie ein betreutes Wohnen für die Senioren. Er möchte nah am Bürger sein und deshalb in unregelmäßigen Abständen Versammlungen für junge Bürger und Familientage aufleben lassen.

Ausreichende Kindergartenplätze gehören ebenso zum Programm wie das Großprojekt Schule, bei dem laut Flohrschütz eine Million Euro in die Inklusion und Barrierefreiheit fließen. Flohrschütz möchte ferner einen Jugendraum schaffen, ebenso wie einen Treff für Senioren, eventuell in Zusammenarbeit mit dem gemeindlichen Bauhof.

Beim Bauhof sieht der CSU-Kandidat übrigens großen Handlungsbedarf. In Ausstattung und Größe sei dieser nicht mehr zeitgemäß: "Es ist für die Mitarbeiter ein umständliches Arbeiten, und ein schneller Einsatz ist kaum möglich."

"Sparsam mit Boden umgehen"

Sollte Flohrschütz Bürgermeister werden, dann soll der Vorplatz des Rathauses neu gestaltet und zum Ortsmittelpunkt mit Fußweg ausgebaut werden. Weitere Punkte seiner Agenda sind die Förderung des Ehrenamtes, der Vereine, der freiwilligen Feuerwehr in jedem Ortsteil und der Klimaschutz. Flohrschütz: "Es ist ganz wichtig, im Kleinen anzufangen, sparsam mit dem Boden umzugehen und auf regenerative Energien aus dem Wald zu setzen."

So lange noch ausreichend Geld da ist, sollen Flohrschützs Worten nach die Straßen in den Baugebieten der 1970er und 1980er Jahre saniert und ein Gehweg vom Kreisel zur Apotheke gebaut werden. Gewerbeansiedlungen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und schnelles Internet sind weitere Eckpunkte seiner Agenda.

"Ein Streiter und Kämpfer"

Laut Landrat Sebastian Straubel hat Flohrschütz bereits in der Vergangenheit viele Themen angestoßen und bewegt: "Er ist ein Streiter und Kämpfer für die Belange der Gemeinde und auch regional."

Der CSU-Landtagsabgeordnete Martin Mittag sieht in Flohrschütz einen Kandidaten, der die Gemeinde Lautertal weiter voranbringt. "Landrat und Bürgermeister aus einer Partei, da kann man Synergieeffekte nutzen", ist Mittag überzeugt. Vor allem aber werde ein fairer Wahlkampf geführt, versicherte Mittag: "Wir reden über uns und nicht über andere."

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