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Coburg
Landestheater Coburg

Coburgs GMD Roland Kluttig dirigiert unsichtbares Orchester

Wie das Landestheater Coburg in Zeiten der Corona-Krise trotz geschlossener Häuser sein Publikum erreichen will.
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Gestenreicher Musikbeschwörer: Coburgs GMD Roland Kluttig dirigiert Dieter Schnebels "Nostalgie".Foto: Landestheater
Gestenreicher Musikbeschwörer: Coburgs GMD Roland Kluttig dirigiert Dieter Schnebels "Nostalgie".Foto: Landestheater
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Theater ohne Publikum funktioniert nicht. Eigentlich - doch in Zeiten der Corona-Krise versucht das Landestheater Coburg dennoch, sein Publikum auch ohne direkten Kontakt ganz direkt zu erreichen. Die Online-Plattformen des Landestheaters sollen zu virtuellen neuen Bühnen werden.

Mit den Augen Musik hören

Intendant Bernhard F. Loges, Schauspieldirektor Matthias Straub, Ballettdirektor Mark McClain und Kaufmännischer Direktor Fritz Frömming hatten sich Ende der Woche mit Video-Botschaften gemeldet und digitale Auftritte angekündigt.

Nun lässt Generalmusikdirektor Roland Kluttig sichtbare Taten folgen. In einem Video-Clip feiert Coburgs GMD virtuelle Premiere als Dirigent ohne Orchester. Dieter Schnebels "Nostalgie" als "Solo für einen Dirigenten" ist eine akribisch genau notierte Dirigier-Partitur ohne Musik. Kluttig interpretiert sie mit verblüffender pantomimischer Ausdruckskraft. Die imaginäre Musik wird im Gesicht und in den Gesten des Dirigenten gleichsam mit den Augen hörbar.

Schnebels Etüde für einen Dirigenten, der ein unsichtbares Orchester leitet, wird in Kluttigs Wiedergabe regelrecht zur Choreographie - ein spartenübergreifender Auftritt, der neugierig macht auf weitere digitale Beiträge des Landestheaters.

Zu finden sind die Videos auf dem Facebook- und dem Instragram-Account des Landestheaters.jb