Scheuerfeld
Diskussion

Coburger SPD fordert Sanierung der Scheuerfelder Schule

Die kleine Schule in dem westlichen Stadtteil ist immer mal wieder von der Schließung bedroht. Die SPD spricht sich jetzt für ein deutliches Zeichen aus.
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Immer wieder wird in Coburg über die Schließung kleinerer Grundschulen diskutiert. Unser Archivfoto stammt von einer Demonstration betroffener Kinder in Neuses.CT-Archiv
Immer wieder wird in Coburg über die Schließung kleinerer Grundschulen diskutiert. Unser Archivfoto stammt von einer Demonstration betroffener Kinder in Neuses.CT-Archiv
Der SPD-Ortsverein Scheuerfeld fordert, dass der Erhalt der traditionsreichen Scheuerfelder Schule nicht in Frage gestellt wird. Das schreibt der stellvertretende Vorsitzende Sadikcan Aydin in einer Presseerklärung. Und er geht sogar noch einen Schritt weiter: "Wir fordern, dass der Coburger Stadtrat nicht nur den Fortbestand der Scheuerfelder Schule sichert, wir wollen, dass der Stadtrat und die Stadt Coburg dem klaren Bekenntnis zum Schulstandort Scheuerfeld durch eine umfassende Sanierung des schulischen Gebäudes samt Inventar direkt Taten folgen lassen."

Auch Hubert Pieschel, Vorsitzender des Scheuerfelder SPD Ortsvereins, argumentiert für den
Erhalt und die Sanierung der Scheuerfelder "Stadtteilschule". Er sagt: "Schulen erhalten das Leben
in den Ortsteilen aufrecht, sie machen die Stadtteile attraktiv für junge Familien und Betriebe, sie sorgen auch für ein aktives Vereinsleben." Und: "Dort, wo Schulen sind, da ist der Ort lebendig."

Unterstützung erfährt der Scheuerfelder Ortsverein bei seinem Anliegen auch bei Stefan Sauerteig, dem Vorsitzenden des SPD Stadtverband Coburg.

"Der Aufstieg durch Bildung ist unser sozialdemokratisches Kernanliegen. Gerade in den ersten Lebens- und Schuljahren sollte es uns allen ein Anliegen sein, unsere Kinder in ortsteilnahen Schulen unterbringen zu können. Dies fördert die Verwurzelung der Familien mit den Stadtteilen, erhöht den
Lebenswert durch kurze Wege und steigert den Wohnwert unserer Ortsteile", bestätigt Sadikcan Aydin.

Weiter heißt es in der Presserklärung: "Immer wieder fordern wir als Sozialdemokraten, dass kleine Schulen auf dem flachen Land erhalten werden. Dabei sollten wir jedoch nicht vergessen, dass es auch innerstädtische Schulstandorte, wie z.B. unsere Scheuerfelder Schule gibt, die erheblichen Sanierungsbedarf aufweisen und deren Fortbestand ungesichert scheint. Wir fordern den Freistaat und die CSU-Staatsregierung daher auf, dafür zu sorgen, dass auch kleine Stadtteilschulen, wie unsere Scheuerfelder Beispiel, von der Streichliste verschont bleiben und die Sanierung und Weiterentwicklung in pädagogischer Hinsicht auch unter finanziellen Gesichtspunkten deutlich großzügiger unterstützt wird. Wer Bildung ernst meint, muss die Kommunen endlich entlasten!"

Als Sachaufwandsträger müssen sich die Kommunen den Unterhalt eines jeden Schulgebäudes aber auch leisten können, merkt Hubert Pieschel an und verweist auf bildungspolitische Vereinbarungen im Koalitionsvertrag. "Gerade nach dem Eintritt der SPD in eine weitere Große Koalition und der Zusage der Koalitionspartner zum Fallen des Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern, erwarten wir als SPD Ortsverein Scheuerfeld und als Coburger SPD, dass der Freistaat sich mit Nachdruck um eine schnelle Umsetzung der finanziellen Unterstützung durch Bundesmittel kümmert, um die Kommunen bei der Sanierung, Instandhaltung oder Modernisierung der Schulen zu entlasten", führt Sadikcan Aydin aus. Ein "Spielen auf Zeit", bis weitere Schulen der Streichliste zum Opfer gefallen sind, werde man nicht akzeptieren.
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