Coburg
Auszeichnung

Coburger Tageblatt erhält Coburger Medienpreis in zwei Kategorien

In der Kategorie "Wellenschläger" würdigte die Jury das Aufdecken des Skandals um die geschönten Abi-Noten am Casimirianum. Das Handy-Projekt an der Realschule COI siegte in der Kategorie "Schöpfung".
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Coburger Medienpreis 2014 geht an Oliver Schmidt vom Coburger Tageblatt, Thomas Apfel und Sabrina Lang von Radio eins - Kategorie Schöpfung Foto: Falk Zimmermann
Coburger Medienpreis 2014 geht an Oliver Schmidt vom Coburger Tageblatt, Thomas Apfel und Sabrina Lang von Radio eins - Kategorie Schöpfung Foto: Falk Zimmermann
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Was für eine zeitliche Dramaturgie! Am Mittwoch begann vor dem Amtsgericht die Verhandlung um die von Casi-Direktor Burkhard Spachmann nach oben korrigierten Abitur-Noten - und tags drauf, am Donnerstagabend, bekam Tageblatt-Redakteurin Christiane Lehmann den "Coburger Medienpreis" in der Kategorie "Wellenschläger" verliehen. Die vom Medienclub Coburg eingesetzte Fachjury würdigte damit, dass Christiane Lehmann im vergangenen Juli den Skandal um die geschönten Abitur-Noten aufgedeckt und an die Öffentlichkeit gebracht hat.

Fürs Coburger Tageblatt gab es aber noch eine weitere Auszeichnung: Das "Handy-Experiment", das zusammen mit dem Lokalsender Radio Eins initiiert und eine Woche lang mit vielen Hintergrund- und Erfahrungsberichten begleitet wurde, erhielt den "Coburger Medienpreis" in der Kategorie "Schöpfung".

Drei teilen sich den Preis

Den Preis teilen sich die für das Projekt verantwortlichen Oliver Schmidt (Redaktionsleiter Coburger Tageblatt), Thomas Apfel (Redaktionsleiter Radio Eins) sowie Sabrina Lang (Volontärin Radio Eins). Bei der Preisverleihung im Riesensaal von Schloss Ehrenburg erinnerten sich die drei noch einmal an viele besondere Momente während des Experiments: Denn den Achtklässlern fiel es zum Teil ganz schön schwer, eine Woche lang ohne Handy auszukommen.

Aber auch Radio Eins durfte doppelt feiern: Constantin Hirsch gewann mit seiner Beitragsreihe "Expedition ins Neuland" über Sicherheit im Netz den "Coburger Medienpreis" in der Kategorie Nachwuchs.

Der Coburger Medienpreis wird seit 2011 jährlich vom Medienclub Coburg ausgelobt, und zwar in drei Kategorien, die jeweils noch unterteilt sind in "Coburger Medienpreis Oberfranken" und in "nationaler Medienpreis".

Den begehrten Preis in der Kategorie Wellenschläger national holte sich Mario Kaiser für die Reportage "Der lange Abschied" aus dem SZ Magazin. Kaiser hatte über zwei Jahre hin Andreas Läufer während seines Ausstiegs aus der Gesellschaft begleitet und seine Erfahrungen über diesen Abstieg in einer langen Geschichte aufbereitet. Läufer war daraufhin in viele Talkshows eingeladen worden, um über sein Schicksal zu berichten, hatte aber alle Interviews abgelehnt.

Den nationalen Preis in der Kategorie Schöpfung gewannen Burkhard Kunst und Annett Glatz von MDR Leipzig für "Exakt - So leben wir", ein trimediales Projekt über die Lebenswirklichkeit in Mitteldeutschland.

Der nationale Nachwuchspreis ging an die Klasse 51B der Deutschen Journalistenschule aus München. Sie hatte die Jury mit ihrer Abschlusszeitschrift "Amigo - Warum wir das Netzwerken nicht lassen können" beeindruckt.


Prominente Jury

Die Jury bestand aus dem Leiter des dpa-Büros London, Michael Donhauser, und dem Mediencoach und früheren Chef von Antenne Bayern, Detlef Kuschka. Insgesamt waren in diesem Jahr über 80 Bewerbungen eingegangen. Der Coburger Medienpreis wird seit 2011 jährlich vom Medienclub Coburg vergeben und ist mit insgesamt 3750 Euro dotiert.

Veranstalter des Coburger Medienpreises war auch in diesem Jahr der Medienclub Coburg. Hauptsponsoren sind die BayME, die Sparkasse Coburg - Lichtenfels, die VR-Bank Coburg, die Wirtschaftsjunioren und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Coburg.

Der 2009 gegründete Coburger Medienclub hat sich "die Stärkung, dem Erhalt und den Ausbau des Medienstandortes Coburg Stadt und Land" zum Ziel gesetzt. Dazu zählen nach eigenen Angaben - unter anderem - Lobbyarbeit für den Medienstandort Coburg nach innen und außen, die Förderung des journalistischen Nachwuchses, die Unterstützung von Medienprojekten sowie die Kontaktpflege der Medien und der Medienschaffenden untereinander. Vorsitzender ist aktuell Wolfram Hegen, sein Stellvertreter ist Michael Koziol.


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