Coburg
Auseinandersetzung

Coburgs Schüler und die Friedensdenkmäler

Der Städtepartnerschaftsverein fordert Schüler ab der sechsten Klasse auf, sich mit Kriegsdenkmälern zu befassen.
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Das Gefallendenkmal am Ernstplatz erinnert an den deutsch-französischen Krieg von 1870/71. Es mahne genauso zu Frieden wie die Soldatenfriedhöfe aus den späteren Weltkriegen, meint Michael Böhm vom Städtepartnerschaftsverein. Foto: Simone Bastian
Das Gefallendenkmal am Ernstplatz erinnert an den deutsch-französischen Krieg von 1870/71. Es mahne genauso zu Frieden wie die Soldatenfriedhöfe aus den späteren Weltkriegen, meint Michael Böhm vom Städtepartnerschaftsverein. Foto: Simone Bastian

"Frieden in Europa - Kriegsdenkmäler als Ermahnung zum Frieden": So lautet das Thema, mit dem sich in den nächsten Monaten möglichst viele Schülergruppen in Coburg auseinandersetzen. Zumindest hoffen das die Vertreter des Städtepartnerschaftsvereins Coburg und Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD).

Der Verein, die Stadt und das Informationszentrum Europe Direct richten diesen Wettbewerb gemeinsam aus. Die Idee: Die Schüler sollen sich mit Kriegs- und Gefallendenkmälern und anderen Gedenkstätten auseinandersetzen, die an Kriege erinnern. Denn die Erinnerung an die Schrecken der Kriege sei das Fundament für den Frieden in Europa, sagt Michael Böhm, der stellvertretende Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins.

Coburg ist mit seinem Partnerstädten diesen Weg der Aussöhnung mitgegangen, sagt Thomas Nowak: Oudenaarde (Belgien), Niort (Frankreich), Gais (Südtirol) und die Isle of Wight (Großbritannien) sind die europäischen Partner der Vestestadt. Aber für junge Leute sei der Friede in Europa eine Selbstverständlichkeit, sagt Maria Krumm, die Geschäftsführerin des Städtepartnerschaftsvereins. Sie sollen mit dem Wettbewerb einen Anreiz haben, sich der kriegerischen Vorgeschichte des Kontinents bewusst zu werden.

Die Ausstellung "Kinder plakatieren Frieden" gab einen Anstoß für den Wettbewerb, einen weiteren die bevorstehende Europawahl und die vielen Diskussionen über die Zukunft der EU. In vielen Ländern gäbe es Forderungen, sich wieder auf die "Nation" zu besinnen und "klein-klein zu werden", erläutert Maria Krumm. "Aber dieses Projekt Frieden sollte man nicht gefährden, sondern dafür dankbar sein und sich dafür einsetzen!"

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