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Coburg
Corona-Krise

Coburger Veranstalter warnt vor Spekulationen

Welche Veranstaltung könnte aufgrund der Corona-Krise vielleicht auch noch abgesagt werden? Der Geschäftsführer der Agentur Streckenbach ärgert sich über solche Diskussionen und klärt über einige Hintergründe der Entertainment- und Kulturbranche auf.
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Oli Schneider veranstaltet mit seiner Agentur Streckenbach unter anderem Auftritte von Comedians im Coburger Kongresshaus oder auch Formate wie "Coburg lacht!" (Münchner Hofbräu) und den "Heldritter Kabarettsommer" (Waldbühne Heldritt).Foto: privat
Oli Schneider veranstaltet mit seiner Agentur Streckenbach unter anderem Auftritte von Comedians im Coburger Kongresshaus oder auch Formate wie "Coburg lacht!" (Münchner Hofbräu) und den "Heldritter Kabarettsommer" (Waldbühne Heldritt).Foto: privat

Auch die Veranstaltungsbranche leidet unter der Corona-Krise. Derzeit darf sowieso nichts stattfinden, und wie es in drei Monaten sein wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt seriös nicht sagen. Dass trotzdem über vieles spekuliert wird, ärgert Oli Schneider. Der Geschäftsführer der in Ebersdorf bei Coburg ansässigen Agentur Streckenbach, die unter anderem Comedians im Kongresshaus auftreten lässt oder auch Formate wie "Coburg lacht!" (Münchner Hofbräu) und den "Heldritter Kabarettsommer" (Waldbühne Heldritt) veranstaltet, wendet sich deshalb mit einem Appell an die Öffentlichkeit.

Einleitend schreibt Oli Schneider: "Die Corona-Krise hat uns alle täglich mehr im Griff. Wurde die Entertainment- und Kulturbranche bereits vor drei Wochen mit voller Wucht mit der bitteren Realität dieser Seuche konfrontiert, kommt fast täglich eine neue Branche hinzu, die bedauernswerterweise in Mitleidenschaft gezogen wird." Und weiter mit Blick auf die Veranstaltungsbranche: "Veranstaltungen unterschiedlichster Art werden landauf- und landab abgesagt. Das sorgt zu Recht für Verwirrung, denn noch gibt es dazu keine offiziellen Ordnungsauflagen, was die Zukunft von Veranstaltungen im Allgemeinen betrifft." Vorerst gelte - in Bayern - die Ausgangsbeschränkung bis 19. April. "Das ist die nächste, vom Gesetzgeber genannte Deadline, und diese sollten wir seriös abwarten und dann hören, was Tatsache ist oder neu festgelegt wird."

Oli Schneider geht auch auf die Frage ein, warum verschiedene Veranstaltungen, die vielleicht erst für Sommer geplant waren, bereits jetzt abgesagt werden: "Vorbereitungen und Planungen von vielen Produktionen sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Muss für Events geprobt werden, ist das auf Grund der verordneten Kontaktsperre schlicht nicht immer möglich. Zudem sind Geldgeber und sonstige Unterstützer zu tiefst verunsichert und halten derzeit ihr Geld zusammen. Einigen Veranstaltern ziehen unter anderem aus diesen Gründen direkt die Reißleine." Allerdings gebe es in den nächsten Monaten laut Schneider auch viele Veranstaltungen, die jetzt bereits geplant sind und jederzeit durchgeführt werden können. Andere Veranstalter wiederum könnten mit geringer Planungszeit arbeiten und würden noch abwarten was die nahe Zukunft bringt.

Und dann wird Schneider deutlich: "Es ist sicherlich nicht falsch, sich intensiv mit der Pandemie zu beschäftigen - aber orakeln und unbestätigte, öffentliche Falschdarstellungen, was denn schon alles abgesagt wird und ,ganz sicher‘ noch abgesagt wird, zu verbreiten, trägt wirklich nichts Sinnvolles zur ohnehin täglich wachsenden Unsicherheit bei. (..) Leute, lasst es bitte, euch an solchen ungewissen Spekulationen zu beteiligen. Das ist für die gebeutelten Eventmacher schlicht geschäftsschädigend."